Zum Weltkatzentag: Olympische Stubentiger

Ihr wollt Katzen? Nun denn. Den Weltkatzentag feiert das Netz mit besonderer Hingabe, ist doch der Cat Content fester Bestandteil der Netzkultur. Zum Ehrentag gibt es sogar ein neues Mem: Olympia-Katzen beim Judo, Gewichtheben und auf dem Schwebebalken.

Cat Content: Olympische Katzen Fotos
Flickr / Nicholas Longtin

"Weltkatzentag" ist am heutigen Mittwoch ein Trendwort auf Twitter. Das liegt daran, dass am 8. August seit Jahren der Katzen in unserem Leben gedacht wird. Wer sich das ausgedacht hat, weiß keiner so genau, zumindest nehmen auch Tierschützer den Katzentag ernst. Und: "Auf Twitter ist jeden Tag Weltkatzentag", wie @neeenaka dort treffend bemerkt.

Jedenfalls ist der Tag ein weiterer willkommener Anlass, mehr oder minder lustige Katzenvideos und Bildchen herumzuschicken, die legendäre Nyan Cat zehn Stunden über den Bildschirm eiern zu lassen oder sich in gebrochenem Englisch nach Cheeseburgern zu erkundigen. Gerade noch pünktlich zum Ehrentag gibt es zudem ein neues Mem, das praktischerweise gleich zwei Hypes miteinander verbindet: Katzen und Olympia.

Auf der Fotoplattform Flickr zeigt Nicholas Longtin aus dem amerikanischen Minneapolis Fotomontagen aus olympischen Athleten im Wettkampf und den Köpfen von Katzen. Nicht jeder kann darüber lachen, aber das muss auch nicht sein: Katzeninhalte dürfen das, manchmal reichen schon visuelle Kalauer wie diese. Katzen im Kajak, Katzen beim Boxen, Katzen am Volleyballnetz, Katzen mit Fahrradhelm. Manchmal passt die Mine sogar zum Sportereignis. Vergleichbares gibt es übrigens auch mit olympischen Sport-Meerschweinchen, aber das nur nebenbei, heute ist ja Katzentag.

Wer sich eher an flauschiger Gemütlichkeit und den hohen Künsten als an Leibesertüchtigung erfreut, findet vielleicht an den korpulenten Katern in dieser Bildergalerie zu einem russischen Kunstprojekt Geschmack. Hier wird ja nicht zum ersten Mal über Netz-Katzen berichtet.

Fotostrecke

9  Bilder
Russische Katzenkomik: Dicker Kater, gute Witze
Leidenschaftliche Katzenhasser finden womöglich eher eine andere Kunstrichtung interessant: Beispielsweise die Geschichte über den Hubschrauber namens Orvillecopter, den ein niederländischer Künstler aus einem toten Tier gebastelt hat - allerdings nicht aus Hass, sondern angeblich, um sein verstorbenes Haustier zu ehren. Vielleicht dreht Orville heute ein paar Ehrenrunden über Holland.

Wer sich übrigens fragt, wie Texte wie dieser überhaupt zustandekommen, findet womöglich hier eine Erklärung: bei diesen animierten Gifs von Journalisten-Katzen.

nyan/juh

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Wo kommt der Hype her?
  • Das Internet hat eine neue Form des Unterhaltungskonsums hervorgebracht. Es fing an mit Videos, Fotos, Powerpoint-Präsentationen, die per E-Mail herumgeschickt wurden, ging weiter mit über Instant-Messaging-Dienste verbreiteten Links zu Clips mit skateboardfahrenden Hunden oder ungelenken Kindern beim Lichtschwert-Exerzieren und fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Weitererzähl-Web der digitalen Gegenwart. Der Lacher für die Mittagspause wird heute über Facebook oder Twitter weitergereicht, genau wie der schnelle Niedlichkeits-Kick (Katzenvideos!) als Mittel gegen den grauen Büroalltag oder der mitgefilmte schmerzhaft-dämliche Skateboard-Unfall für zwischendurch.

  • Die kaskadische Form der Informationsverbreitung, die gerade Dienste wie Twitter ermöglichen, hat dem Phänomen des spontanen Internet-Hypes ein perfektes Biotop geschaffen. Auch ein Jahre altes Video von einem lachenden Pinguin kann urplötzlich innerhalb weniger Stunden ein Millionenpublikum erreichen - wenn geheimnisvolle Faktoren zusammenkommen, die noch niemand so recht entschlüsselt hat (wer das schafft, wird vermutlich sehr reich werden).

  • Und was sich lang genug in den Köpfen der Menschen hält, was weiterverarbeitet, verballhornt, umgedeutet, neu abgemischt wird, bringt es im Informationsverbreitungs-Wunderland Internet vielleicht sogar zum Mem.



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