E-Mail-Dienste im Test GMX und Web.de sind an Spams selbst schuld

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT nahm das Spam-Aufkommen bei kostenfreien E-Mail-Diensten unter die Lupe. Vorne landeten internationale Anbieter, auf den letzten Plätzen die größten deutschen Dienste - und das aus eigenem Verschulden.

E-Mail-Dienste: Fünf Anbieter wurden im Februar 2010 getestet
ddp

E-Mail-Dienste: Fünf Anbieter wurden im Februar 2010 getestet


Bitte keine Werbung - dieses Schild am Briefkasten befreit einen von den Massen an ungewollten Altpapierstapeln. Im Internet gibt es keine solche Möglichkeit, gegen Spams vorzugehen. Schätzungen gehen soweit, dass diese 85 bis 95 Prozent des E-Mail Aufkommens ausmachen. Wer seinen elektronischen Briefkasten sauber halten will, ist auf gute Filter angewiesen - im Falle von kostenfreien Webmail-Accounts ("Freemail") auf die Filter der Anbieter.

Das Fraunhofer-Institut testete innerhalb des Monats Februar nun fünf kostenlose E-Mail-Dienste. Und kam zu einem klaren Ergebnis: Mit 116 Spam-Mails lieferte GMX.de klar das schlechteste Ergebnis ab. Web.de, wie GMX eine Tochter des Unternehmens United Internet, folgt als nächstes mit 57 Spam-Mails. Am wenigsten Spams gingen bei Yahoo! ein - nur acht. Hotmail und Google Mail dürfen sich ebenso in der besseren Liga einreihen.

An den zugespammten E-Mailkonten sind die beiden Testverlierer zum größten Teil selbst schuld. 90 der 116 Spams bei GMX stammen aus dem Eigenversand, bei Web.de sind es 36 der 57. Und während diese auf jeden Fall in der Inbox landen, wurden bei Yahoo! und Google sogar auch alle externen aussortiert. Dort landete keine Spammail in der Inbox.

Der Fraunhofer-Test lief unter kontrollierten Bedingungen: Die Forscher setzten bei den untersuchten Maildiensten jeweils sechs frische Mail-Konten auf und beobachteten über einen definierten Testzeitraum das Mailaufkommen.

mir



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