"Das Apple-Hasser-Buch": Märchenstunde mit Steve Arbeits und Tim Koch

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Ein paar gehässige Witze über Apple-Kunden, dazu ein bisschen Verständnis für geplagte Nutzer - fertig ist das "Apple-Hasser-Buch". Zu viel Tiefgang sollte man davon nicht erwarten. Trotzdem finden sich auf den knapp 170 Seiten ein paar Wahrheiten.

Apple-Schmähung: Hass auf 170 Seiten Fotos
riva Verlag

Steve Arbeits und Tim Koch haben angeblich das "Apple-Hasser-Buch" geschrieben, das im Münchner Riva-Verlag erschienen ist. Natürlich gibt es die beiden nicht, die Namen sind Pseudonyme, eine Anspielung auf den Ex-Firmenchef Steve Jobs und den aktuellen Apple-Boss Tim Cook. Wer das ansatzweise komisch findet, kann mit den knapp 170 Buchseiten auch eine lustige Stunde verbringen.

Das "Apple-Hasser-Buch" versammelt die gängigen Klischees über die erfolgreiche Marke, deren Kunden für das edle Aussehen der Geräte tiefer in die Tasche greifen müssen als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten - und die sich wegen kultischer Verehrung des Konzerns oft belächeln lassen müssen. "Schwachsinn, den Apple-Nutzer sagen", sind anderthalb Seiten mit angeblichen Zitaten überschrieben.

Dazu kommen Infografiken, irre Dialoge mit Apples Computerassistent Siri und verzweifelte E-Mails an den Konzernchef (ein paar Beispiele finden Sie in unserer Fotostrecke). Selten ist ein Eintrag im Buch länger als zwei Seiten.

Ansprechen soll die zehn Euro teure Schmähschrift sowohl Apple-Nutzer, die über sich selbst zumindest lächeln können, als auch Leser, denen der Hype um iPhones, iPads und Macs schon immer suspekt war. Allerdings sollte man von Steve Arbeits und Tim Koch keine tiefschürfende Technologie- oder Konsumkritik erwarten.

Der Riva-Verlag hat ein buntes Programm, in dem Trash-Bücher wie "SMS, die man besser nicht geschickt hätte" erscheinen, aber auch die deutsche Übersetzung der ausführlichen Biografie des legendären Hackers Kevin Mitnick, "Das Phantom im Netz". Man darf raten, in welche Kategorie "Das Apple-Hasser-Buch" zählt.

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insgesamt 107 Beiträge
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1. Wo ist die Logik?
knowit 19.05.2013
Zitat: "deren Kunden für das edle Aussehen der Geräte tiefer in die Tasche greifen müssen als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten". Genau wie bei Produkten beispielsweise der Marke Audi (ebenfalls Design-orientiert), nur daß über diese triviale Tatsache nie ein Wort geschrieben würde. Kein vernünftiger Mensch würde bei solchen Produkten Renault-Preise erwarten. BTW: Warum werden Audi oder BMW-Fans eigentlich nicht als Jünger bezeichnet?
2. @knowit
Lexx 19.05.2013
grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, aber man bezeichnet Audi und BMW Fans nicht als jünger, weil sie sich erstens nicht jedes Jahr einen Audi/BMW kaufen und zweitens nicht die gesamte Produktpalette zuhause stehen haben. Zudem rastet ein BMW/Audi fan nicht aus wenn man was gegen BMW/Audi sagt. Aber ich muss sagen, dass obwohl da viele Deppen rumlaufen, die BMW nur wegen der Optik kaufen, BMW nicht nur auf die Optik setzt.
3. Und wie immer...
morph2k8 19.05.2013
... ist auch hier der Neid die höchste Form der Anerkennung. Für Qualität muss man halt bezahlen. That's it!
4. Als langjaehriger und leidenschaftlicher Apple-Hasser
An-On 19.05.2013
kann ich zu den abgedrucken Auszuegen nur sagen: Was fuer ein Dreck! Nur die alleroberflaechlichsten Klischees nachgeplappert, und nicht mal das Flowchart ist ein Flowchart. Riva-Verlag - die Leute, die sich auch fuer Bettina Wulffs Selbst-Troestungs-Buechlein nicht zu schade waren...
5. "Vorsprung durch Technik"
thorsten_kampe 19.05.2013
Zitat von knowitZitat: "deren Kunden für das edle Aussehen der Geräte tiefer in die Tasche greifen müssen als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten". Genau wie bei Produkten beispielsweise der Marke Audi (ebenfalls Design-orientiert), nur daß über diese triviale Tatsache nie ein Wort geschrieben würde. Kein vernünftiger Mensch würde bei solchen Produkten Renault-Preise erwarten. BTW: Warum werden Audi oder BMW-Fans eigentlich nicht als Jünger bezeichnet?
Bei Audi und BMW zahlt man für Technik und nicht für Design. Bei Apple zahlt man für altbackenes Software-Design (OS X und iPod) und gute Hardware (Laptops, Maus). Apple würde sich gern als Audi der Computer-Welt sehen. Passender wäre eher Rolls-Royce.
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