Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Der Netflix-Deal: Eine Milliarde Dollar für Web-Stream-Filme

Von

Ein spektakulärer Deal zwischen Filmfirmen und dem Web-Filmverleih Netflix stellt die bisherige Verwertungskette von Kinofilmen in Frage - und den Stellenwert von herkömmlichen Filmvertrieben, DVD, Blu-ray und Fernsehen. Eine weitere digitale Revolution, die Europa vorerst nicht erreichen wird.

Iron Man 2: Demnächst legal als Stream im Web (außer in Deutschland) Zur Großansicht
AP

Iron Man 2: Demnächst legal als Stream im Web (außer in Deutschland)

Der Online-Filmverleih Netflix hat mit den Filmproduktionsfirmen Paramount, Lionsgate und MGM vereinbart, deren aktuelle Kinofilme als Stream über das Web zu zeigen. Die für fünf Jahre geltende Sendelizenz fürs Internet war Netflix eine satte Milliarde Dollar wert. Insgesamt, ältere Lizenzen mit anderen Studios eingerechnet, gibt Netflix allein in diesem Jahr rund 318 Millionen Dollar für solche Streamingrechte aus.

So weit, so spektakulär, aber auch so weit weg: Europäische Filmfans betrifft das nicht, weil die Lizenz natürlich nur für den US-Markt gilt. Relevant ist es trotzdem, weil der Vorgang eindrucksvoll illustriert, wie weit die Schere in der Medienentwicklung inzwischen auseinanderklafft zwischen Europa und dem Rest der Welt. In den USA markiert der Deal womöglich eine grundlegende Wende: Er mischt die Karten neu, verändert die klassische Verwertungskette des Produktes Film.

Traditionelle Verwertungskette: Ein Zeitfenster für jedes Medium

Die sah bisher so aus: Auf die Auswertung im Kino folgte eine als Verleih- und später Verkaufs-DVD, worauf die Fernsehauswertung folgte. Die zeitlichen Abstände waren lange Zeit wie in Stein gemeißelt. Sechs Monate hatte ein Film noch bis vor kurzem Zeit, im Kino zu punkten, dann erst folgte die DVD. Frühestens zwölf Monate danach sah man einen Film im Pay TV und in der Regel erst mehr als 30 Monate nach der Kino-Veröffentlichung wanderte der Film ins Free TV. Erreichte er dort den Status eines "Nicht schon wieder!"-Fixpunktes im abendlichen Wiederholungsprogramm, wanderte er in den letzten Jahren mitunter noch in die Lizenz-Ramsch- und Resteverwertung - als Billigst-DVD nach dem Motto "Eine Scheibe, zwei/drei/vier Filme", als kostenloser Stream oder als DVD-Beilage zu Zeitschriften beispielsweise.

In den letzten Jahren sorgte aber auch der Druck durch "lizenzfrei" agierende Streaming-Portale im Web, durch P2P-Börsen und raubkopierte DVDs dafür, dass diese Zeitfenster immer häufiger verkürzt wurden. Aus gleichem Grund zeigten sich die Entertainment-Firmen zunehmend bereit, dem Strom illegaler Angebote immer öfter preiswerte bis kostenlose attraktive Angebote entgegen zu setzen. So peppte beispielsweise der Streaming-Dienst Maxdome (ProSiebenSat.1) sein Angebot werbewirksam auf, indem er anlässlich der Veröffentlichung des Batman-Films "The Dark Knight" parallel dessen Vorgänger-Blockbuster "Batman begins" kostenfrei anbot. Da wird die Ware selbst zur Werbung.

