Aggression in sozialen Medien Elon Musk und der Männermob

Elon Musk ist in der Technikwelt ein Visionär, an der Börse ein Störenfried und auf Twitter ein Idiot. Letzteres ist gefährlich, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne, im Podcast antwortet er nun auf Leserkritik.

Elon Musk, Gründer von Tesla, SpaceX und der Boring Company
AFP

Elon Musk, Gründer von Tesla, SpaceX und der Boring Company


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #52. Soziale Medien: Meinung, Männer, Mobmaschinen

Gäbe es ein digitales Grundgesetz, schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne, müsste darin nicht stehen "Eigentum verpflichtet", sondern "Reichweite verpflichtet". Denn jemand wie der Tesla-Chef Elon Musk habe Millionen Follower in den sozialen Netzwerken, die seine mitunter aggressiven Botschaften aufgriffen und sie noch verstärkten.

Welche Folgen das hat, selbst wenn sie von Musk oder ähnlich einflussreichen Persönlichkeiten gar nicht beabsichtigt sein mögen, führt Lobo an mehreren Beispielen aus. In seinem Podcast zur Kolumne greift er einige Leserkommentare auf.

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Dark Agenda 12.08.2018
1. Letzteres ist gefährlich
Elon ist ein Visionär und Idiot aber Twitter ist nicht gefährlich. Es wird hauptsächlich von Medienarbeitern (Journalisten wäre zu hoch gegriffen) und "Prominenten" genutzt um gratis Content (Skandale, pol. Kampagnen) und Aufmerksamkeit zu generieren. Wer da was liest und Ernst nimmt ist selber Schuld. Für den Großteil der Menschheit ist das Netzwerk belanglos genau wie die Bildzeitung. Schädlich ist es nur wenn man sich da in seiner Filterblase einrichtet und glaubt die Inhalte hätten etwas mit realen Sachlagen und der echten Öffentlichkeit zu tun und als würde hier "die Gesellschaft" ernsthaft irgendwas ausdiskutieren und nicht irgendeine Minderheit mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
mkalus 12.08.2018
2. Visionen sind Einfach
Es überrascht mich immer wieder wie wenig Menschen über Geschichte wissen. Das bekommt man in dem ganzen Gezeter um "Feminismus", wo auch auf diesen Seiten Regelmäßig so getan wird als ob Frauen absolut keine Selbstbestimmung in Deutschland haben, und eben auch bei Musk. Keine seiner Ideen sind "Visionär" oder "neu". Landende Raketen? Gab es bereits früher, wurden aber aus wirtschaftlichen Gründen nie etwas. Das selbe gilt für Hyperloop und "GBR". Selbst sein Größter "Erfolg" Elektroautos gab es bereits vor Musk. Was Musk allerdings sehr gut macht, eben auch via Twitter, ist verkaufen. Genau das ist es was er ist. Jemand der den Menschen eine Geschichte verkauft und aus reinem Zufall dann auch noch das Entsprechende Produkt oft zur Hand hat.
willibaldus 12.08.2018
3.
Zitat von mkalusEs überrascht mich immer wieder wie wenig Menschen über Geschichte wissen. Das bekommt man in dem ganzen Gezeter um "Feminismus", wo auch auf diesen Seiten Regelmäßig so getan wird als ob Frauen absolut keine Selbstbestimmung in Deutschland haben, und eben auch bei Musk. Keine seiner Ideen sind "Visionär" oder "neu". Landende Raketen? Gab es bereits früher, wurden aber aus wirtschaftlichen Gründen nie etwas. Das selbe gilt für Hyperloop und "GBR". Selbst sein Größter "Erfolg" Elektroautos gab es bereits vor Musk. Was Musk allerdings sehr gut macht, eben auch via Twitter, ist verkaufen. Genau das ist es was er ist. Jemand der den Menschen eine Geschichte verkauft und aus reinem Zufall dann auch noch das Entsprechende Produkt oft zur Hand hat.
