Rom - Der Vatikan hat die Macht der sozialen Netzwerke erkannt. Auf einer Pressekonferenz wurde am Montag bekanntgegeben, dass Papst Benedikt XVI. jetzt beim Kurznachrichtendienst Twitter angemeldet ist. Neben dem englischsprachigen Twitter-Konto @pontifex wurden sieben weitere angelegt, über die das Oberhaupt der katholischen Kirche seinen 140-Zeichen-Segen in verschiedenen Sprachen geben soll. Über den Account @pontifex_de sollen Botschaften des 85-Jährigen auf Deutsch verbreitet werden. Die Echtheit der Accounts wurde von Twitter und dem Vatikan bestätigt.
Bis zur ersten Twitter-Botschaft des Papstes werden allerdings noch einige Tage vergehen. Benedikt werde seinen ersten Tweet am 12. Dezember verschicken und dann auch auf Fragen anderer Twitter-Nutzer antworten, kündigte der Betreiber des Dienstes an. Bis dahin könne man Fragen mit dem Schlagwort #AskPontifex versehen über den Kurzmitteilungsdienst einsenden.
Angekündigt wurde die Twitter-Präsenz des Papstes schon Anfang November. Zum ersten Mal getwittert hatte der Pontifex bereits im Juni vergangenen Jahres. Damals gab er über das Twitter-Konto von Radio Vatikan den Start eines neuen Nachrichtenportals der katholischen Kirche bekannt und fügte auf Englisch hinzu: "Gelobt sei unser Herr Jesus Christus! Mit meinen Gebeten und Segenswünschen, Benedictus XVI".
Der Vatikan hat seine Web-Präsenz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Den vatikanischen Kanal beim Videoportal YouTube haben knapp 36.000 Nutzern abonniert. Die Nachrichten, die künftig über das Twitter-Konto von Papst Bendikt XVI. veröffentlicht werden, haben am Montagmittag bereits mehr als 42.000 Nutzer abonniert.
Bei Twitter kann man bis zu 140 Zeichen lange Nachrichten - auch mit Links zu Bildern, Videos oder Websites - verschicken. Man kann den Nachrichtenstrom eines Nutzer abonnieren, damit man keine seiner Mitteilungen verpasst.
mak/dpa
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