Datenraub Hacker legt Kundenadressen von US-Großbank offen

Bedenkliches Sicherheitsleck: Ein unbekannter ist in das Datensystem des Online-Händlers Epsilon eingedrungen und hat E-Mail-Adressen und Hausanschriften mehrerer Partnerunternehmen erbeutet. Unter den Opfern befindet sich die US-Großbank JPMorgan.

JPMorgan-Zentrale: Informationen von Kunden gehackt
REUTERS

JPMorgan-Zentrale: Informationen von Kunden gehackt


Im Bankensektor ist Diskretion ein hohes Gut - da kann es geschäftsschädigend sein, wenn Hacker plötzlich die E-Mail-Adressen der eigenen Kunden erbeuten. In den USA ist jetzt genau das passiert. Ein Hacker habe sich Informationen von Kunden der Großbank JPMorgan Chase und der Supermarktkette Kroger verschafft, berichtet der Fachdienst "Security Week". Auch das Techunternehmen TiVo wies seine Kunden auf den Hack hin.

Der Unbekannte sei in das Datensystem des Online-Händlers Epsilon eingedrungen und habe deren Kundenkarteien durchforstet, teilte die Großbank mit. Der Hacker habe sich Zugriff auf E-Mail-Adressen und Hausanschriften verschafft, jedoch nicht auf persönliche oder finanzielle Informationen. Das Unternehmen hatte den Hack am 30. März bemerkt.

Epsilon ist eine Tochter der Firma Alliance Data Systems. Sie verschickt jährlich mehr als 40 Milliarden Werbeangebote per E-Mail. Dabei greift sie auf die Informationen von Kunden zurück, die sich auf den Internetseiten der Firmen angemeldet oder beim Einkaufen ihre Adresse hinterlassen haben.

Mit Epsilon arbeiten unter anderem der Telekommunikationsriese Verizon, und die Investmentfirma Blackstone zusammen. Ob E-Mail-Adressen von deren Kunden ebenfalls gestohlen wurden, ist noch unklar.

ssu

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Niamey 03.04.2011
1. Datenraub
Zitat von sysopBedenkliches Sicherheitsleck: Ein unbekannter ist in das Datensystem des Online-Händlers Epsilon eingedrungen und hat E-Mail-Adressen und Hausanschriften mehrerer Partnerunternehmen erbeutet. Unter den Opfern befindet sich die*US-Großbank JPMorgan. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,754781,00.html
Na, alles gaaanz sicher natürlich! Nur durch einen Zufall und das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.... blah, blah, blah! Gut, dass es immer wieder Leute gibt die solche Aktionen durchführen und diese "legale" Mafia bloßstellen. Steter Tropfen höhlt den Stein! Vielleicht werde die Leute ja vorsichtiger mit ihren Daten umgehen oder es kommt dazu, dass keine Daten mehr gehandelt werden dürfen etc.
keinzeitungsleser 03.04.2011
2. ...
Zitat von sysopBedenkliches Sicherheitsleck: Ein unbekannter ist in das Datensystem des Online-Händlers Epsilon eingedrungen und hat E-Mail-Adressen und Hausanschriften mehrerer Partnerunternehmen erbeutet. Unter den Opfern befindet sich die*US-Großbank JPMorgan. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,754781,00.html
Wahrscheinlich haben sie nicht die übliche Gebühr an den Hacker gezahlt, das ist dann natürlich doppelte Schuld selber.
cor 04.04.2011
3. Bitte was?
Zitat von keinzeitungsleserWahrscheinlich haben sie nicht die übliche Gebühr an den Hacker gezahlt, das ist dann natürlich doppelte Schuld selber.
Ich hoffe doch das war nur ein Witz. Oder sind Sie Hobby-Verschwörungstheoretiker?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.