Creative Commons: "The Power of Open"

Von Kathrin Dorscheid

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"The Power of open": Lanze gebrochen für ein neues Urheberrecht

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Es ist eine schöne neue Welt, in der wir da leben. In ihr werden Songs gratis verteilt, Bücher, Filme und Fotos kostenlos zum Download angeboten. Ganz legal und offiziell. Und die Künstler, Fotografen und Filmemacher freuen sich auch noch darüber: Sie haben die "Macht der Offenheit" verstanden.

"The Power of Open" - so heißt das 47-seitige Pamphlet von den Köpfen hinter den Creative Commons. Ganz in deren Geiste gibt es das Büchlein als pdf-Datei kostenlos zum Download.

Die Grundidee von Creative-Commons (CC): Mit standardisierten CC-Lizenzen können Kreative die Nutzungsrechte an ihren Werken festlegen - von restriktiv bis offen für alle. Darf das Werk von jedermann genutzt, vervielfältigt, veröffentlicht und verändert werden? Oder nur von nicht-kommerziellen Nutzern?

Über 400 Millionen Werke stehen inzwischen unter Creative-Common-Lizenzen, fast 40 Prozent davon sind ohne jede Einschränkung nutzbar. Was die Schöpfer der Werke davon haben? Antworten auf diese Frage hat das Buch zusammengetragen.

In rund 30 knappen Mini-Porträts stellt es Erfolgsgeschichten aus der Welt der CC-Lizenzen vor. Zum Beispiel die der philippinischen Nonnen, die dank CC-Lizenzen klassische Musik aus den Archiven eines amerikanischen Museums im Radio spielen dürfen, die ansonsten ungehört in Schränken verstaubt wären. Oder die einer Indie-Band, die ihre Songs von Fans remixen ließ - und gleich ein neues Album daraus machte.

Oder die eines Managers, der seinen Job kündigte und stattdessen anfing, kostenlose Nachhilfe-Videos ins Internet zu stellen. Über 1600 Lernvideos unter CC-Lizenz bietet seine "Khan Academy" heute an, sie finanziert sich fast nur durch Spenden.

Für all diese Menschen sind Creative Commons die Chance, jenseits von Buchverlagen, Plattenverträgen und Filmstudios ihr eigenes Ding zu machen, unterstützt von Fans weltweit.

Die Anekdoten zeigen, welches Potential in CC steckt, sie machen Lust auf mehr und ermutigen. Letztlich liest sich das Buch allerdings wie eine PR-Broschüre - was die Kernidee der Creative Commons aber nicht weniger sympathisch und vielversprechend macht.

Übrigens: Das Büchlein kann auch - ganz altmodisch auf Papier gedruckt - für knapp elf Euro bestellt werden.

Weiter zu Thomas Fischermann und Götz Hamann: "Zeitbombe Internet"

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