Privat-Account des US-Präsidenten Twitter-Mitarbeiter schaltet @realDonaldTrump ab

Mehr als 41 Millionen Menschen folgen dem US-Präsidenten auf Twitter. In der Nacht zu Freitag war der Account elf Minuten lang nicht erreichbar. Nun erklärte der Konzern, wie es dazu kommen konnte.

Fehlermeldung bei Twitter
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Fehlermeldung bei Twitter


Das private Twitterkonto von US-Präsident Donald Trump war in der Nacht zu Freitag für kurze Zeit nicht erreichbar. Nutzer, die den Account @realDonaldTrump aufrufen wollten, bekamen die Fehlermeldung, dass die Seite nicht existiere.

Als Grund für die Deaktivierung des Accounts nannte Twitter in einer ersten Erklärung den "menschlichen Fehler" eines Angestellten. "Der Account war elf Minuten lang abgeschaltet und wurde inzwischen wiederhergestellt", hieß es. "Wir untersuchen den Fall weiter und unternehmen Schritte, damit sich dies nicht wiederholt."

Kurz darauf teilte Twitter nach weiteren Untersuchungen mit, der Account sei von einem Kundenbetreuer "an seinem letzten Arbeitstag" abgeschaltet worden. "Wir betreiben gerade eine volle interne Überprüfung." Der offizielle Account des US-Präsidenten, den Trump seltener nutzt, war von dem Zwischenfall nicht betroffen.

Rund 41 Millionen Menschen folgen Trumps Privat-Account (hier lesen Sie mehr dazu, was Trump für Twitter wert ist). Er selbst hat erklärt, Twitter sei der beste Weg, um seine Botschaften ungefiltert zu verbreiten: Er beschimpft politische Gegner oder Medien, kündigt große Vorhaben an oder schaltet sich in laufende Justizverfahren ein.

In einigen seiner jüngsten Tweets forderte er beispielsweise Ermittlungen gegen Hillary Clinton, lobte seinen Kandidaten für den Fed-Vorsitz und verlangte die Todesstrafe für den Attentäter von New York.

aar/dpa



insgesamt 19 Beiträge
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meimic29 03.11.2017
1. Erschreckend
Unabhängig davon, dass es hier den mächtigsten Mann der westlichen Welt trifft und dazu nur für ein paar Minuten soll man nicht vergessen, dass Twitter und co. auch beabsichtigt unliebsame Personen digital knebeln können. Eine 30 tägige Sperre etwa wirkt Wunder um sich Gedanken zu machen über die angeblich so freie Meinungsäußerung. Diese Anbieter haben die traditionellen Medien als Meinungsmacher längst abgelöst und können nach Gusto zulassen, oder stoppen was Ihnen in den Kram passt.
10kwh 03.11.2017
2. Mitarbeiter des Jahres!
Das war das einzig Richtige, was man hätte machen können, den DT Account abschalten. Dieser Kommunikationsweg eines Präsidenten wird unweigerlich zu Missverständnissen und Kriegen führen, und gehört für Präsidenten eines Landes verboten. Er sollte die Homepage des Weißen Hauses für seine Mitteilungen verwenden, denn die sind gefiltert, so dass nicht jeder geistige Furz von DT sofort an die Öffentlichkeit gerät.
AmyYma 03.11.2017
3. Top-News von SPON
Schlimmer kann es heute nicht werden. 11 Minuten keinen Trump-Tweets. Die Welt steht vor dem Abgrund! ;-)
genugistgenug 03.11.2017
4. Alternativlose Warungsarbeiten zur Steigerung des Durchsatzes
bzw. Sicherung der Erreichbarkeit, dürfte die Ausrede lauten. Interessanter wäre die komplette Kopie aller Nachrichten, inkl. der gelöschten, gewesen.
c.PAF 03.11.2017
5.
11 Minuten? Ein Anfang ist gemacht! Mein Respekt für diesen Mitarbeiter. Hoffentlich wird der Ärger nicht zu groß.
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