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Neue Betrugsmasche: Gefälschte Ikea-E-Mail bringt Trojaner mit

  Ikea-Kunde in Hamburg-Altona: Die E-Mail kündigt unter anderem eine Lieferung an  Zur Großansicht
DPA

Ikea-Kunde in Hamburg-Altona: Die E-Mail kündigt unter anderem eine Lieferung an

Sie sehen aus wie echte Bestellbestätigungen von Ikea: In neuen E-Mails von Betrügern steht, welche Produkte angeblich bestellt wurden und wann sie geliefert werden. Doch im Anhang der Nachrichten steckt ein Trojaner.

Es ist mal wieder eine täuschend echt aussehende Malware-E-Mail im Umlauf, diesmal kommt sie in Form eines gefälschten Ikea-Schreibens. Das berichtet das österreichische Sicherheitsunternehmen Ikarus Security Software in einer Pressemitteilung.

Das gefälschte Schreiben ist demnach selbst für das geschulte Auge kaum von einer Original-E-Mail zu unterscheiden: In den Nachrichten finden sich keine Rechtschreibfehler, und es werden Original-Textbausteine verwendet. Als Empfänger könnte man daher darauf schließen könnte, dass diese E-Mails tatsächlich von Ikea kommen.

In den E-Mails werden vermeintliche Bestellungen bestätigt und deren Anlieferung angekündigt. Im Anhang findet sich eine Zip-Datei, welche ein vermeintliches PDF mit der Bestellung enthält. Allerdings versteckt sich dahinter ein anderes Dateiformat. Sobald der User die Datei öffnet, infiziert sich der Rechner mit einem darin enthaltenen Trojaner. Seit dem ersten Erscheinen der Malware-E-Mails wurde dieser von Ikarus bereits bei 3.500 Clients gefunden.

Immer wieder versuchen Betrüger, mit gefälschten E-Mails und im Namen bekannter Unternehmen Schadsoftware auf fremde Rechner zu schleusen. Regelmäßig verstecken sich die Trojaner etwa in vermeintlichen Telefonrechnungen, erst kürzlich kamen wieder gefälschte Telekom- und Vodafone-Schreiben in vielen Postfächern an. Ikarus empfiehlt nach dem Ikea-Fall noch einmal, zum eigenen Schutz die Vertrauenswürdigkeit eines E-Mail-Anhangs lieber zweimal zu prüfen, bevor man diesen öffnet. Außerdem sollten sich die Nutzer mit geeigneten Anti-Virus-Produkten zu schützen.

juh/dpa

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insgesamt 11 Beiträge
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1. Im Land der Dichter und Denker
Philip J. Fry 28.07.2014
scheint ja auch nach gefühlten 20 Jahren diese Masche wunderbar zu funktionieren. Selbstreflektion? Lerneffekt? Fehlanzeige. Und so klicken die DAUs auch weiterhin auf alle lustigen "Rechnungen", "Mahnungen", "Bestellbestätigungen", "Gewinnbenachrichtigungen" und Kontaktangebote von notgeilen Nymphomaninnen, zu denen sie zuvor nie geschäftlichen oder persönlichen Kontakt hatten. Bravo. Und da der PC, sofern man sich keinen Lösegeldtrojaner gefangen hat, hinterher weiterhin funktioniert, bekommen die DAUs noch nichtmal mit, wievielen Botnetzen sie parallel willfährig dienen.
2.
lenaddorf 28.07.2014
Heute erst gelöscht. Möge den Kriminellen die Hand abfallen!
3. Internet-Führerschein
cor 28.07.2014
Wann kommt er nochmal, der Internet-Führerschein?
4. Danke, Facebook und Co.
archback 28.07.2014
Bei mir landen solche E-Mails automatisch im Spam-Ordner. Und falls es bei jemandem nicht so ist, wieso öffnet einer Anhänge von Mails, die von Leuten/Firmen kommen, mit denen man nichts zu tun hat. Mein Spamordner ist voll von Rechnungen, Mahnungen, Bestellbestätigungen, Bankmitteilungen, alles von mir völlig unbekannten Absendern. Wie sind die an meine e-mail-Adresse gekommen? Ich denke, dass sie bei Bekannten aus deren Adressen-Verzeichnis geklaut wurde, z.B. wenn diese für facebook ihr Adressbuch öffnen.
5.
pefete 28.07.2014
habe erst heute eine mail bekommen, in der in kopfzeile steht, dass mein antrag vom 3.6.2014 genehmigt worden ist. da war ich im urlaub...
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