Chaos Computer Club: Hackt nicht!
Der CCC wendet sich mit einem dringlichen Aufruf an die Hacker in aller Welt: Beginnt keinen "Cyberwar" gegen islamische Websites und Länder! CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn appelliert, das Web stattdessen "gerade jetzt" zur Völkerverständigung zu nutzen.
Andy Müller-Maguhn: Appelliert an Hacker, das Web zur Völkerverständigung zu nutzen
Der Aufruf des CCC erinnert an die so genannte Infopeace-Deklaration von 1999, der sich zahlreiche Hackervereinigungen angeschlossen hatten.
Die Liste der Unterzeichner kommt einem Who's who der "White Hat"-Szene, ergänzt um ein paar gräuliche Schafe, gleich: 2600, Chaos Computer Club, Cult of the Dead Cow, !Hispahack, L0pht, Phrack, Pulhas, Toxyn und "zahlreiche Mitglieder der niederländischen hackenden Gemeinde" verpflichteten sich vor zwei Jahren, Hacking nicht als kriegerisches Instrument einzusetzen und beschworen das Potenzial des Webs als Medium der Völkerverständigung.
In diesen Tagen drohen solche guten Vorsätze verloren zu gehen: Nur Stunden nach den Terroranschlägen von New York und Washington kursierten die ersten Aufrufe, hackend gegen islamische Webseiten und Länder
- Jubiläum: Zwanzig Jahre Chaos im Club (11.09.2001)
"In der Hackerszene kursiert im Moment als Reaktion auf die unfassbaren Mordanschläge in den USA ein Aufruf, Webseiten und andere über das Internet erreichbaren Kommunikationssysteme in islamischen Ländern bzw. bei islamischen Organisationen zu zerstören.
Der Chaos Computer Club spricht sich gegen diesen Aufruf aus und fordert dazu auf, diesen und ähnliche Aufrufe
- Die "Infopeace"-Deklaration
- Hacker-Clubs: 2600
- Hacker-Clubs: Chaos Computer Club
- Hacker-Clubs: Cult of the Dead Cow
- Hacker-Clubs: !Hispahack
- Hacker-Clubs: L0pht!
- Hacker-Clubs: Phrack
- Hacker-Clubs: Pulhas
- Hacker-Clubs: Toxyn
für die Inhalte externer Internetseiten.
CCC-Sprecher und Icann-Direktor Andy Müller-Maguhn: "Elektronische Kommunikationsstrukturen wie das Internet können gerade jetzt einen wichtigen Beitrag zur Volkerverständigung leisten. In der verständlicherweise angespannten Situation darf es nicht dazu kommen, jetzt Kommunikationslinien zu kappen und damit dem Unverständnis noch mehr Grundlage zu liefern."
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