Online-Speicherdienst Dropbox räumt riesiges Datenleck ein

Mehr als 68 Millionen Passwörter sind betroffen: Ein Datenleck beim Online-Speicherdienst Dropbox aus dem Jahr 2012 hat größere Dimensionen als bisher bekannt. Jetzt sollen die Nutzer aktiv werden.

Dropbox auf einem Smartphone
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Dropbox auf einem Smartphone


Der Online-Speicherdienst Dropbox hat bestätigt, dass höchstwahrscheinlich im Jahr 2012 mehr als 68 Millionen verschlüsselte Passwörter gestohlen wurden. Bisher gebe es keine Anzeichen für unberechtigte Zugriffe auf Nutzerkonten, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag mit.

Für den Fall, dass die mit branchenüblichen Methoden verschlüsselten Passwörter geknackt werden sollten, seien Log-in-Daten von Nutzern zurückgesetzt worden. Das betreffe nur die Kunden, die ihr Passwort seit Mitte 2012 nicht geändert hätten.

Dropbox fordert Nutzer mit älteren Konten daher auf, ihr Passwort zu ändern. Zugleich neigen viele Internet-Nutzer dazu, dasselbe Passwort bei verschiedenen Internetdiensten einzusetzen. Damit könnten Daten dort immer noch in Gefahr sein, wenn bei einem Service das alte Dropbox-Passwort weiterverwendet wird.

Das Ausmaß der Sicherheitslücke war diese Woche durch einen Artikel der Website "Motherboard" bekannt geworden, die von einer im Netz gehandelten Datenbank mit knapp 68,7 Millionen Kombinationen aus E-Mail-Adressen und verschlüsselten Passwörtern berichtete. Dropbox bestätigte nun, dass diese Liste authentisch sei. Das Unternehmen habe erste Gerüchte über eine solche Datensammlung vor zwei Wochen mitbekommen und sei ihnen seitdem nachgegangen.

brt/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
Knack5401 01.09.2016
1. Kopfschütteln:
Datenklau, Datenspäh, Datenbetrug etc., toleriert halt einfach die paar Lecks, hingegeben haben sich die User sowieso schon. Sicherheit im Netz war, ist und bleibt nicht garantierbar.
siora 01.09.2016
2.
ach von 2012? und da empfiehlt man jetzt passwort ändern, vier Jahre später? na wie sinnvoll das jetzt noch sein mag...
spon-facebook-10000253305 01.09.2016
3. @siora
Naja, ich muss gestehen, dass ich auch noch ein Passwort von 2012 verwende...und? Passwort habe ich selbst noch geändert und ansonsten hätte das jetzt Dropbox eh gemacht (laut Mail) Zudem ist die Frage wie stark die Passwörter verschlüsselt wurden. Kann gut sein, dass ein Knacken eh noch Jahre dauern würde...
frankasten 01.09.2016
4. Jetzt sollen die Nutzer aktiv werden
Und schleunigst Ihren Datenmüll aus der Wolke holen und zuhause auf eine externe Festplatte oder/ und für unterwegs halt auf einen halbwegs schnellen und verschlüsselten 64GB USB-Knüppel schaufeln. Hat sich jetzt dann mal ausgewolkt. Habe nie verstanden, wo für den mobilen Privatnutzer (außer bei der üblichen Raubmordkopiererei) der Nutzen einer Cloud ggü. einem USB-Stick auszumachen wäre? Und bei der Raubmordkopiererei ist das mit dem pwd eh egal.
ccpollux 01.09.2016
5.
Zitat von frankastenUnd schleunigst Ihren Datenmüll aus der Wolke holen und zuhause auf eine externe Festplatte oder/ und für unterwegs halt auf einen halbwegs schnellen und verschlüsselten 64GB USB-Knüppel schaufeln. Hat sich jetzt dann mal ausgewolkt. Habe nie verstanden, wo für den mobilen Privatnutzer (außer bei der üblichen Raubmordkopiererei) der Nutzen einer Cloud ggü. einem USB-Stick auszumachen wäre? Und bei der Raubmordkopiererei ist das mit dem pwd eh egal.
Der Nutzen liegt (für mich) darin, alle möglichen Dokumente und Dateien auf mehreren Geräte (Desktop, Laptop, Smartphone) verfügbar und aktuell zu halten. Außerdem gehen z.B. Fotos vom Smartphone auch erstmal rein und werden dann am Desktop sortiert und gesichert. Ist halt recht praktisch das Ganze.
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