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Branchengerücht: Facebook baut sich einen E-Mail-Dienst

Dem Branchen-Blog "TechCrunch" zufolge ist beim weltgrößten Social Network Facebook ein eigener E-Mail-Dienst in Arbeit. Die aktuell über 400 Millionen Mitglieder der Community könnten damit direkt aus ihrem Facebook-Profil heraus Mails verschicken - mit ihrem Namen als E-Mail-Adresse.

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DPA

Facebook: Eigener E-Mail-Dienst?

"TechCrunch"-Gründer Michael Arrington bezieht sich auf die übliche "mit dem Produkt vertraute Person", ohne einen Namen zu nennen. Seine anonyme Quelle habe ihm gesteckt, dass die Facebook-Mail intern unter dem Namen "Project Titan" firmiere - gelegentlich aber auch "Googlemail-Killer" genannt werde. Dem Bericht zufolge soll direkt in die Facebook-Plattform ein Webmail-Dienst mit vollem Funktionsumfang integriert werden. Benutzer von E-Mail-Programmen für den Desktop könnten sich demnach aber auch über POP oder IMAP Mails direkt auf den Rechner holen.

Nachrichten verschicken kann man innerhalb von Facebook bereits jetzt, wer will, wird über innerhalb Facebooks eingegangene Nachrichten auch per E-Mail benachrichtigt. Aus Facebook heraus lassen sich schon seit 2007 auch an andere E-Mail-Konten Nachrichten verschicken. Diese Nachrichten sind allerdings in erster Line Werbe-Mails für Facebook - denn um sie zu beantworten, muss man entweder bereits einen Account in der Community haben oder sich eben einen neuen zulegen.

Das würde sich mit dem nun beschriebenen Dienst ändern - "TechCrunch" zufolge würde die sogenannte "Vanity URL", die Facebook-Nutzer sich vor einiger Zeit sichern konnten, automatisch zum E-Mail-Namen. Die vollständige Adresse würde dann jeweils ihrname@facebook.com lauten.

Facebook hat laut einem aktuellen Blog-Eintrag seines Gründers und Chefs Mark Zuckerberg aktuell 400 Millionen Nutzer. Es wird auch heute schon in erster Linie als Kommunikationsplattform eingesetzt. Ein eigener Webmail-Dienst, der sich auch mit herkömmlichen E-Mail-Programmen versteht, könnte Konkurrenten wie Google wohl tatsächlich Marktanteile abnehmen. Google refinanziert seinen Dienst mit besonders üppigem Speicher über Textanzeigen, die neben E-Mails eingeblendet werden. Ein Algorithmus durchsucht den E-Mail-Text und stellt inhaltlich mehr oder minder passende Anzeigen dazu.

cis

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
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1. und?
faustjucken_de 05.02.2010
Was ist daran so toll? 2010 - und Facebook entdeckt Mails.
2. hehe
cinor, 06.02.2010
Da bin ich ja richtig froh, dass ich mir damals als Vanity-URL vorname.nachname gesichert habe ;) Ansonsten: Wieder etwas, das niemand braucht, aber viele nutzen werden. Es ist ja auch einfach zu bequem...
3. Wat?
chu84k4 08.02.2010
Zitat von sysopDem Branchen-Blog "TechCrunch" zufolge ist beim weltgrößten Social Network Facebook ein eigener E-Mail-Dienst in Arbeit. Die aktuell über 400 Millionen Mitglieder der Community könnten damit direkt aus ihrem Facebook-Profil heraus Mails verschicken - mit ihrem Namen als Mailadresse. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,676133,00.html
Facebook? Kenn' ich! Das sind doch diese üblen Datenschnüffler!?! http://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-Facebook-ueber-Nicht-Mitglieder-weiss-921350.html Unter dem Gesichtspunkt, dass ich davon ausgehe, dass Facebook sämtliche E-Mails auf verwertbare Informationen durchscannt, werde ich meinen Spamfilter dahingehend darauf vorbereiten, dass E-Mails mit Absender *@facebook.* im Spam-Ordner landen - mit Autoreply-Message, dass der Empfänger verzogen oder verstorben ist. Besser man stellt sich tot! Was machen die? Die Durchsuchen die E-Mail-Texte? Wow! Briefgeheimnis - kennst du es?
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Facebook: Das Weltnetz
Mitglieder
Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach Angaben von Goldman Sachs hatte Facebook Anfang 2011 600 Millionen Mitglieder weltweit, nach eigenen Angaben loggt sich jeden Tag die Hälfte von ihnen auf der Seite ein (Stand: Januar 2011).
Plattform
Seit Mai 2007 können externe Entwickler auf Nutzerdaten zugreifen, wenn die Facebook-Mitglieder dem zustimmen. Seit die Plattform für externe Entwickler geöffnet wurde, wächst das Angebot des einstigen Studentennetzwerk rasant – die Nutzer können aus mehreren tausend kostenloser Anwendungen wählen – Spielen, Fotoverwaltern, Programmen zum Abgleich von Lese-, Film- und Musikvorlieben zum Beispiel.
"Mir gefällt das"
Facebook überall: Die "Mir gefällt das"-Funktion können Website-Betreiber auf ihren eigenen Seiten einbauen. Mit einem Klick teilen Facebook-Nutzer ihren Freunden mit, was ihnen gefällt. Im Gegenzug kann Facebook Werbung gezielter schalten - und weiß, welche Seiten die Mitglieder ansurfen.
Geschäft
Der Umsatz von Facebook lag 2009 schätzungsweise bei 800 Millionen Dollar. Als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im November 2007 bei einer Präsentation in New York 250 Werbekunden ein "Interface, um Erkenntnisse über die Facebook-Aktivitäten von Mitgliedern zu sammeln, die fürs Marketing relevant sind", versprach, brach ein Proteststurm los.
Firmenwert
Facebook hat Google 2010 als meistbesuchte Website in den USA überholt. Anfang 2011 investierten die US-Großbank Goldman Sachs und die russische Beteiligungsgruppe Digital Sky Technologies 500 Millionen Dollar in das US-Unternehmen. Der Wert des Netzwerks klettert auf 50 Milliarden Dollar.
Hollywood
Der Film zum Phänomen: Die Gründungsgeschichte von Facebook wurde 2010 von David Fincher mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle verfilmt. "The Social Network" zeigt Zuckerberg als soziopathischen Nerd, der Facebook aus enttäuschter Liebe gründet.


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