Digital Detox im Selbstversuch Offline ist auch keine Lösung

Produktiv sein, obwohl ständig der Blick aufs Smartphone lockt: Im Podcast "Netzteil" testet Angela Gruber, wie man ein gutes Verhältnis von Online- und Offline-Zeit findet - und welche Tricks helfen.

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Digital Detox: Online bleiben, produktiver werden - der Tech-Podcast von SPIEGEL ONLINE

So sinnvoll das Smartphone im Alltag ist, häufig ist es auch ein Streitpunkt: in Familien, in Freundschaften, in Beziehungen. Die digitale Technik lässt sich nicht mehr wegdenken und gleichzeitig wünschen sich manche das verzweifelt.

Manchmal ertappt man sich vielleicht auch selbst mit dem Handy in der Hand, ohne dass man erklären könnte, warum man es gerade braucht. Ist es die Angst, etwas zu verpassen? Viele Nutzer verbindet das diffuse Gefühl, dass ihnen zu viel Online-Zeit irgendwie schadet.

In dieser Folge des Podcasts "Netzteil" geht Netzwelt-Redakteurin Angela Gruber der Frage nach, woher dieses Gefühl kommt und ob es berechtigt ist - oder jagen wir vielleicht einem falschen Ideal des Offline-Seins nach?

Im Selbstversuch testet sie eine Woche, wie man im Alltag ein gutes Verhältnis von Offline- und Online-Zeit für sich selbst findet - und welche Tricks dabei helfen. Dazu spricht Gruber auch mit Jan Kalbitzer. Der Psychiater und Autor leitet das Zentrum für Internet und seelische Gesundheit an der Berliner Charité und plädiert für einen pragmatischen Ansatz: Technik nicht verteufeln, sondern lieber lernen, wie man sie sich bestmöglich zunutze macht.

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Forest: Digital Detox per App

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Darum geht es im "Netzteil"

Diese Folge hier ist die dritte der zweiten Staffel des Podcasts "Netzteil". Im "Netzteil" widmet sich die Redaktion des Netzwelt-Ressorts Tech-Themen. Staffel zwei dreht sich vor allem um App- und Gadget-Tests, in Staffel eins ging es um die Technik der Zukunft.

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Hören Sie hier die vorherige Folge "Netzteil" zu Übersetzungs-Hilfen:

Lost in Translation: Mit Übersetzer-Gadgets durch Japan - der Tech-Podcast von SPIEGEL ONLINE



