2.800.000.000.000.000.000.000 Byte: Das digitale Universum schwillt an

Experten schätzen das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf unvorstellbare 2,8 Zettabyte. Verantwortlich für die Datenflut sind die vielen vernetzten Geräte und der Boom in den Schwellenländern. Manchem bereitet dieses Wachstum Sorgen.

Datenkabel (Symbolbild): Rasantes Wachstum der Datenberge Zur Großansicht
AP

Datenkabel (Symbolbild): Rasantes Wachstum der Datenberge

Berlin - Je digitaler unser Leben wird, desto größer werden die Datenberge. Der Speicherspezialist EMC schätzt das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf 2,8 Zettabyte. Ein Zettabyte, hinter der 1 stehen also 21 Nullen. Die Experten prognostizieren, dass es bis 2020 sogar 40 Zettabyte sein werden. Diese Zahl entspreche der 57-fachen Anzahl der Sandkörner auf allen Stränden der Erde, rechnete EMC aus.

Das rasante Wachstum der Datenberge wird mehr und mehr von Maschinen angetrieben. Vernetzte Geräte wie Smartphones, Stromzähler, Überwachungskameras oder Autos mit Navigationssystemen erzeugen ständig Daten, deren Anteil bis 2020 auf mehr als 40 Prozent steigen wird, wie der Speicherspezialist EMC am Dienstag mitteilte. 2005 waren es erst elf Prozent. "Das Internet der Dinge erzeugt immer mehr Daten", sagte die Deutschland-Chefin von EMC, Sabine Bendiek.

Datenschützer Peter Schaar zeigt sich besorgt

Ein Grund für die gewaltige Zunahme der Datenmengen ist auch die wachsende Internetnutzung in bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien. Ihr Anteil soll 2020 bereits 62 Prozent erreichen und damit die Datenproduktion in Europa und den USA in den Schatten stellen. Heute sind es 36 Prozent, darunter China mit einem Anteil von 13 Prozent und Indien mit vier Prozent. Auf die USA entfallen in diesem Jahr 32 Prozent der globalen Datenproduktion, auf Westeuropa 19 Prozent.

Besorgt äußerte sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar über die rasante Zunahme bei Daten, die automatisch von Maschinen erzeugt werden. "Wir haben unsichtbare Datensammler in unseren Smartphones, Kraftfahrzeugen und anderen Geräten, die laufend Daten generieren", sagt Schaar, "das macht mir natürlich große Sorgen."

Die Konsequenz müsse "ein Instrumentenmix aus gesetzlichen Regelungen, die der technischen Entwicklung angepasst werden müssen, und aus technologischen Lösungen" sein. Die Hersteller von Smartphones müssten zum Beispiel dafür sorgen, dass persönliche Daten eingekapselt würden, damit sie nicht von beliebigen Apps ausgelesen werden könnten.

juh/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 48 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. falsche Überschrift
nesneb 11.12.2012
Wenn dann muss es heißen 2.800.000.000.000.000.000.000 Byte Daten
2.
Eisenstemmer 11.12.2012
Die von mir verursachten Bytes wird man demnaechst von dieser Kolossalzahl abziehen muesen: ich bin jetzt 63 und habe mir unlaengst das Note 2 von Samsung gekauft. Es war die letzte Anschaffung dieser Art. Ab sofort wird zurueckgebaut. Ich rieche sie schon, eine verlorengegangene Art von Freiheit. Wahrscheinlich hole ich mein antikes Ericsson GH 197 aus dem Schrank im Keller. Nur telefonieren und sonst nix. Wie schoen.
3. Eine Date viele Daten
timbo79 11.12.2012
Zitat von sysop2.800.000.000.000.000.000.000 Daten: Das digitale Universum schwillt an [...] Experten schätzen das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf unvorstellbare 2,8 Zettabyte.
Sollte es dann nicht konsequenterweise auch 2,8 Zettadaten heißen? Wieviel ist eigentlich eine Date? Müsste doch dann 1 Byte sein, so dass ein Bit folglich einer achtel Date entspräche. Oder entsprcht ein Zettabyte einer Zebidate, dann wäre eine Date ja 10^21/2^70 = 0.847 Byte, und 1 Bit wäre nur etwas mehr als eine zehntel Date?! OmG... ;-)
4. Find' ich gut
querulant_99 11.12.2012
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgend jemand ausgerechnet meine persönlichen Daten aus dem gigantischen Datenstrom herausfischt und missbräuchlich verwendet, geht gegen NULL.
5. Diesen Artikel
gegen_den_strom 11.12.2012
Zitat von sysopExperten schätzen das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf unvorstellbare 2,8 Zettabyte. Verantwortlich für die Datenflut sind die vielen vernetzten Geräte und der Boom in den Schwellenländern. Manchem bereitet dieses Wachstum Sorgen. Das "Internet der Dinge" erzeugt 2,8 Zettabyte Daten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/das-internet-der-dinge-erzeugt-2-8-zettabyte-daten-a-872280.html)
am besten erst einmal durch Anklicken weiterverbreiten! Oder wozu dient das "Auf anderen Social Networks teilen"? Überhaupt - was für ein Euphemismus: Soziales Netzwerk! Nichts an dieser kommerziellen Datensammelwut ist "sozial" und der arme Tropf, der sich dort hineinbegibt, hat sicher ein Riesenproblem und alles andere, aber kein Netzwerk...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Web
RSS
alles zum Thema Internet
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 48 Kommentare


Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.A.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.