Easter Eggs Eiablage im Datendickicht

Von Timo Kotowski

10. Teil: Danke und Auf Wiedersehen von Amazon


Versteckter Dankesbrief vom obersten Chef: Jeff Bezos widmete einem verdienten Mitarbeiter ein Osterei

Versteckter Dankesbrief vom obersten Chef: Jeff Bezos widmete einem verdienten Mitarbeiter ein Osterei

David Risher war einst Vizechef beim US-Online-Versandhaus Amazon, bevor er 2002 das Unternehmen für eine Universitätskarriere verließ. Da er - wie Amazon-Chef Jeffrey Bezos schreibt, ein "großer Teil dessen ist, was wir gemeinsam aufgebaut haben", widmete die Firma Risher als Dank für seine Verdienste ein Easter Egg. "Du warst der Inbegriff dessen, worum es bei Amazon.com geht: hart arbeiten, Spaß haben, Geschichte schreiben", lobt ihn sein Weggefährte Bezos.

Um die versteckte Seite aufzurufen, muss man auf der US-Startseite von Amazon am unteren Seitenende den Link zum Verzeichnis aller Amazon-Shops klicken und dort mittig unter dem Copyrightvermerk einen unsichtbaren Link klicken.

Unter Easter-Egg-Sammlern gilt es als umstritten, ob Web-Seiten überhaupt als Online-Osterei gelten. Denn die Seiten bestehen meist nicht dauerhaft, werden bei einem Relaunch verändert oder gelöscht. Über das Amazon-Easter-Egg besteht allerdings weitgehend Einigkeit, dass es in die Sammlungen gehört. Unternehmenschef Bezos höchstpersönlich verspricht auf der Seite, dass die Dankeszeilen an Risher nicht gelöscht werden.

Dann widmet sich Bezos wieder seinem Hauptanliegen. "Und weil jede Seite verkaufen muss (und weil ich sicher bin, dass David es nicht anders wollte) hier die Möglichkeit, etwas zu kaufen." Zur Auswahl stehen 25 Artikel, die als Rishers liebste DVDs, Musikalben und Bücher angepriesen werden.



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