Europäische Kleinstaaterei

In den USA ist diese Entwicklung erheblich weiter gediehen als hierzulande. Während legale Kostenlos-Streaming-Angebote wie MSN Movies derzeit knapp 70 Filme im Angebot haben, von denen man die meisten freundlich als gut abgehangene Klassiker der B-Movie-Kategorie bezeichnen könnte, bieten US-Dienste wie Hulu tausende von attraktiven, neuen Filmen. In der EU verhindert das die berüchtigte Kleinstaaterei: Lizenzen gelten jeweils nur für ein Land, die rechtliche Situation divergiert oft erheblich, zahlreiche verschiedene Instanzen von Vertrieben über Sender, von Verlagen bis zu Verwertungsgesellschaften wollen mitverdienen - internationalen Playern ist das meist zu teuer und zu aufwendig. Hulu, das größte legale werbefinanzierte Streaming-Portal der Welt, gab seine Expansionspläne nach Europa aus diesem Grund kürzlich auf.

So wird zwar in Europa eine Menge über die Veränderung der Medienwelt geschrieben, angekommen ist die hier aber noch gar nicht: Wir hinken der internationalen Entwicklung um Jahre hinterher. Das schützt zum einen alte Pfründe, frustriert aber zunehmend die potentiellen Kunden, denen schlicht nichts geboten wird, was sie nicht schon seit 30 Jahren kennen - Kino, Konserve und Flimmerkiste. Wer teilhaben will an der schönen neuen Medienwelt, dem bleiben meist nur halbseidene Angebote mit bestenfalls unklarer legaler Situation - oder oft überteuerte Nischenangebote der Sender oder von Online-Videotheken.

In den USA schreitet die Entwicklung derweil munter voran. Internet-Streaming-Dienste mit zunehmend attraktivem Angebot machen plausibel, warum die Unterhaltungselektronik-Industrie derzeit weltweit Internetfähige Fernseher auf den Markt wirft. Die Streamer entwickeln sich zur neuen Konkurrenz der klassischen Kabel-TV-Betreiber und Pay-TV-Anbieter.

Ein Deal mit Nebenwirkungen

Netflix, der unangefochtene Marktführer in den USA, bietet seinen Voll-Abonnenten beispielsweise Zugang zur gesamten Filmdatenbank, die schon bisher rund 20.000 Titel umfasste. Ab 9,90 Dollar im Monat können dort ohne weitere Kosten on demand so viele Filme gesaugt werden, wie man will. Ein wachsendes Problem für Pay-TV-Dienste wie HBO (Time Warner), aber bei den Kunden ein Knaller: Netflix hat seine Abonnentenzahl wohl vor allem wegen der Stream-Services innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Zeitgleich ging zwar das ursprüngliche Kerngeschäft des DVD-Verleihs zurück, doch der Börsenwert des Unternehmens vervierfachte sich: Damit scheint klar, dass nicht nur die Kunden Streams statt DVDs wollen, sondern auch der Markt sehr wohl weiß, wohin die Reise mittelfristig geht.

Mit dem Netflix-Stream-Deal kommt nun ein neuer Faktor ins Spiel, der direkt in die Verwertungskette eingreift. Nicht nur, weil Netflix mit dem Deal Streaming-Rechte an 46 Prozent aller Kinofilme erwirbt, die im letzten Jahr in den USA gezeigt wurden. Interessant sind vielmehr die mit dem Vertrag verbundenen Bedingungen.

Denn der Streaming-Dienstleister Netflix hat sich zum einen mit dem Vertrag einen eigenen Rang in der Verwertungskette erhandelt, zum anderen dabei geholfen, auch seinen Verhandlungspartner als neuen Player in der Verwertungskette zu etablieren. Denn die Streaming-Rechte hat Netflix nicht etwa direkt von den Filmstudios erworben, sondern von Epix, einem Joint Venture dieser Studios.

Auf dem Weg zum Produzenten-Direktvertrieb

Epix ist so etwas wie ein digitaler Direktvertrieb für Pay-TV- und Streaming-Lizenzen. Experten hatten auf diesen Schritt seit langem gewartet: Es ist eine Form der Direktvermarktung, die die etablierten Hierarchien von Vertrieb und Logistik komplett aushebelt. Jetzt also handeln Filmproduzenten direkt mit einem Verwerter.

