Details zu CIA-Werkzeugen Tech-Firmen hadern mit WikiLeaks-Angebot

WikiLeaks will Tech-Firmen Informationen zu Schwachstellen in deren Produkten zukommen lassen. Da diese aus geleakten CIA-Papieren stammen, tun sich einige Unternehmen damit aber offenbar schwer.

Julian Assange
REUTERS

Julian Assange


Die Enthüllungsplattform WikiLeaks will Tech-Unternehmen dabei unterstützen, ihre Produkte sicherer zu machen, beteuert sie. Dafür will WikiLeaks den Unternehmen Details zu Sicherheitslücken aus geleakten, aber noch nicht veröffentlichten CIA-Papieren zur Verfügung stellen. Doch das Angebot stößt im Silicon Valley Medienberichten zufolge auf Zurückhaltung.

Da die Informationen geheim seien, sei es rechtlich riskant, sie sich ohne Zustimmung der Regierung überhaupt anzusehen, sagten namentlich nicht genannte Mitarbeiter von Tech-Firmen der "Financial Times". Offiziell äußerten sich die Unternehmen nicht dazu. Auch der "Guardian" berichtet, dass die Tech-Szene bislang eher skeptisch auf Wikileaks' Angebot reagiert.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hatte am Donnerstag angekündigt, dass seine Plattform den Firmen helfen wolle, die durch Hacker-Werkzeuge der CIA bekannt gewordene Sicherheitslücken in ihren Geräten und Software zu stopfen.

Zwei Tage zuvor hatte WikiLeaks knapp 9000 interne, teils geheime CIA-Dokumente veröffentlicht - angeblich erst einmal nur ein kleiner Teil der geleakten CIA-Daten. Aus dem ersten Datensatz geht unter anderem hervor, dass die CIA eine eigene Abteilung aufgebaut hatte, die systematisch Sicherheitslücken und Schwachstellen in Smartphones, Computern sowie Fernsehgeräten und Telefonanlagen ausnutzen soll. So könnten Verdächtige gezielt ausgespäht werden. Die US-Regierung will die Echtheit der Dokumente bislang weder bestätigen noch dementieren.

brt/dpa



insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
rotella 10.03.2017
1. Dumme Haltung der Firmen
Wikileaks könnte die Sicherheitslücken auch einfach so veröffentlichen, aber dann könnten diese sofort von den Black Hats aus aller Welt ausgenutzt werden, während die Firmen noch an den Patches arbeiten würden.
rainer_d 10.03.2017
2. Regierungsaufträge
Alle grossen Firmen (in den USA) haben in wechselndem Umfang Staatsaufträge. Die sind sehr lukrativ. Damit man die bekommt, braucht man eine "Clearance". Damit man eine Clearance bekommt (und behalten kann), darf man dieses Material nicht sichten. Wobei die Exploits an sich ja nicht mal geheim sind, wenn ich das richtig verstanden habe. Nur die Dokumentation dazu.
a.peanuts 10.03.2017
3. Bei den Amis gehts nur ums Geld
Ist es nicht eher so,daß diese Unternehmen gar nicht daran interessiert sind sichere Hard und Software produkte zu liefern. Wer kann denn überprüfen,ob die nicht von den Regierung "bezuschusst" werden werden. Es geht um nur um Witschaftssprionage Guter Artikel daz bei FAZ dazu http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/softwareunternehmen-palantir-peter-thiels-zauberkugel-hilft-donald-trump-14918081.html
modemhamster 10.03.2017
4. Die Regierung will die Echtheit nicht bestätigen
Öööm. Ja genau, deswegen sucht das FBI ja auch nach der Quelle.
Bueckstueck 10.03.2017
5.
Zitat von a.peanutsIst es nicht eher so,daß diese Unternehmen gar nicht daran interessiert sind sichere Hard und Software produkte zu liefern. Wer kann denn überprüfen,ob die nicht von den Regierung "bezuschusst" werden werden. Es geht um nur um Witschaftssprionage Guter Artikel daz bei FAZ dazu http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/softwareunternehmen-palantir-peter-thiels-zauberkugel-hilft-donald-trump-14918081.html
Das ist natürlich ausgemachter Quatsch, denn so verkauft man nichts. Denn Sicherheitslücken kommen auch ohne Whistleblower und Wikileaks ans Licht. Und dann werden sie gestopft. So oder so. Sonst bricht der Absatz sofort ein. Deine These ist doch vornehmlich auf Abneigung gegen die USA im allgemeinen begründet. Und dabei schmeisst du mit Steinen im deutschen Abgas Betrug Skandal - da gehts auch nur ums Geld und VW hatte überhaupt kein Interesse daran die Normen einzuhalten, nicht wahr?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.