Darpa Robotics Challenge Da macht der Roboter plumps

AFP

Sie stolpern, sie straucheln, sie stürzen. Wer diese Bilder von der Roboterweltmeisterschaft sieht, ahnt: Es dürfte wohl noch etwas dauern, bis Roboter die Weltherrschaft übernehmen.

In knapp über einer Minute zerstört ein Video vom Roboter-Wettbewerb der amerikanischen Militär-Forschungsbehörde Darpa das Bild der bald übermächtigen, agilen Super-Roboter. Statt Eleganz und Überlegenheit demonstrieren die beinahe bedauernswerten Figuren in diesem Video vor allem Hilflosigkeit. Das Blech zittert, die Hydraulik kollabiert, die Sensorik wirft einfach hin. Es ist schauerlich-schön - und teilweise wirklich lustig anzusehen:

Das Video von IEEE Spectrum zeigt nur ganz bestimmte Ausschnitte aus dem Roboter-Wettbewerb: Die 25 Teilnehmer-Teams mussten mit ihrem Roboter einen Hindernisparcours bewältigen, ein Auto fahren, ein Ventil öffnen, eine Wand durchbrechen und eine Tür öffnen. Im Video sieht man, dass einige Roboter schon an viel grundlegenderen Aufgaben scheiterten: Manche konnten im Stehen nicht einmal das Gleichgewicht halten, einige brachen scheinbar grundlos in sich zusammen.

Doch selbst dann waren die Roboter noch nicht sofort ausgeschieden. Erst im Wettbewerbsfinale wurden die Regeln verschärft, wonach die Teilnehmer-Roboter selbstständig aufstehen können müssen, wenn sie einmal hinfallen sollten. Außerdem mussten sie erst dann ohne Kabelverbindung zu einer Stromquelle oder zu ihrem Konstruktionsteam auskommen - zusätzlich wurde eine eventuelle Funkverbindung von den Veranstaltern zwischenzeitlich gestört. All das soll einen realistischen Einsatz in einem Katastrophenszenario simulieren.

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26  Bilder
Darpa Robotics Challenge: Alle Teilnehmer der Robo-Olympiade
Den Wettbewerb hat schließlich ein humanoider Roboter des südkoreanischen Teams Kaist gewonnen: 1,80 Meter groß, 80 Kilogramm schwer, zwei Arme, zwei Beine, eine Art Kopf - mit der Aufgabe, Menschenleben zu retten. In 44 Minuten und 28 Sekunden haben die Koreaner als schnellstes Team den Hindernisparcours geschafft. Sie bekommen ein Preisgeld in Höhe von zwei Millionen Dollar.

Auf Platz zwei landete nach 50 Minuten und 26 Sekunden Team IHMC Robotics aus Florida, Platz drei erreichte Tartan Rescue von einer Universität aus Pennsylvania. Sie erhalten eine Million beziehungsweise 500.000 Dollar Preisgeld. Das beste Team aus Deutschland erreichte Platz vier. Alle Platzierungen sehen Sie hier.



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26 Leserkommentare
hein.ch 08.06.2015
rgom 08.06.2015
beruntolauert 08.06.2015
freiheitsglocke 08.06.2015
flaffi 08.06.2015
HaioForler 08.06.2015
zila 08.06.2015
Asok 08.06.2015
beruntolauert 08.06.2015
vanselow 08.06.2015
vanselow 08.06.2015
neuronensalat 08.06.2015
tybnc 08.06.2015
rational_bleiben 08.06.2015
monteclara 08.06.2015
7eggert 08.06.2015
bcb86 08.06.2015
opinio... 08.06.2015
ANDIEFUZZICH 08.06.2015
zeichenkette 09.06.2015
mipez 09.06.2015
augennichttrauer 09.06.2015
felisconcolor 09.06.2015
condor99 09.06.2015
rbwntr 09.06.2015
TheReadeRR 09.06.2015

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