Die besten 404-Seiten: Wie schön, ich habe mich vertippt!

Der Fehlercode 404 steht im Web für falsche Verlinkung oder peinliche Tippfehler. Er flackert auf, wenn die aufgerufene Seite nicht existiert. Mittlerweile haben Web-Designer den Warnhinweis zur Kunstform erhoben und schillernde Platzhalter programmiert. SPIEGEL ONLINE stellt die schönsten vor.

Fehlermeldungen: Die schönsten 404er-Seiten im Web Fotos

Das Netz ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Verlinkungen ins Nirvana etwa kommen heute seltener vor, die berühmt-berüchtigten Fehlerseiten mit dem 404-Code bekommen Nutzer nur noch ab und an zu sehen.

404 - das ist im Hypertext-Übertragungsprotokoll HTTP der Fehlercode für Seiten, die nicht dort zu finden sind, wohin ein Link verwiesen hat. In den frühen Online-Jahren flackerte die 404 häufiger über den Schirm. Damals wurde das Web noch von Hand geknüpft, Menschen tippten die Verweise auf andere Seiten in den Quelltext ihrer Web-Präsenz oder in die Adressleiste des Browsers.

Da konnte ein vergessenes Zeichen, ein Kleinbuchstabe an der falschen Stelle oder ein fehlendes L bei der Dateiendung schnell ins Nichts führen. Man konnte nicht einfach - wie heute üblich - einen Begriff in die Adresszeile des Browsers tippen, um dann von einer Suchmaschine sofort zur passenden Seite delegiert zu werden.

Stattdessen fahndeten die Nutzer nach besonders interessanten und neuen Seiten in händisch gepflegten Verzeichnissen in Linklisten. Damals genügte zum Beispiel ein Klick auf die Sonnenbrille im Logo des Webkatalogs Yahoo, und man wusste, welche Seiten im Internet gerade wichtig und lesenswert waren - respektive "cool". So nannten die Yahoo-Redakteure 1996 die ausgezeichneten Links in ihrem Katalog.

Witz und Quatsch mit der 404

Wie groß war dann die Enttäuschung, wenn die gepriesene Seite nicht angezeigt wurde. Vielleicht als Trost für die Frustrierten begannen Seitenbetreiber irgendwann damit, als Fehlermeldung bei solchen Missgriffen anstelle der nüchternen 404 eigene Seiten zu gestalten, die mit Witzen, Anspielungen auf Netzphänomene oder schlicht Quatsch vom Patzer ablenken.

Diese kleinen Kunstwerke können heute viel aufwendiger gestaltet werden - nur bekommt man sie immer seltener zu sehen. Suchmaschinen wie Bing oder Google prüfen die Verfügbarkeit der in ihren Datenbanken verzeichneten Seiten häufiger als je zuvor, aus Datenbanken dynamisch generierte Web-Angebote (inzwischen jede größere Seite) erstellen zumindest bei eigenen Angebot immer bessere Verweise. Und beim Empfehlen von Links auf Plattformen wie Twitter und Facebook muss man dank neuer Schnittstellen immer seltener von Hand Adressen kopieren und eingeben.

Schade, manche Fehlermeldungen würde man gern häufiger sehen. SPIEGEL ONLINE hat die besten 404-Kunstwerke gesammelt (Klicken Sie auf die Fotostrecke oben).

lis

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