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#DrummondPuddleWatch Eine Pfütze wird berühmt

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Drummond Central

Eine Pfütze in Newcastle upon Tyne ist der neueste Internetstar. Zehntausende Zuschauer verfolgten live, wie Passanten die Wasserlache in der englischen Stadt überquerten. Dann rückte die Stadtreinigung an.

Am Mittwochnachmittag rasten die Zuschauerzahlen nach oben. Bis zu 20.000 Nutzer verfolgten gleichzeitig den Stream der Livevideo-App Periscope und teilten unter dem Hashtag #DrummondPuddleWatch, was rund um die Pfütze passiert.

Das ist natürlich albern, aber verrät auch etwas über unsere Zeit: Denn erst seit dem Aufkommen von Livestreaming-Apps wie Periscope im vergangenen Jahr kann jeder mit Internetverbindung live senden, an ein potenziell sehr großes Publikum, und sei es aus Newcastle upon Tyne.

Dort breitete sich die Wasserlache nämlich an einer gemeinen Stelle aus. Kurz vor einer Brücke wird der Fußgängerweg zum Engpass. Die Passanten müssen sich also etwas einfallen lassen, wenn sie das Hindernis überqueren wollen.

Sechs Stunden lang filmt ein Smartphone hinter einer Fensterscheibe, wie Passanten die Pfütze überqueren. Einige laufen unbeirrt hindurch und waten knöcheltief durch das Wasser. Andere schlängeln sich an der Seite vorbei oder klettern über das Geländer ans andere Ufer. Manche springen. Ein Radfahrer nimmt die Pfütze scheinbar kaum wahr und pflügt einfach hindurch.

Pfützen-Tourismus: Fans knipsen Selfies in der Pfütze.
Drummond Central

Pfützen-Tourismus: Fans knipsen Selfies in der Pfütze.

Irgendwann kommt ein Mann gelaufen und stellt ein gelbes Putzschild auf, das vor Rutschgefahr warnt. Dann schleppen Passanten ein Surfbrett an und werfen sich mit einer Luftmatratze in die Lache. Die Pfütze gewinnt immer mehr Fans. Und die sind beim Online-Auktionshaus Ebay mittlerweile angeblich bereit, mehr als 65.000 Pfund für Wasser aus der Pfütze zu bieten.

Großen Spaß bei der Aktion hatten vor allem die Mitarbeiter der Marketingagentur Drummond Central, die vom Büro aus eine gute Sicht auf die Pfütze haben und dem ganzen Phänomen ihren Namen gaben.

Die Geschäftsführerin der Agentur, Beth Hazon, sagte gegenüber dem "Guardian", dass man die Pfütze schon seit längerer Zeit im Blick habe. "Jeden Tag haben wir die Menschen dabei beobachtet, wie sie versuchen, über die Pfütze zu kommen." Ein Werbetexter sei dann schließlich auf die Idee gekommen, das Schauspiel per Livestream im Netz zu verbreiten.

Doch mittlerweile ist es vorbei mit dem Pfützen-Tourismus. Die Stadt hat das Spektakel mitbekommen und das nasse Hindernis ausgetrocknet. Am Donnerstagvormittag twitterte eine Mitarbeiterin der Agentur dieses Foto - Mitarbeiter der Stadtreinigung rücken der Pfütze mit einer Kehrmaschine zu Leibe.

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Newspeak 07.01.2016

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