Social Media "Buzzfeed" bekommt 50 Millionen Dollar von Investoren

Die Risikokapital-Geber Andreessen Horowitz investieren 50 Millionen Dollar in "Buzzfeed". Das Entertainment- und Nachrichtenportal will seine Seite ausbauen und neue Büros eröffnen - auch in Berlin.

"Buzzfeed"-Büro in New York: Erst Katzen und Faultiere, nun auch Journalismus mit Korrespondenten in Krisengebieten
REUTERS

"Buzzfeed"-Büro in New York: Erst Katzen und Faultiere, nun auch Journalismus mit Korrespondenten in Krisengebieten


New York - Die Webseite "Buzzfeed" hat kurz vor dem Sprung nach Deutschland noch einmal Geld von Investoren eingesammelt. Das Unternehmen erhielt 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) von den bekannten Risiko-Kapitalgebern Andreessen Horowitz, wie die "New York Times" berichtete. BuzzFeed wolle mit dem Geld zusätzliche Themenschwerpunkte auf die Seite bringen und eine hausinterne Technologieförderung aufbauen. Außerdem soll die Videoproduktion gestärkt werden.

"Buzzfeed" wurde 2006 gegründet und plant für den Herbst einen Ableger in Deutschland. Die Webseite ist spezialisiert auf Listen mit vielen Fotos, die sich oft wie ein Lauffeuer über Onlinenetzwerke verbreiten (aktuelles Beispiel: "11 Pitbulls, die im Herzen freundliche Hippies sind"). Neben Unterhaltung und Internetkultur gibt es aber immer häufiger ernsthafte Nachrichten, etwa über Krisen im Nahen Osten oder die Ebola-Epidemie. Mehr als 200 Menschen würden in der Redaktion von "Buzzfeed" arbeiten, schreibt Investor Chris Dixon in seinem Blog. "Buzzfeed" setze stark auf eigene Technologie zur Erstellung und Verbreitung seiner Inhalte, heißt es dort.

Zukünftig sollen außerdem 20 Mitarbeiter Inhalte allein für Onlinenetzwerke wie den Fotodienst Instagram oder die Blog-Plattform Tumblr erstellen, berichtet die "New York Times". "Wir organisieren uns als Medienhaus so, wie Menschen heute Medien konsumieren", sagte Mitgründer Jonah Peretti der Zeitung.

ore/dpa



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