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Datensicherheit BSI warnt vor neuer Sicherheitslücke unter Windows

USB-Stick: Nun warnt auch das BSI vor ansteckenden DatenträgernZur Großansicht
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USB-Stick: Nun warnt auch das BSI vor ansteckenden Datenträgern

Die Entdeckung eines Spionage-Trojaners machte eine bis dahin unbekannte Sicherheitslücke unter Windows bekannt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mahnt nun Firmen und Privatanwender, diese schnell zu schließen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einer neuen Schwachstelle im Computer-Betriebssystem Windows von Microsoft gewarnt. Betroffen seien alle aktuellen Windows-Versionen, teilte das BSI am Donnerstag in Berlin mit. Die Schwachstelle sei bislang für gezielte Angriffe im Umfeld von Unternehmen ausgenutzt worden. Ziel sei das Ausspähen von Unternehmensdaten gewesen. Das BSI rät aber auch Privatnutzern, die von Microsoft empfohlenen Schritte zu befolgen, um das Sicherheitsleck zu schließen. SPIEGEL ONLINE berichtete über die Sicherheitslücke bereits am Montag.

Betroffen von der Schwachstelle seien Windows 7, Windows Vista, Windows XP sowie Windows Server 2003 und 2008, teilte das BSI mit. Zur Beseitigung des Problems biete Microsoft auf seiner Internetseite ein provisorisches Programm an. Dieses nehme die nötigen Änderungen automatisch vor. Es werde aber auch an einer Software-Ergänzung - einem sogenannten Patch (zu Deutsch: Flicken) - gearbeitet, der das Problem grundsätzlich lösen soll.

Bislang sei die Schwachstelle über mobile Datenträger wie USB-Speichersticks für Angriffe genutzt worden, teilte das BSI mit. Es sei jedoch zu erwarten, dass das Leck nun auch via Internet oder E-Mail ausgenutzt werde. Schad-Software könne daneben in Dokumente der Microsoft-Büro-Software Office eingebettet sein.

Die Schad-Software bestehe aus zwei Programmen, teilte das BSI mit. Eine Komponente sei die Späh-Software selbst, ein sogenannter Wurm. Beim anderen Teil handle es sich um ein Programm, dass die Schad-Software verstecke. Nach einer Infektion versuche das Schadprogramm bestimmte Unternehmens-Software von Siemens herunterzuladen. Auf diesem Wege sollen dann Datenbanken ausgespäht werden.

Erst im Januar hatte das BSI vor einer Sicherheitslücke in verschiedenen Versionen des Surfprogramms Internet Explorer von Microsoft gewarnt und von einer Benutzung abgeraten.

jmö/afp

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