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Anbieterwechsel: So ziehen Sie mit Ihren E-Mails um

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Wegen der NSA-Spähaffäre haben viele Menschen das Vertrauen in US-Firmen wie Google und Microsoft verloren - und wollen ihre E-Mails lieber über deutsche Anbieter abwickeln. Hier einige Tipps, wie der Umzug zum neuen Provider klappt.

E-Mail (Symbolbild): Alte Nachrichten zum neuen Anbieter mitnehmen Zur Großansicht
DPA

E-Mail (Symbolbild): Alte Nachrichten zum neuen Anbieter mitnehmen

Für E-Mail-Anbieter in Deutschland könnte es kaum besser laufen. Die Mitgliederzahlen steigen, immer mehr Nutzer wollen von amerikanischen Angeboten wie Google, Yahoo und Hotmail zu deutschen Firmen wechseln. Der Grund dafür ist der Abhörskandal der National Security Agency (NSA), den der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden aufgedeckt hat. Eine große Chance für E-Mail-Provider aus Deutschland, die nun offensiv damit werben, dass die Nachrichten bei ihnen auf Servern gespeichert werden, die in Deutschland stehen - und damit dem direkten Zugriff des US-Geheimdienstes entzogen sein sollen.

Schon jetzt werden die meisten E-Mails in Deutschland über die Telekom, GMX und Web.de versendet. Laut einer Studie der Marketingagentur Publicare führt GMX die Rangliste der beliebtesten E-Mail-Anbieter in Deutschland mit einem Marktanteil von 21,8 Prozent an. Dicht gefolgt von Web.de mit 20,4 Prozent. 11,2 Prozent der Nutzer schicken ihre E-Mails über den Telekom-Dienst T-Online. Google liegt mit 6,2 Prozent nur auf dem sechsten Platz.

Von der NSA-Spähaffäre profitieren auch junge Unternehmen wie die Lavabit-Alternative Posteo, die aufgrund der Verunsicherung bei den Kunden einen regen Zulauf verzeichnet. Obwohl der Dienst im Gegensatz zu den großen US-Anbietern kostenpflichtig ist.

Doch wer sich für den Wechsel zu einem neuen E-Mail-Provider entscheidet, wird früher oder später auf ein Problem stoßen: Wie nehme ich meine E-Mails zum neuen Anbieter mit? Lesen Sie im Folgenden, wie der Umzug zum neuen Anbieter gelingt:

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insgesamt 79 Beiträge
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1. Deutsche Geheimdienste?
_buntspext_ 04.01.2014
Deutsche Geheimdienste sind keinen Deut besser als die US-Pendents. Bleibt die Kommunikation in Deutschland, dann bekommen die USA oder andere Dienste auf der Strecke die Mails nicht zu sehen. Sobald man aber ins Ausland kommuniziert, haben wieder alle die auf den jeweiligen Kabeln horchen die komplette Kommunikation. Wenn endlich ein Großteil der Nutzer anfangen würde die Mails konsequent zu Verschlüsseln, dann müsste man sich nur noch Gendanken zu den Metadaten machen, aber nicht mehr zum Inhalt der Mails.
2. Au weia!
runticket 04.01.2014
Wer denkt denn, daß ein Providerwechsel den Datenverkehr sicherer macht? Wer dazu auch noch Tips gibt, lieber Spiegel, der macht sich doch indirekt mitschuldig am Datenklau, indem er suggeriert, ein Providerwechsel sei dabei hilfreich. Wer seine Daten sicher wissen will, sollte sie im Kopf behalten und nicht durch die Gegend schicken. Das ist der einzig sichere Platz auf Erden. Aber glaube schön weiter, lieber Leser, Dein Glaube hat geholfen.
3. Der Anbieterwechsel bringt nur marginal etwas,
gegenrede 04.01.2014
denn 1.kann von einem deutschen zu einem deutschen Anbieter immer noch über die USA oder GB geroutet werden und 2. läuft wohl ein Großteil des rein deutschen Mailverkehrs über den Internetknoten in Frankfurt, von dem wir wissen, dass dort über die Firma Level3 die NSA einen Zugang hat.... Selbst das Verschlüsseln bringt nur bedingt etwas, da die NSA schon vor der Verschlüsselung Zugang über Hard- und Software auf den Rechner haben kann. Wer ganz sicher gehen will, führt vertrauliche Gespräche nur noch ohne Handys und laufende Computer im Zimmer oder schickt "versiegelte" Briefe.
4. IMAP gut - POP3 schlecht, aber ...
HubertusR 04.01.2014
... bei IMAP Umzügen wird oft über sehen, dass der Upload der E-Mails vom lokalen E-Mail-Client zum neuen E-Mail Provider bei langsamem DSL Upload und vielen E-Mails viele Stunden oder gar Tage dauern kann. Aber POP3 ist dennoch die viel schlechtere Wahl, denn da kann man - worauf der Artikel ja auch hinweist - gar nicht uploaden.
5. Vorsicht
spmc-128066580216679 04.01.2014
Da muss ich meinem Vorschreiber recht geben. Der Providerwechsel schuetzt NICHT (!!!) vor dem Datenklau. Solange die Daten auf einem Geraet mit Internetverbindung liegen, sind sie von den Geheimdiensten abrufbar! Und man kann sich davor nicht mehr schuetzen siehe hier: http://www.spiegel.de/international/world/the-nsa-uses-powerful-toolbox-in-effort-to-spy-on-global-networks-a-940969.html
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