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
Onkel Drops 24.07.2018
1. digitales entgiften
hab ich dauernd... die working Station daheim offline (safety first: no LAN/WLAN) . das Smartphone ist auch nicht Dauer online und einmal im Jahr heißt es eine Woche Camping da darf es zwar mit, aber deaktiviert im Rucksack (nur für Notfälle). also ich sterbe nicht davon!!! aber es gibt ja auch die smartphonezombies die durch die Stadt schlürfen ohne groß ihre Umwelt noch wahrzunehmen. die bei Netz Ausfall Panikattacken kriegen und die durchdrehen wenn jemand ihre Ergüsse liest aber nicht binnen 5 Minuten beantwortet. mir gefällt das real life viel besser,es riecht,schmeckt und kann ohne Hardware genutzt werden. es ist permanent 3d und die Auflösung ist einfach super duper jenseits 4k , ganz ohne Bildschirm oder 3d Brille. wo es das gibt? überall ! ich habe nichts gegen neue Technologien, ich repariere sie sogar oder baue komplette Rechner und das Internet ist meine Bibliothek für modernes wie altes. ich trage auch keine Armbanduhr mit led Beleuchtung, ich liebe Opas alte Taschenuhr mit Handaufzug und Leuchtziffern! da ernte ich stets die erstauntesten Blicke wenn man an der Kette zieht und der Deckel aufspringt. Handy is dagegen als Uhr wirklich zu klobig und total uncool. ich denke ich bin garnicht vergiftet und es ist eigentlich ganz easy. wie war es damals zu wow Topzeiten,da sie leben nur noch online und null Kontakte zur Außenwelt... hmmm Nein , das sind die Smartphone Zombies und die ungesunde Körper Haltung ist tausendmal schädlicher wie der schmerzenden Zockerfinger. die kriegen nichtmal den Kopf bis in den Nacken, kein Scherz, man braucht nur nach oben zeigen und sagen wow was ist das den. testen sie es mal...
MannAusmNorden 25.07.2018
2. Hab mich etwas entgiftet
In meinem Urlaub (auf Balkonien) habe ich das auch mal gemacht: Smartphone hing am Kabel und war da sehr glücklich, Smartwatch lag auf dem Schrank und war irgendwann bei 0% Akku. Dadurch kamen die Nachrichten nicht mehr "sofort" bei mir an, sondern wurden auch gerne mal erst um 18 Uhr Abends gelesen. Tat sehr gut. Mal an den Strand ohne Handy? Warum nicht, wenn mir was passiert gibt es ja viele Menschen die ein Handy haben und Hilfe holen können. Es war sehr entspannend. Und daher würde ich es allen empfehlen.
acitapple 25.07.2018
3.
Erstaunlich wie immer noch gegen die böse, digitale Neuwelt gewettert wird. Gerne von Leuten, die aus einer anderen Zeit stammen, wo man noch ohne Internet und Handy "überleben" konnte. Trifft auf mich auch zu, nur verteufele ich das nicht. Es ist eben eine Weiterentwicklung. Man stelle sich solche Vergleiche zu früherer Zeit vor: -Es geht auch ohne Waschmaschine -Wer braucht einen Telefonapparat, es gibt doch die kaiserliche Post -So ein Motorkraftwagen kann nie meine Kutsche ersetzen -Glühbirnen berauben uns der Romantik des Kerzenscheins
shardan 25.07.2018
4.
Zitat von acitappleErstaunlich wie immer noch gegen die böse, digitale Neuwelt gewettert wird. Gerne von Leuten, die aus einer anderen Zeit stammen, wo man noch ohne Internet und Handy "überleben" konnte. Trifft auf mich auch zu, nur verteufele ich das nicht. Es ist eben eine Weiterentwicklung. Man stelle sich solche Vergleiche zu früherer Zeit vor: -Es geht auch ohne Waschmaschine -Wer braucht einen Telefonapparat, es gibt doch die kaiserliche Post -So ein Motorkraftwagen kann nie meine Kutsche ersetzen -Glühbirnen berauben uns der Romantik des Kerzenscheins
Kann es sein, dass Sie den Artikel nicht zu Ende oder gar nicht gelesen bzw verstanden haben? Es geht überhaupt nicht darum, die digitale Welt komplett auszusperren und zu verteufeln. Es geht darum, ein gesundes Maß zu bewahren. Wenn ich einige meiner Kollegen sehe, die schon fast zwanghaft jede Minute zum Smartphone greifen und Mails/Facebook/Whatsapp oder was auch immer checken, kann man wohl sagen, dass das gesunde Maß überschritten ist. Ich bin selbst "Computerarbeiter", Systemadministrator in einem KMU. Als solcher sitze ich notgedrungen etliche Stunden am Tag zwischen PC und Smartphone. Ich bin heilfroh, wenn ich abends zuhause das ganze Zeug abschalten kann. Im Urlaub kommt das Smartphone zwar mit - als "Notrufsäule". Ansonsten ist es abgeschaltet. Ja ich nutze mein Smartphone. Das heißt nicht, dass ich mein Leben davon abhängig mache, jede Nachricht innerhalb einer Minute gelesen zu haben. Und genau darum geht es in dem Artikel: Das Smartphone und den PC sinnvoll ins eigene Leben zu integrieren. Dass viele Leute sich heute am Überangebot an Nahrung überfressen bedeutet ja im Umkehrschluss nicht, nichts mehr zu essen. Soviel zu Ihren unsinnigen Vergleichen.
Sensør 25.07.2018
5. dann ist es eigentlich schon zu spät
Selber habe ich ein Smartphone nie gebraucht, und ich kenne schon die ersten, die wieder abrüsten. Wenn man sich schon "austricksen" muss, ist es doch eigentlich schon zu spät, und man gehört in eine Suchtklinik. Ich würde mir auch wünschen, dass es die "Pottcasts" zum nachlesen gibt, ich arbeite hier am Bildschirm, und nicht vor Lautsprechern.
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