Drogen-Marktplatz Utopia Polizei nimmt Verdächtigen in Deutschland fest

Die Spur führt nach Deutschland: Die Polizei hat nicht nur den illegalen Internet-Schwarzmarkt Utopia dichtgemacht, sondern auch einen mutmaßlichen Betreiber bei Frankfurt festgenommen. Auch einer der Server wurde von einer hiesigen Firma betrieben.

Cannabis-Plantage: Gehandelt wird mit Drogen, gezahlt wird mit Bitcoin
DPA

Cannabis-Plantage: Gehandelt wird mit Drogen, gezahlt wird mit Bitcoin


Wiesbaden - Nachdem die niederländische Polizei die Online-Drogenhandelsplattform Utopia geschlossen hat, werden nun weitere Details bekannt. In Bad Nauheim bei Frankfurt ist ein 21-jähriger mutmaßlicher Mitbetreiber verhaftet worden, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. In den Niederlanden wurden drei weitere Beschuldigte festgenommen.

Utopia war nur für wenige Tage im Netz erreichbar und sollte eine Alternative zur Plattform Silk Road sein, die das amerikanische FBI im Jahr 2013 gestoppt hat. Schon kurz nach der Schließung des berühmten Drogen-Umschlagsplatzes startete eine zweite Auflage, Silk Road 2.0. Im Februar dann tauchte Utopia als Alternative auf.

Die Portale ähneln sich prinzipiell: Gehandelt wird mit Drogen, Waffen, gestohlenen Kreditkartendaten oder auch kriminellen Dienstleistungen. Versteckt im Dark Web sind solche Seiten nur erreichbar über das Tor-Netzwerk, bezahlt wird in der digitalen Währung Bitcoin.

Gegen den Mann aus Bad Nauheim lag ein europäischer Haftbefehl aus den Niederlanden vor. Ihm werden gewerbsmäßiger Computerbetrug, die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Bei ihm wurden Anrechte auf tausend Bitcoin sichergestellt, die einen aktuellen Wert von 500.000 Euro haben. Ein Utopia-Server, betrieben von einer Firma in Deutschland, wurde stillgelegt.

juh/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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derpif 13.02.2014
1. Serverstandort Deutschland
Da hätte es sicher vielversprechendere Serverstandorfte gegeben. Letztendlich kann ich mich über solche Märkte weder aufregen noch wundern. Der Schwarzmarkt ist seit jeher jedermann zugänglich gewesen, und schon immer wurden und werden Drogen an gut bekannten öffentlichen Plätzen offen gehandelt. eigentlich hat sich daran nichts geändert. Wann wird dieser korrupte Staat endlich begreifen das so etwas reine Privatsache ist, und er seine schmierigen Finger da, (von Steuern, Einhalten der StVO und Jugendschutz abgesehen) rauszuhalten hat. Zumindest was die Genussmittel angeht.
studiumgenerale 14.02.2014
2. Betrug?
Wo liegt hier denn ein "gewerbsmäßiger Betrug" vor?
Maro2 15.02.2014
3. diesem bericht
konnte ich leider kaum interessantes bzw. informationen entnehmen. worum geht es genau? grüße aus bad nauheim
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