Anbieterwechsel So ziehen Sie mit Ihren E-Mails um

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3. Teil: POP3-Server: Mails umziehen


Umzugshilfe: Einige E-Mail-Provider bieten Neukunden einen Sammelservice an, um die alten E-Mails mitzunehmen

Umzugshilfe: Einige E-Mail-Provider bieten Neukunden einen Sammelservice an, um die alten E-Mails mitzunehmen

Bei Anbietern wie GMX und Web.de ist IMAP allerdings ein Feature, das Premium-Kunden vorbehalten ist. Wer den Service nutzen will, muss zahlen. Und das, obwohl viele Konkurrenten IMAP kostenlos anbieten. Ein Sprecher von Web.de sagt: "IMAP wird nur von einem geringen Teil der E-Mail-Nutzer benötigt und dementsprechend wenig nachgefragt." IMAP sei insbesondere für sogenannte Heavy User interessant, die Profi-Funktionen nutzen möchten. Daher fürchte man die Gratis-IMAP-Angebote der Konkurrenz nicht.

GMX und Web.de bieten den Gratis-Kunden lediglich das Post Office Protocol Version 3 (POP3) an. Der Nachteil gegenüber IMAP: E-Mails werden vom Server gelöscht, sobald sie abgerufen werden. Zwar kann der Nutzer einstellen, dass eine Kopie der Nachricht auf dem Server liegen bleibt. Allerdings wird es dann recht schnell unübersichtlich: Bereits geöffnete Nachrichten werden auf anderen Geräten nicht als gelesen markiert, und eine auf dem Computer gelöschte Spam-Nachricht muss auf dem Smartphone und dem Server auch noch gelöscht werden.

Wer seine E-Mails auf einen POP3-Server umziehen möchte, muss sie dorthin weiterleiten. Oder man holt die Nachrichten ab. Provider wie Google, Web.de, GMX und Posteo bieten dafür einen sogenannten Sammeldienst an. Der Service wird über ein Web-Formular im Browser aufgerufen. Der Nutzer gibt dafür beim neuen Provider die E-Mail-Adresse und die Login-Daten des alten Anbieters ein, damit die dort abgelegten Nachrichten abgeholt werden können.

Wer sich die Mühe sparen will, kann auch auf Online-Dienstleister wie Audriga zurückgreifen. Das Start-up aus Karlsruhe hat sich auf E-Mail-Umzüge spezialisiert und verlangt knapp 15 Euro für einen Postfach-Wechsel.



insgesamt 79 Beiträge
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_buntspext_ 04.01.2014
1. Deutsche Geheimdienste?
Deutsche Geheimdienste sind keinen Deut besser als die US-Pendents. Bleibt die Kommunikation in Deutschland, dann bekommen die USA oder andere Dienste auf der Strecke die Mails nicht zu sehen. Sobald man aber ins Ausland kommuniziert, haben wieder alle die auf den jeweiligen Kabeln horchen die komplette Kommunikation. Wenn endlich ein Großteil der Nutzer anfangen würde die Mails konsequent zu Verschlüsseln, dann müsste man sich nur noch Gendanken zu den Metadaten machen, aber nicht mehr zum Inhalt der Mails.
runticket 04.01.2014
2. Au weia!
Wer denkt denn, daß ein Providerwechsel den Datenverkehr sicherer macht? Wer dazu auch noch Tips gibt, lieber Spiegel, der macht sich doch indirekt mitschuldig am Datenklau, indem er suggeriert, ein Providerwechsel sei dabei hilfreich. Wer seine Daten sicher wissen will, sollte sie im Kopf behalten und nicht durch die Gegend schicken. Das ist der einzig sichere Platz auf Erden. Aber glaube schön weiter, lieber Leser, Dein Glaube hat geholfen.
gegenrede 04.01.2014
3. Der Anbieterwechsel bringt nur marginal etwas,
denn 1.kann von einem deutschen zu einem deutschen Anbieter immer noch über die USA oder GB geroutet werden und 2. läuft wohl ein Großteil des rein deutschen Mailverkehrs über den Internetknoten in Frankfurt, von dem wir wissen, dass dort über die Firma Level3 die NSA einen Zugang hat.... Selbst das Verschlüsseln bringt nur bedingt etwas, da die NSA schon vor der Verschlüsselung Zugang über Hard- und Software auf den Rechner haben kann. Wer ganz sicher gehen will, führt vertrauliche Gespräche nur noch ohne Handys und laufende Computer im Zimmer oder schickt "versiegelte" Briefe.
HubertusR 04.01.2014
4. IMAP gut - POP3 schlecht, aber ...
... bei IMAP Umzügen wird oft über sehen, dass der Upload der E-Mails vom lokalen E-Mail-Client zum neuen E-Mail Provider bei langsamem DSL Upload und vielen E-Mails viele Stunden oder gar Tage dauern kann. Aber POP3 ist dennoch die viel schlechtere Wahl, denn da kann man - worauf der Artikel ja auch hinweist - gar nicht uploaden.
spmc-128066580216679 04.01.2014
5. Vorsicht
Da muss ich meinem Vorschreiber recht geben. Der Providerwechsel schuetzt NICHT (!!!) vor dem Datenklau. Solange die Daten auf einem Geraet mit Internetverbindung liegen, sind sie von den Geheimdiensten abrufbar! Und man kann sich davor nicht mehr schuetzen siehe hier: http://www.spiegel.de/international/world/the-nsa-uses-powerful-toolbox-in-effort-to-spy-on-global-networks-a-940969.html
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