Blog-Tipps: Kleiner Selbstbetrug und richtiges Knopfgefühl

Von Eva Huber

Fünf Tassen Kaffee zum Frühstück sind normal: Eine Designerin illustriert kleine Schwindeleien. Außerdem in den Blog-Tipps: wie sich ein richtig guter Drehknopf anfühlen muss und Schnappschüsse aus dem Alltag in Afrika.

Liebevoll illustrierte Lügen

Wer kennt sie nicht: die kleinen Versprechen, die man sich täglich selbst gibt und dann doch nicht einhält - nur noch eine Folge "Two Broke Girls", dann wird aber wirklich das Bad geputzt. Die New Yorker Grafikdesignerin Lauren Hom hat unter dailydishonesty.com eine Sammlung solcher Sätze des täglichen Selbstbetrugs angefertigt. Jede dieser kleinen Lügen hat sie liebevoll illustriert - mal in klarer Blockschrift, so dass die unausweichliche Niederlage des Vorsatzes direkt ins Auge springt, mal verschnörkelt, fast entschuldigend. Ein Blick auf die Homepage ist entwaffnend, und man fragt sich: Fange ich morgen wirklich mit meiner Diät an?

Auf der Suche nach dem perfekten Drehknopf

Die Tester des Blogs Knobfeel wissen genau, wie sich der perfekte Drehkopf anfühlen muss. Auf ihrer Seite testen sie Hifi-Anlagen und bewertet diese nur anhand der Qualität des Drehknopfes. Lässt sich der Schalter genau mit dem richtigen Schwung gleichmäßig drehen? Fühlt sich die Oberfläche schön glatt an oder ist doch zu viel Gummi verarbeitet? Die Tester von Knobfeel waren fleißig. Seit Januar haben sie 17 verschiedene Anlagen untersucht und Videos von den Tests online gestellt. Beim Anschauen lässt sich förmlich spüren, welche Drehknöpfe ein richtig gutes Knopfgefühl vermitteln.

Vergessene Bilder aus dem "National Geographics"-Archiv

Das Bilderblog "Found" zeigt Fotografien, in denen Kulturen und Momente der Vergangenheit wieder aufleben. Dafür hat sich der Kurator der Online-Sammlung, William Bonner, tief ins Archiv von "National Geographics" begeben und Schätze ausgegraben, die lange vergessen waren oder sogar nie zuvor veröffentlicht worden sind. Manche Bilder haben kein Datum oder keine Ortsangabe. Alles, was bleibt, sind beeindruckende Fotografien und die Frage, welche Geschichten wohl dahinterstecken.

Welche Neuigkeiten erfahren die vier französischen Jungs wohl gerade, die auf einer Schwarzweißfotografie lesend in einem Meer aus Zeitungsstapeln abgelichtet sind? Der Blog entstand zum 125 Jubiläum von "National Geographics" und soll nun immer weiter mit Fundstücken aus dem Archiv gefüttert werden.

Fotografien aus dem afrikanischem Alltag

Afrika fernab der Extreme: Einen Blick in den Alltag der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent zeigt der Blog "Everyday Africa". Eine Familie in den Straßen von Agboville, Elfenbeinküste, guckt überrascht in die Kamera, ein Labortechniker in einem ländlichen Krankenhaus in Kakuka, Uganda, sitzt über einem Stapel Messtabellen im Halbschatten. Es sind intime Aufnahmen, geschossen von Journalisten, die schon lange in Afrika unterwegs sind. Das vorherrschende Bild von Afrika sei ein Medienbild der Extreme, sagen sie. Dem wollen die Blogger die kleinen Alltäglichkeiten gegenüberstellen, die ihnen bei ihren Reisen begegnen.

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