Doch das ist nicht das einzig Bemerkenswerte. Der Deal reiht die Verwertung von Web-Streams direkt hinter die Pay-TV-Rechte ein. Deren Zeitfenster zur Verwertung der Lizenzen verkürzt sich aber auf schlappe 90 Tage - üblich war bisher mindestens ein halbes Jahr. Doch nicht nur Pay TV verliert durch den Deal an Wichtigkeit, entwertet wird vor allem die Verwertungsschiene der Kabelnetzbetreiber und des Free TV. Die kommen nun erst zum Zuge, wenn der Streaming-Anbieter fertig ist mit seinem lizenzierten Produkt - und über das darf er nun beispiellos lange 16 bis 17 Monate verfügen.

Noch einmal im Klartext: Das mit Abstand größte Zeitfenster zur Verwertung des Produktes Film wird dem Streaming-Service zugesprochen.

Klassisches Fernsehen verliert damit noch mehr an Attraktivität und Wichtigkeit: Es ist das Medium für die Resteverwertung, wo man Filme frühestens 37 Monate nach Kinostart zu sehen bekommt. Wohl gemerkt: Das alles gilt bisher nur als Deal zwischen einem Marktführer und drei großen Studios, aber es dürfte den Trend setzen.

Die sukzessive Aufwertung des legalen, kommerziellen Streams ist die einzig adäquate Antwort sowohl auf die technische Entwicklung, die mittelfristig Trägermedien wie DVD oder Blu-ray überflüssig macht, als auch auf den Druck der nicht lizenzierten Streams, der P2P-Börsen und Filehoster. Denn TV verliert auch deshalb an Wichtigkeit in der Verwertungskette, weil die Sender für ihre Sendelizenzen immer weniger zu zahlen bereit sind.

Kein Wunder: Mit Film lässt sich immer weniger Quote machen. Und auch das liegt am Web - wer sich für Film interessiert, sieht seine "Flix" heute in der Regel zweieinhalb Jahre, bevor sie im Fernsehen zu sehen sind. Und das gilt - Lizenzen hin oder her - natürlich längst auch in Deutschland. Nur, dass hier die attraktiven, legalen, preiswerten Möglichkeiten bisher nicht zu sehen sind. Die mauernde Branche schießt sich damit selbst ins Knie: Ihr Wert sinkt, ohne dass sie neue Werte entstehen lässt. Zumindest ProSiebenSat.1 und RTL scheint das inzwischen klar geworden zu sein: Sie kündigten in der letzten Woche eine Art Hulu-Pendant an. Dass Streaming-Dienste in der Verwertungskette mittelfristig vor ihnen stehen werden, wird auch das aber kaum verhindern.

