Crowdfunding: Indiegogo sammelt nun auch Euro
Die Crowdfunding-Plattform Indiegogo führt neue Sprachen und Währungen ein. Projekte lassen sich künftig auch in Euro unterstützen, die Seite steht auf Deutsch und Französisch zur Verfügung. Damit kommt das Unternehmen seinem Konkurrenten Kickstarter zuvor.
Hamburg - Die amerikanische Crowdfunding-Seite Indiegogo will in Europa wachsen. Seit Dienstag können Projekte auf der Seite auch in Euro, britischen Pfund und kanadischen Dollar unterstützt werden. Außerdem soll die Seite in den kommenden Tagen auch offiziell in Deutsch und Französisch zur Verfügung stehen. Im kommenden Jahr sollen den Besuchern der Seite außerdem zunächst Projekte aus ihrer Region angezeigt werden.
Damit kommt die 2008 gegründete Plattform dem US-Konkurrenten Kickstarter zuvor. Kickstarter hatte dieses Jahr eine britische Seite gestartet. In Deutschland ist das Unternehmen bisher nicht aktiv. Zwar lässt sich für Projekte Geld geben, aber das Starten eines eigenen Projekts gelingt nur über Umwege. Wer Geld sammeln möchte, braucht Bekannte in Großbritannien oder in den USA, die sich als Kontaktperson mit ihrem Bankkonto zur Verfügung stellen.
Bei Indiegogo war es auch vorher schon möglich, ohne Wohnsitz und Bankverbindung in den USA ein Projekt zu starten. Nach Angaben des Unternehmens haben Menschen aus rund 200 Ländern bereits Geld gesammelt. Rund ein Drittel der Crowdfunding-Projekte auf der Seite stammen aktuell nicht aus den USA. Deutschland sei dabei der größte nicht-englischsprachige Markt.
Laut Indiegogo unterstützen deutsche Nutzer ein Projekt mit durchschnittlich 66 Dollar. Offenbar ist das "Krautfunding" bei Indiegogo bisher vor allem Männersache: 80 Prozent der deutschen Nutzer sind männlich, teilt das Unternehmen mit, ähnlich sieht es bei den Kampagnen-Startern aus: Hier sind 70 Prozent männlich. Erste Erfahrungen speziell mit dem deutschen Markt hat Indiegogo bereits im Sommer gesammelt, damals wurde ein Gründerwettbewerb unterstützt.
In Deutschland versuchen mehrere Plattformen, an den Erfolg von Kickstarter und Indiegogo anzuknüpfen. Die Seite Startnext aus Dresden dürfte der größte Konkurrent sein.
ore
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- Dienstag, 04.12.2012 – 16:05 Uhr
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