Hackerangriff: Apples Entwickler-Website wieder online - teilweise

Apple-Logo am Kongresskomplex Moscone Center in San Francisco: Keine Angaben zu den vorgenommenen Änderungen Zur Großansicht
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Apple-Logo am Kongresskomplex Moscone Center in San Francisco: Keine Angaben zu den vorgenommenen Änderungen

Nach dem Hackerangriff auf Apple ist die Website für App-Entwickler wieder erreichbar. Gut eine Woche hat der Konzern dafür gebraucht - doch einige Bereiche des Portals sind weiterhin offline.

Cupertino - Die Entwickler-Website von Apple ist wieder online - allerdings eingeschränkt. Einige Bereiche wie die Diskussionsforen waren auch am Samstag noch nicht erreichbar. Der Konzern richtete eine neue Status-Anzeige ein, um die Fortschritte sichtbar zu machen. Apple bedankte sich in einer kurzen E-Mail an die Entwickler für deren Geduld, machte aber keine Angaben zu den vorgenommenen Änderungen.

Die Website für Programmierer von Apps war am Donnerstag vergangener Woche nach einem Hackerangriff vom Netz genommen worden. Ziel war laut Apple, die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern.

Bei der Attacke gerieten möglicherweise Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen und Anschriften von Software-Entwicklern in die Hände der Angreifer. Wertvolle Daten seien aber verschlüsselt und für niemanden zugänglich, betonte der Konzern. Kundendaten würden gesondert gespeichert und seien nicht betroffen.

Um die Hintergründe des Hacks gibt es weiterhin Verwirrung. Er soll offenbar von Ibrahim Balic durchgeführt worden sein, einem türkisch-britischen Sicherheitsforscher. Laut einem sogenannten Bekennervideo auf YouTube, das mittlerweile auf "privat" gestellt worden ist, sollen insgesamt 100.000 Datensätze ausgelesen worden sein. Balic will Apple vor der Aktion informiert haben.

Die gehackte Website dient zur Kommunikation mit den Entwicklern und enthält unter anderem Vorabversionen von Apple-Software und Werkzeuge zum Testen von Apps. Apple wollte während der Auszeit die Software der Plattform erneuern und Datenbanken neu aufsetzen, um solche Attacken in Zukunft besser abwehren zu können.

Apples Developer-Website wird von Zehntausenden Entwicklern genutzt. Einige Nutzer berichteten, im Lauf der vergangenen Tage seien ihre Passwörter zurückgesetzt worden.

heb/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Naja...ob nun illegal hacked
spaltpilz 27.07.2013
oder inoffiziell an die NSA gesendet macht nun den Kohl auch nicht mehr fett. Was wir brauchen ist ein Schadensersatzrecht für Jeden Bürger dessen Höhe sich nach amerikanischen Werten richten sollte - also Schadensersatz mit Strafcharakter für die Weitergabe welcher Daten auch immer an Dritte...einer Sammelklage würde ich mich auch als sonst mit den Produkten dieser Firma zufriedener "Applefanboy" anschliessen.
2. Apple-Center?
Brattwurst 27.07.2013
Die Bild-Unterschrift "Apple-Center" ist übrigens auch das Google-Center oder das Oracle-Center ;) Je nachdem wer sich gerade eingemietet hat ins: Moscone Center!
3. Yeah
ro-li 27.07.2013
Macht die Apfelaffen kaputt!
4. alles sehr qualifiziert hier zu lesen
Powerfee60 27.07.2013
Schadenersatz?? Hallo - in USA gibt es Gesetze, die Unternehmen dazu zwingen, die Daten zur Verfügung zu stellen. Ansonsten ist es gar nicht möglich das Unternehmen zu betreiben. Soviel dazu. Zu dem Kommentar von Ro-li fällt mir nun gar nichts mehr ein. Die Dummheit der Menschen und das Universum sind unendlich. Allerdings war sich schon Einstein nicht sicher, ob das fürs Universum wirklich stimmt.
5. no title
Toe Jam 27.07.2013
Zitat von Powerfee60Schadenersatz?? Hallo - in USA gibt es Gesetze, die Unternehmen dazu zwingen, die Daten zur Verfügung zu stellen. Ansonsten ist es gar nicht möglich das Unternehmen zu betreiben. Soviel dazu. Zu dem Kommentar von Ro-li fällt mir nun gar nichts mehr ein. Die Dummheit der Menschen und das Universum sind unendlich. Allerdings war sich schon Einstein nicht sicher, ob das fürs Universum wirklich stimmt.
Ja, Geheimgesetze, verabschiedet von Geheimgerichten. Eine ehrliche Firma würde ihren Hauptsitz und ihre Server von einem Schurkenstatt in ein demokratisches Land verlegen.
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