Copyright-Beschwerde: YouTube nimmt Lady Gaga wieder auf

Das ging schnell: Der offizielle YouTube-Kanal von Lady Gaga ist wieder erreichbar. YouTube hatte das Videoangebot des Weltstars zuvor gesperrt, ein Unternehmen hatte sich wegen Urheberrechtsverletzungen beschwert. Nun spricht die französische Firma von einem Missverständnis.

Online-Sperre: YouTube schmeißt Lady Gaga raus Fotos
REUTERS

Lady Gaga darf der Welt wieder Videos bei YouTube zeigen. Am Mittwochmorgen erschien auf der offiziellen YouTube-Seite Lady Gagas nur folgende Fehlermeldung: "Das YouTube-Konto ladygagaofficial wurde gekündigt, weil wir von Drittparteien mehrere Benachrichtigungen über Urheberrechtsverletzungen erhalten haben." Als Beschwerdeführer wurde die französische Produktionsfirma Air Production angeführt.

Ein Vertreter der französischen TV-Produktionsfirma Air Production bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass das Unternehmen eine Beschwerde wegen Urheberrechtsverletzungen bei YouTube eingereicht habe. Das geschehe automatisch, wenn Nutzer Ausschnitte aus Fernsehsendungen der Firma hochladen. In dem Fall Lady Gaga ging es wohl um den Mitschnitt eines Auftritts der Künstlerin in der französischen Fernsehshow Taratata. Dieser Clip dürfte in Lady Gagas offiziellem YouTube-Kanal veröffentlicht worden sein, was die automatisierte Copyright-Beschwerde auslöste.

Der Firmenvertreter nannte diesen Vorgang ein Missverständnis, man sei im Gespräch mit Lady Gagas Management und YouTube und habe die Angelegenheit gegenüber YouTube klargestellt. Das dürfte erklären, warum Lady Gagas YouTube-Kanal so schnell nun wieder online gegangen ist.

Ein Sprecher von YouTube-Besitzer Google sagte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE, dass man den Fall prüfe, ihn aber derzeit noch nicht kommentieren könne.

kad/lis

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Oi, oi, oi! Das ist aber wichtig!
Holledauer 06.07.2011
Da dreht sich doch gleich die Erde etwas leichter. Und die in China umgefallenen Reissäcke richten sich selber wieder auf!
2. zweierlei maß
drizzt81 06.07.2011
spannend ist doch, dass man bei Lady Gaga ein "Missverständnis" hat, bei anderen YouTube-Mitgliedern aber gleich mit der großen Keule kommt...
3. Tja
seduro34 06.07.2011
da stellt sich doch gleich wieder die Frage: wem nützt das? Natürlich Lady Gaga und ihrem Konto.
4. .
Katana Seiko 06.07.2011
Ich finde auch, dass es immer wieder spannend ist, mit zuzusehen, wer an welchem Maß gemessen wurde. YouTube legt den DCMA doch sehr liberal aus. Und so was wollen die auch hierzulande durch bringen? Sorry, aber an dem Tag, an dem das passiert, werde ich in einem anderen Land um Asyl bitten, weil in Deutschland meine Menschenrechte - ganz besonders das Recht auf freie Meinungsäußerung - nicht mehr geachtet werden. Auch finde ich es sehr spannend, dass die Künstler selbst einige dieser Kanäle unterhalten und dabei selbst auch Schreiber und Komponisten sind. Trotzdem maßt sich die GEMA an, hier dazwischen zu schlagen. Ich finde, YouTube sollte einfach alles, wo GEMA drauf steht abspielen lassen. Und wenn sich die GEMA nicht mit YouTube einigen kann, dann werden sie eben nichts vom Kuchen abbekommen. Das hat vorher funktioniert und funktioniert auch noch einmal..
5. Von wegen Missverständnis, einfach dumm gelaufen
Hugh 06.07.2011
Zitat von sysopDas ging schnell: Der offizielle YouTube-Kanal von Lady Gaga ist wieder erreichbar. YouTube hatte das Videoangebot des Weltstars zuvor gesperrt, ein Unternehmen hatte sich wegen Urheberrechtsverletzungen beschwert. Nun spricht die französische Firma von einem Missverständnis. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772711,00.html
Da hat sich eine "Rechteinhaber" Heuschrecke in ihrer Gier selbst entlarvt. Den Künstler/die Künstlerin wegen der eigenen Werke aus dem Netz zu fegen, ist schlicht Missbrauch des Rechts. Wie es wohl einem nicht so bekannten Künstler ergangen wäre?
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