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 23 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Spiegel 0 points
Vision6, 12.08.2010
Ich frage mich langsam wirklich, ob der Spiegel - einst eine verlässliche Quelle von Informationen sowie der daraus zu ziehenden Schlüsse - kein Interesse an sorgfältig recherchiertem Journalismus mehr hat. Dieser luschige Artikel ist nur ein Beispiel von vielen, daß dem nicht mehr so zu sein scheint. Wenn die Streamer nach 6 Monaten für 16 Monate zuschlagen und die TVs erst nach 37 Monaten Filme zeigen dürfen, dann ergiebt sich eine Lücke von ca. 15 Monaten in der ich meine Lieblingsfilme nicht sehen kann. Also greife ich zur DVD... Ach nein, nach Ansicht dieses spinnerten Autoren gibts die ja nicht mehr. usw. Mir grauts.
2. interessant!
montaxx 12.08.2010
bei allem neuen und interessanten in diesem artikel: überflüssig werden speichermedien wie dvd und ihre nachfolger wohl nicht,da die lizenzzeiten für netflix ja auch nur von begrenzter dauer sind.was ist danach? dann könnte man - ohne dvd - einen film,der bei netflix abgelaufen ist,ja nicht mehr bekommen.ich denke,dieses zusatzgeschäft werden sich die produzenten auch in zukunft nicht entgehen lassen,auch wenn die silberlinge nicht mehr so viel einspielen werden wie heute.
3. -
Mulharste, 12.08.2010
Zitat von sysopEin spektakulärer Deal zwischen Filmfirmen und dem Web-Filmverleih Netflix stellt die bisherige Verwertungskette von Kinofilmen in Frage - und den Stellenwert von herkömmlichen Filmvertrieben, DVD, Blu-ray und Fernsehen. Eine weitere digitale Revolution, die Europa vorerst nicht erreichen wird. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,711315,00.html
Mal abgeshene von ein paar zweifelhaften Rechungen der Verwertungszeiträume (irgendwie fehlen da ein paar Monde) komt endlich die Rechteindustire im Jahre 2010 an... Sehr schön!
4. Etwas übertrieben...
newsknight 12.08.2010
Der Artikel enthält leider wesentlich mehr Interpretation als Information. So spielen Spielfilme im US-Free-TV ohnehin kaum eine Rolle. Tagsüber sind CBS, ABC, NBC & Co. lokale Info-Sender, die erst abends ein gemeinsames Programm ausstrahlen, welches in erster Linie durch (eigenproduzierte) Serien und Shows, dann zum späteren Abend durch Late Night-Shows bestritten wird. Pay TV ist in den USA nicht einfach nur eine Abspielstation für eingekaufte Ware. HBO und Showtime bestreiten einen großen Teil ihres Programms durch eigenproduzierte Serien und Filme. Hulu ist in erster Linie ein TV-Serienportal. Es gibt dort zwar auch einige Filme, im Unterschied zu den brandneuen Serienepisoden sind die aber auch meist älteren Datums. Online-Streaming wird qualitativ wahrscheinlich nie an das Niveau einer Blu-ray Disc heranreichen, weil das Bandbreite kosten würde, die der Streaming-Anbieter aber natürlich möglichst gering halten will. Selbst Apple, die mit hohem Aufwand und in guter Qualität ihre Downloads encoden lassen, bieten diese nur in 720p und nicht 1080p wie auf der Blu-ray Disc an. Auch wenn die US-Studios derzeit darauf setzen, durch solche Online-Deals zusätzliches Geld verdienen zu können, so finde ich es falsch, immer das Ende physischer Datenträger an die Wand zu malen (selbst die CD ist immer noch nicht ausgestorben). Auch wenn die Einnahmen aus diesem Geschäft zurück gehen: Es bleibt weiterhin ein Geschäft. Physische Datenträger sind ein Frequenzbringer für den Handel, der DVDs mit Schnäppchenpreisen bewirbt und sich auch im Supermarkt wunderbar verkaufen lässt. In den USA erfolgt z.B. ein Großteil des Umsatzes von Film-Neuveröffentlichungen über Wal-Mart. Man sollte auch den Sammlertrieb nicht unterschätzen. Die Studios verdienen mit Sondereditionen ihrer Filme mit besonderer Verpackung und sonstigen Goodies richtig gutes Geld.
5. m)
Staterkid 12.08.2010
Zitat von Vision6Ich frage mich langsam wirklich, ob der Spiegel - einst eine verlässliche Quelle von Informationen sowie der daraus zu ziehenden Schlüsse - kein Interesse an sorgfältig recherchiertem Journalismus mehr hat. Dieser luschige Artikel ist nur ein Beispiel von vielen, daß dem nicht mehr so zu sein scheint. Wenn die Streamer nach 6 Monaten für 16 Monate zuschlagen und die TVs erst nach 37 Monaten Filme zeigen dürfen, dann ergiebt sich eine Lücke von ca. 15 Monaten in der ich meine Lieblingsfilme nicht sehen kann. Also greife ich zur DVD... Ach nein, nach Ansicht dieses spinnerten Autoren gibts die ja nicht mehr. usw. Mir grauts.
Wie man mit "Vision" im Nutzernamen so wenig Vision haben kann ist schon erstaunlich. Wenn sich der HD-Standard auch hierzulande endlich mal etabliert hat wird sich kein Mensch mehr die matschige DVD-Qualität anschauen wollen. Manche sind schon heute soweit, Andere erst in 3 Jahren. Ganz allgemein wird es optische Datenträger auf kurz oder lang nicht mehr geben. Ich bezweifele sogar stark, dass sich Blueray flächendeckend durchsetzten wird.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Begriffserklärung Stream, IPTV und Co.
Streaming
Mit Streaming bezeichnet man die Übertragung von Audio- und/oder Videodaten über das Internet zur Darstellung in einem Browser oder Medienplayer, ohne dass dabei eine permanente Kopie der Datei übertragen und gespeichert wird. Alle Streams haben gemein, dass man mit dem Konsum der Daten bereits beginnen kann, während die Daten noch übertragen werden. Meist entspricht das dem Abruf einer Datei on demand ("sukzessiver Download"). Erheblich aufwendiger und teurer ist das Streaming im Multicast-Verfahren, bei dem ein Server zeitparallel Bilder an viele Empfänger ausliefert - eine Art "Rundfunk" via Internet, der meist zur Übertragung von Live-Ereignissen eingesetzt wird.
Internet Protocol Television (IPTV)

