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28. September 2010, 18:16 Uhr

Cyber Storm III

US-Regierung startet Großmanöver gegen Netzangriffe

Wie kann man sich effektiv gegen Angriffe aus den Datennetzen schützen? Diese Frage versuchen US-Experten mit Partnern aus aller Welt in einem der größten Cyber-Manöver zu klären - ein Planspiel mit ungewissem Ausgang.

Es soll die großangelegte Vorbereitung auf den zu erwartenden Ernstfall sein: Mit tausenden Teilnehmern aus Behörden und Privatwirtschaft hat die US-Regierung am Dienstag ein Großmanöver zur Abwehr einer Cyber-Attacke auf Computernetzwerke begonnen.

Die vom Heimatschutzministerium organisierte dreitägige Übung "Cyber Storm III" ist der erste Test für das neue Nationale Zentrum für Cyber-Sicherheit und Kommunikation (NCCIC, National Cybersecurity and Communications Integration Center), das sich die Koordination für den Krisenfall zum Ziel gesetzt hat. Das NCCIC wurde erst im Oktober 2009 gegründet und untersteht dem amerikanischen Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security).

An dem Manöver im NCCIC-Hauptquartier in Arlington bei Washington beteiligen sich Vertreter von sieben Ministerien, elf US-Bundesstaaten, 60 Privatunternehmen und elf ausländischen Partnern, darunter auch Deutschland.

Das Manöver soll nach Angaben der Leiters Brett Lambo vom Heimatschutzministerium die Abwehrbereitschaft der Teilnehmer für den Fall einer Cyber-Attacke auf den Prüfstand stellen. Auch solle es darum gehen, wie Informationen zwischen verschiedenen Stellen der Privatwirtschaft und der Regierung effektiv ausgetauscht werden können. "Wir wollen uns hier wirklich unter Stress setzen", sagte Lambo.

Das Übungsszenario geht davon aus, dass ein unbekannter Angreifer Schwächen in US-Computernetzwerken ausnutzt. In der Simulation könnten die Cyber-Angriffe zu Todesfällen und zu schweren Beeinträchtigungen der Computernetzwerke von Regierung und Unternehmen führen. "Bei 'Cyber Storm III' nutzen wir das Internet, um sich selbst anzugreifen", sagte Lambo. Weitere Details des Szenarios wollen die Organisatoren nicht preisgeben.

mak/AFP

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