Das fällige Fazit Die Lehren aus Kramnik gegen Deep Fritz
"Mensch und Maschine gleichauf" tickerte es über manche Agenturen, nachdem das Turnier von Bahrain im Remis endete. André Schulz vom Fritz-Entwicklerteam sieht das anders. Er kennt die Fähigkeiten der "künstlichen Intelligenz" - und ihre Grenzen.
Siegloser, ungeschlagener Weltmeister: Patt zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz?
Die Schlacht zwischen den Denksystemen ist geschlagen. Ein schnelles Remis in der letzten Partie manifestierte den Status quo und sorgte für das Unentschieden im Wettkampf zwischen dem Weltmeister im Schach, Wladimir Kramnik, und seinem künstlichen Herausforderer Deep Fritz. Das Endergebnis kann man getrost auch als gegenseitige Anerkennung werten.
"Brains in Bahrain" sah das Aufeinandertreffen des amtierenden Schachweltmeisters und des derzeit wohl leistungsfähigsten Schachprogrammes. Insofern war es ein Schachturnier - aber kein "normales". Bedenkenswert sind dabei eine ganze Anzahl von Aspekten, und Internet-Publikum, Schachfans und IT-Experten sahen das Turnier aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.
- Schaukampf: "Mensch gegen Maschine" als sportliches Event
- Denkweisen: Wie spielen Maschinen Schach?
- Schachcomputer: Die Rache des Mittelmaßes?
- Künstliche, menschliche Intelligenz und Schach: Ein Missverständnis
Ein Feature von André Schulz, Chessbase
