Bundestagswahl Schaffen die Jungen wirklich eine bessere Digitalpolitik?

In seiner jüngsten Kolumne analysierte Sascha Lobo, warum die Große Koalition kein Interesse an einer digitalen Erneuerung der Republik hat. In seinem Podcast geht er auf kritische Leserreaktionen ein.

DPA

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #7: Digital-Versäumnisse der Großen Koalition: Sie sind der Souverän

Her mit dem digitalen Marshall-Plan! In seiner vergangenen Kolumne "Sie sind der Souverän" schrieb Sascha Lobo über die Versäumnisse der Großen Koalition in Sachen Digitalisierung.

Und er skizzierte eine einfache Methode, die Abhilfe schaffen könnte: "Wählen Sie nicht konservativ oder links, sondern jung. Schauen Sie sich an, welche ernst zu nehmende, nicht extremistische Partei die oder den jüngsten Kandidaten in Ihrem Wahlkreis aufgestellt hat. Machen Sie dort Ihr Kreuz", schrieb Lobo. "Nicht, dass jüngere Leute automatisch klügere Digitalpolitik machen. Aber bei denen ist die Chance höher, ein Gefühl für das digitale Leben kommender Generationen zu entwickeln."

Dazu erreichte Lobo auch Kritik. Im Podcast antwortet Lobo seinen Leserinnen und Lesern aus dem Forum von SPIEGEL ONLINE und von anderen Plattformen.

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insgesamt 24 Beiträge
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wolle0601 11.09.2017
1. Will ich wirklich von Kindern regiert werden?
Leicht zu beeindruckende, noch relativ unerfahrene Menschen sollten nicht unbedingt wichtige Entscheidungen treffen. Herr Lobo selbst ist da ein warnendes Beispiel. Ich meine beispielsweise seine streckenweise schon sehr naiven Lobeshymnen auf soziale Medien und die immerhin in letzter Zeit manchmal durchschimmernde Erkenntnis, dass diese Medien hauptsächlich Resonanzkammern und Manipulationsverstärker sind.
allessuper 11.09.2017
2. OK Herr Lobo.Wir müssen uns nur noch über das Wort "jung" verständigen
der ältere Herr rechts im Bild (FDP) hat sich zwar schön blondierte Strähnchen machen lassen, um sich einen jugendlichen Look zu geben, aber jung? Er träumt immer noch neoliberal und davon, dass jeder alles darf (das wiederum ist eher infantil). Man kann auch nicht nur auf deren "Digitalpolitik" schauen. Was bietet die FDP sonst? Sie beklagt, dass die Energiewende bisher 150 Milliarden Euro gekostet habe und befürchtet eine staatliche Gängelung, propagiert marktwirtschaftliche Anreize, um den Klimawandel zu bekämpfen, klammert die Themen Lebensmittelkennzeichnung und Tierwohllabel komplett aus, beim Tierwohl kommt wieder nur die Befürchtung vor "starren ordnungsrechtlichen Vorgaben oder zu ehrgeizigen Tierwohl-Zertifierungen" und bei der Landwirtschaft fällt denen nur digitale Innovation, Drohnen, Sensoren und "punktgenaue Düngung" ein. So viele Worthülsen. Dass ich nicht lache. Klingt wiederum alles nach Akne, Pubertier und Teenager-Abgrenzungsproblemen. Für eine vernünftige Digitalpolitik braucht man Erwachsene, die etwas davon verstehen. Damit wäre uns schon eher geholfen.
allessuper 11.09.2017
3. OK Herr Lobo.Wir müssen uns nur noch über das Wort "jung" verständigen
der ältere Herr rechts im Bild (FDP) hat sich zwar schön blondierte Strähnchen machen lassen, um sich einen jugendlichen Look zu geben, aber jung? Er träumt immer noch neoliberal und davon, dass jeder alles darf (das wiederum ist eher infantil). Man kann auch nicht nur auf deren "Digitalpolitik" schauen. Was bietet die FDP sonst? Sie beklagt, dass die Energiewende bisher 150 Milliarden Euro gekostet habe und befürchtet eine staatliche Gängelung, propagiert marktwirtschaftliche Anreize, um den Klimawandel zu bekämpfen, klammert die Themen Lebensmittelkennzeichnung und Tierwohllabel komplett aus, beim Tierwohl kommt wieder nur die Befürchtung vor "starren ordnungsrechtlichen Vorgaben oder zu ehrgeizigen Tierwohl-Zertifierungen" und bei der Landwirtschaft fällt denen nur digitale Innovation, Drohnen, Sensoren und "punktgenaue Düngung" ein. So viele Worthülsen. Dass ich nicht lache. Klingt wiederum alles nach Akne, Pubertier und Teenager-Abgrenzungsproblemen. Für eine vernünftige Digitalpolitik braucht man Erwachsene, die etwas davon verstehen. Damit wäre uns schon eher geholfen.
hackartgs 11.09.2017
4. Naja,
ich kann den Podcast leider nicht laden, da meine *Flatrate* meines Mobilfunkanbieters zu langsam ist. Schnelleres Internet ist hier im Dorf kaum zu erwarten, weder Festnetz, noch Mobil. Das ist der derzeitige Zustand der deutschen Digitalisierung.
jozu2 11.09.2017
5. Wahrheit nicht ignorieren
Herr Lobo, in Sachen "digital" bestreiten Sie ja gerne die wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse von Prof. Spitzer (Buch "Digitale Demenz"). Deshalb wundert es mich nicht, dass Sie sich in die Hände von Digital-Fans begeben. Dabei fehlt gerade denen die Erkenntnis, was man eigentlich aufgibt, wenn man sein Gehirn ständig mit Digital-Technik entlastet. In Süd-Korea hat man diese Erkenntnis mittlerweile schmerzlich gelernt und Kinder und Jugendliche bekommen Smartphones nur noch mit einer Software, die u.a. die Nutzungszeit beschränkt. Den Umweg sollten wir nicht gehen und deshalb sind Digital-Junkies keine guten Berater in dieser Hinsicht.
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