Von Frank Patalong
Schon seit Jahrzehnten ist der Angriff auf Computer ein mehrstufiger Prozess, dessen Regeln aus dem Schlagabtausch von Crackern und Schützern erwachsen sind:
Und so weiter. Egal, wie weit dieses Spiel getrieben wird, ist sein Ausgang bei Erfolg des Angreifers in der Regel derselbe. "Gute" Schadsoftware setzt im Erfolgsfall die Sicherheitssoftware außer Gefecht (wirklich gute Schadprogramme schaffen das, ohne dass man es bemerkt) und laden dann auch Schadcode nach, den die Sicherheitssoftware sonst abgefangen hätte.
Sicherheit ist auch in der IT-Welt ein relativer Begriff
IT-Sicherheitsprogramme wie Virenscanner versuchen auf unterschiedlichen Wegen, Schadsoftware zu erkennen. Die wichtigsten sind:
Die sicherste Methode ist die Signaturerkennung, die aber daran leidet, nur erkennen zu können, was sie eben schon kennt. Das möglichst zeitnahe Nachliefern entsprechend aktualisierter Virensignaturen ist deshalb in einen Wettlauf ausgeartet, der der IT-Welt in der Regel mehrere tausend neue Virenvarianten am Tag beschert - und den PC-Nutzern oft Dutzende Updates.
Die anderen beiden Methoden aber haben deutlich niedrigere Trefferquoten und produzieren zudem mehr Fehlalarme. Die Kombination aller drei Ansätze erbringt im PC-Alltag ein akzeptables Schutzniveau, das die Internet-Nutzung möglich macht. Zusätzliche Sicherheit bringen Firewalls, die den Datenverkehr an der Schnittstelle zum Netz beobachten und analysieren.
Intrusion Detection: Die erste Abwehrreihe
Denn ein weiteres, noch komplexeres Thema sind die Wege, auf denen Schadsoftware auf Rechnern und in Netzwerken landet. Immer mehr Schadprogramme flattern ohne Beihilfe durch PC-Nutzer, die wider besseren Willens doch das E-Mail-Attachment mit den angeblichen Nacktbildern öffnen, ins Haus: Sie tasten sich hinein über unzureichend abgedichtete Zugänge (Portscans) oder lauern auf verseuchten Webseiten (Drive-Bys). Sie werden per Hack mit Gewalt hineingedrückt oder über gefälschte, vermeintlich sichere Webseiten hineingetrickst (Phishing) oder kommen huckepack per Script.
Jetzt, behauptet Stonesoft, stünden all diese Wege noch viel offener, als sie das seit Jahren sowieso schon tun. Mit "Advanced Evasion Techniques" ließen sich verschiedenste Tarnroutinen beliebig kombinieren, bis kein Scanner mehr wisse, was ihm da gerade auf die Platte flattert. Das klingt bedrohlich - aber auch plausibel?
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