Der Musk hat immerhin selber Anwendungen programmiert und damit Millionen verdient. Klar ist er ein guter Verkäufer. Mit guten Erfindungen, deren Schöpfer nicht geschäftstüchtig waren, ist die Strasse gepflastert. Mit dem Verkauf seines Zip2 Programs an Compaq seinerzeit und den Anteilen an Paypal nach der Fusion seiner Schöpfung x.com als email Bezahlsystem mit confinity hat er eine gute Grundlage gelegt. Er hat spaceX gegründet und daraus ein gut verdienendes Unternehmen gemacht, sein solar city läuft auch ganz gut. Tesla ist eine grosse Wette und noch nicht raus ob es den turnaround schafft. Dazu noch OpenAI als Stiftung mit 1mia Kapital ausgestattet. Und einiges mehr. Sehr rühriger Mensch. Hat inzwischen etwas die Bodenhaftung verloren. Aber wer über 20Milliarden hat, kann sich Spleens leisten.
mkalus 12.08.2018
4.
Zitat von willibaldusDer Musk hat immerhin selber Anwendungen programmiert und damit Millionen verdient. Klar ist er ein guter Verkäufer. Mit guten Erfindungen, deren Schöpfer nicht geschäftstüchtig waren, ist die Strasse gepflastert. Mit dem Verkauf seines Zip2 Programs an Compaq seinerzeit und den Anteilen an Paypal nach der Fusion seiner Schöpfung x.com als email Bezahlsystem mit confinity hat er eine gute Grundlage gelegt. Er hat spaceX gegründet und daraus ein gut verdienendes Unternehmen gemacht, sein solar city läuft auch ganz gut. Tesla ist eine grosse Wette und noch nicht raus ob es den turnaround schafft. Dazu noch OpenAI als Stiftung mit 1mia Kapital ausgestattet. Und einiges mehr. Sehr rühriger Mensch. Hat inzwischen etwas die Bodenhaftung verloren. Aber wer über 20Milliarden hat, kann sich Spleens leisten.
Eh nein. Ja, er hat programmiert, aber was dann Paypal wurde wurde dazu gekauft, neu verpackt und dann eventuell an eBay verscherbelt. Er erfindet nur nichts. Er traeumft fieberhaft was zusammen und kann dann u. U. andere dazu anstiften Geld darin zu investieren. Vieles davon war timing und Glück und hat absolut gar nichts mit seinen Technischen Fähigkeiten zu tuen. Wir wissen überhaupt nichts über die Finanzen bei SpaceX da die Firma privat ist. Vielleicht verdienen Sie Geld, vielleicht nicht. Ich bezweifle das aber da die Kosten fü die Raumfahrt recht gut bekannt sind. Gibt ja genug andere Private Unternehmen (Ariane Space, Boeing, United Launch Alliance etc.). Das Musk es nicht mal schafft Profite mit Autos zu erwirtschaften die im Sechstelligen Bereich kosten hegt bei mir eher den Verdacht das er mit SpaceX ganz gross Geld verbrennt, was dann auch erklären würde warum er so heftig gegen seine Tesla Anteile geliehen hat. Ich bezweifle das Tesla die Wende schafft. Die hatten ein Markt Monopol für so ziemlich eine Dekade und es nicht geschafft Geld damit zu verdienen. "OpenAi" etc. Das ist sein Versuch sich selber ein Denkmal zu setzten. Und OpenAI hat nicht eine Milliarde an Geld bekommen, sondern nur das versprechen das man irgendwann mal eine Milliarde dafür hat. Das klingt nach viel, aber das ist wieder eines dieser Projekte wo man gut aussehen kann. Der Grossteil des Geldes wird von Firmen wie Google oder Apple kommen die etwas von dem "glänz" abhaben wollen der momentan noch mit dem Namen Musk verknüpft ist. Nur hat er keine 20 Milliarden. Zum einen weil man nicht weiss was SpaceX wirklich wert ist und zum anderen weil seine Tesla Anteile als Garantie für Kredite verwendet werden. Aber ich bin mir sicher nichts davon wird die Jünger von St. Elon davon abhalten weiter Lobeshymnen auf ihn im Internet zu singen.
aurichter 13.08.2018
5. @ mkalus*gestern, 18:40 Uhr #4
Es ist immer wieder erstaunlich, dass Menschen sich aus der Ferne darüber ein Urteil erlauben. Elon Musk ist bei allen Fettnäpfchen immer noch ein MACHER, der u.a. vielen Menschen zu Lohn und Brot verhilft. Welche Unternehmen mit ? Mitarbeitern hat die Gesellschaft Ihnen zu verdanken? Darüberhinaus gehen Sie mit keinem Wort inhaltlich auf den Artikel ein, sondern kritisieren und spötteln am Thema vorbei. Wenn Sie ähnliche Erfolge vorweisen können, dann würde ich Ihre Kritik evtll respektieren, aber so machen Sie sich nur lächerlich. Aber diese Art der Mitteilungsbedürftigkeit wird regelrecht zum Volkssport. Imho sehr armselig.
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