IPTV bezeichnet die Videoübertragung über das Internet, meist im Sinne der Übertragung regulärer Programme. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Das Senden findet in einem geschlossenen Netzwerk statt. Hier gehört dem Provider die Infrastruktur und er ist auch für Endgeräte wie etwa Settop-Boxen zuständig. Da der komplette Signalweg in seiner Hand liegt, kann er die Übertragung für sich kostengünstiger gestalten und auch optimieren. Über IP-Multicast werden mehrere Empfänger gleichtzeitig mit einem Video-Stream versorgt und bei der QoS-Technik (Quality of Service) haben die Video-Datenpakete eine höhere Priorität gegenüber normalen Datenpaketen. Im Idealfall sind die Inhalte in hoher Qualität und ohne Unterbrechungen zu genießen. Einige Anbieter senden auch in HD-Qualität, eine schnelle Internetleitung vorausgesetzt.

In einem halbgeschlossenen Netzwerk hat der IPTV-Provider die Leitung für die Übertragung nur angemietet.
Web-TV
Hier benötigt der Nutzer nur eine Abspiel-Software für seinen Computer und schaut dann etwa über einen Flash-Player Videoinhalte. Die Daten liegen hier auf einem Server oder gelangen über die Bandbreitennutzung verschiedener Computer (P2P-Technik) zum Nutzer. Bei dem Verfahren wird jedes Video einzeln zu jedem Nutzer übertragen. Meist kommt hier ein Video-Streaming-Verfahren zum Einsatz, bei dem das Video nur temporär auf der Festplatte landet. Es gibt auch noch den sogenannten Progressive Download, bei dem das Video komplett auf der Festplatte gespeichert wird, die Wiedergabe aber schon während des Downloads startet. Im Gegensatz zum IPTV in einem geschlossenen Netzwerk ist eine konstante Signalqualität nicht gegeben. Inhaltlich: Mit Web-TV sind meist spezifisch für das Web produzierte Inhalte gemeint (z.B. YouTube-Clips).
Video-on-Demand (VoD)
Bei diesem Verfahren wählt der Zuschauer die Videoinhalte selbst aus und bestimmt, wann er sie gucken möchte. Online-Videotheken bieten hier verschiedene Modelle an, die vom "Download to own" (Kauf einer Datei) bis zum Filmverleih reichen, bei dem die heruntergeladene Datei in der Regel innerhalb eines definierten Zeitfensters beliebig oft angesehen werden kann, nach Ablauf der Frist aber unbrauchbar wird.


Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: