Folgen Sie uns auf Twitter? Dann entdecken Sie sich vielleicht auf der folgenden Karte. Denn aus purer Neugier haben wir uns gefragt: Wo wohnen eigentlich unsere Follower? Und wie viele von ihnen sprechen Urdu?
SPIEGEL ONLINE versorgt Sie seit langem über diverse Twitter-Accounts mit Top- und Eilmeldungen und allen Nachrichten aus den einzelnen Ressorts (einen Überblick finden Sie hier...). Seit August 2011 kommen Sie sogar noch etwas näher an den Puls der Redaktion: Über den Account @SPIEGELONLINE halten Sie unsere Social-Media-Redakteurinnen Maike Haselmann und Vera Kämper, die Chefs vom Dienst und die Redaktion auf dem Laufenden und twittern auch das eine oder andere Netzfundstück.
Doch wer folgt @SPIEGELONLINE eigentlich? Ähnliches fragten sich schon die Kollegen vom gedruckten SPIEGEL, deren Followerschaft wir im SPIEGELblog unter die Lupe genommen haben. Hier nun die Auswertung für @SPIEGELONLINE und Hintergrundinfos zu unserem Vorgehen:
Im Moment folgen uns über 88.000 Personen. Für jede einzelne haben wir den im Twitter-Profil angegebenen Ort und die Sprache gesammelt. Möglich ist dies über eine Schnittstelle, die Twitter zur Verfügung stellt. Die Abfrage haben wir in der Programmiersprache Python mit Hilfe der Bibliothek Tweepy erstellt. Da Twitter die Zahl der Anfragen auf 180 Stück pro 15 Minuten beschränkt, dauerte das Sammeln der Daten mehrere Tage.
Danach ließen sich die Informationen problemlos in Excel einlesen. Mittels einer Pivot-Tabelle konnten wir dann ermitteln, welche Sprachen in den Profilen eingetragen sind: 61.014 unserer Follower haben Deutsch als Sprache angegeben (73%), 17.336 Englisch (20,7%), 1591 Spanisch (1,9%). Am anderen Ende finden sich Baskisch, Malaiisch und Urdu mit jeweils nur einem einzigen Follower.
Doch eigentlich ging es uns ja um die Frage, wo unsere Follower beheimatet sind. Um die Orte auf einer Karte darstellen zu können, benötigen wir jeweils den Längen- und Breitengrad. Recht einfach lassen sich diese Werte mit Fusion Tables in Erfahrung bringen, einem experimentellen Google-Dienst, der auf den Umgang mit großen Datentabellen spezialisiert ist. Hier lassen sich den Ortsangaben auf Knopfdruck Koordinaten zuweisen. Der Weg zur Karte ist dann nicht mehr weit:
Jeder Punkt steht für einen unserer Follower, sofern er oder sie im Profil einen Ort angegeben hat und dieser von Google auf der Karte verortet werden konnte. Klickt man auf einen der Punkte, so erscheint ein Fenster mit einem Link zum jeweiligen Twitter-Account. Gleiche Ortsangaben legt Google leider direkt übereinander, so dass von den über 1500 Followern, die als Heimatort ein schlichtes "Hamburg" eingetragen haben, hier nur einer angezeigt wird. Und noch eine wichtige Einschränkung: Von den bald 90.000 Followern haben nur knapp die Hälfte Orte eingetragen. Anders als bei den Sprachen sind die Angaben hier freiwillig; in den allermeisten Fällen erschienen sie uns jedoch zumindest nachvollziehbar und real.
Soweit möglich haben wir den verfügbaren Ortsangaben die jeweiligen Länder zugeordnet (wieder mittels einer Schnittstelle), um einen besseren Überblick zur Herkunft unserer Leser zu gewinnen. Insgesamt sind mehr als 180 Länder vertreten.
Und, haben Sie sich in den Daten wiedergefunden? Achso, Sie sehen @SPIEGELONLINE noch gar nicht in Ihrer Timeline? Wenn Sie uns dann bitte folgen mögen...
Mitarbeit: Friedrich Lindenberg
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