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Ergonomie: So wird Ihr Arbeitsplatz rückenfreundlich

Mann vor seinem Computer: Abstand halten und die Schriftgröße verändern Zur Großansicht
Corbis

Mann vor seinem Computer: Abstand halten und die Schriftgröße verändern

Verspannter Rücken, schmerzende Maushand: Wer lange vor dem Computer sitzen muss, kennt solche Wehwehchen. Die folgenden Tipps versprechen Abhilfe für PC-Nutzer, und auch Notebook- und Tablet-Nutzer können etwas tun.

Acht Stunden oder mehr täglich vor dem Computer: Für viele Deutsche ist das Alltag im Beruf. Wer so viel Zeit vor seinem Bildschirm verbringt, sollte sich auch einmal Gedanken machen, wie er das möglichst gesundheitsschonend tut. Diese Tipps helfen dabei:

Abstand zum Bildschirm halten

Wenn man schon lange vor dem Bildschirm sitzen muss, sollte man zumindest ein wenig Distanz halten. "Der Sehabstand sollte mindestens 50 Zentimeter betragen - besser sind 70 Zentimeter bei 17-Zoll-Monitoren", sagt Sascha Wischniewski von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Ein dreh- und neigbarer Bildschirm, der außerdem noch höhenverstellbar ist, kann leicht an die eigene Sitzposition angepasst werden. Um Reflexionen zu vermeiden, sollte der Bildschirm im rechten Winkel zu Fenstern und Lampen aufgestellt werden.

Schriftgröße anpassen

Ist die Schrift auf dem Bildschirm zu klein, strengt das die Augen nur unnötig an. Sascha Wischniewski empfiehlt eine Schriftgröße von 11 bis 14 Punkten bei einem Abstand von 50 Zentimetern zum Bildschirm. Sie lässt sich in vielen Programmen leicht anpassen. Die meisten gängigen Internetbrowser bieten die Möglichkeit, die Schrift und damit auch die gesamte Webseite zu vergrößern oder zu verkleinern. Meistens funktioniert das, indem man die Tastenkombination Strg + und Strg - drückt.

Tastatur für eine natürliche Handhaltung

Gute Tastaturen kosten Geld. Ergonomie-Experte Wischniewski rät zu hellen Oberflächen mit gut lesbarer Beschriftung. Außerdem sollten die Tastenoberflächen leicht nach innen gewölbt sein. Vielschreiber können von speziellen Ergo-Tastaturen mit geteilten Tastenflächen profitieren. Sie ermöglichen eine natürlichere Haltung der Hände.

Die AOK Bayern rät Computernutzern dazu, Handballenauflagen rund fünf bis zehn Zentimeter vor das Tastenfeld zu positionieren. Das erspart den Handgelenken, beim Tippen dauerhaft angewinkelt zu sein. Optimalerweise ist die Tastatur leicht nach hinten erhöht aufgestellt oder in der Mitte erhöht. Ob unter den Tasten nun mechanische Schalter, Membrankontakte oder Scherenfedern stecken, ist Geschmackssache.

Die richtige PC-Maus

Die Computermaus sollte zur Handgröße des Nutzers passen, also etwa der Größe der gewölbten Handfläche entsprechen. Beim Probegriff sollten alle Tasten ohne Fingerstrecken gut erreichbar sein. Wer schon Probleme mit dem Arm, der die Maus bedient, hat, kann sich überlegen, Mauspads mit Handballenauflage anzuschaffen.

Höhenverstellbarer Tisch

Neben der Bildschirmposition, Schriftgrößen, Licht und angenehmen Tastaturen ist auch der Tisch ein wichtiger Faktor. Er sollte laut AOK Bayern über eine Höhe von mindestens 72 Zentimetern verfügen. Idealerweise ist er in einem Bereich von 68 bis 76 cm höhenverstellbar. Eine Arbeitsfläche von 160 Zentimetern Breite und 80 Zentimetern Tiefe bietet genug Platz. Geräte wie Drucker, die während des Betriebs vibrieren oder laute Betriebsgeräusche von sich geben, gehören nicht auf den Schreibtisch.

Eignen sich Notebooks und Tablets als Arbeitsgeräte?

Notebooks und Tablet-Computer haben meist kleinere Displays als Desktop-PC. Tastatur, Bildschirm und Touchpad sind fest miteinander verbunden. "Ergonomisch hat das Nachteile, da die Arbeitshaltung eingeschränkt ist", sagt Christian Herzog vom IT-Verband Bitkom. Gerade bei langer Arbeit vor dem Mobilgerät sorgt der ungünstige Blickwinkel nach unten für Probleme. Eine externe Tastatur, eine Maus und, wenn möglich, ein zusätzlicher externer Monitor können helfen. Notfalls hilft es schon, das Notebook etwas erhöht aufzustellen.

Auch Tablet-Computer können ergonomisch umgerüstet werden: Als Zubehör gibt es Geräte-Halterungen und externe Tastaturen, die ein längeres Arbeiten bequemer machen. Längeres Arbeiten mit dem Gerät auf dem Schoß sollte man vermeiden.

Thomas Schörner, dpa/gru

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 14 Beiträge
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1.
themistokles 20.01.2016
Kann man alles so unterschreiben. Bis auf dieses Unfug mit den ergonomischen Tastaturen. Es ist einfach fruchtbar, auf so einem Ding zu tippen.
2. Vertikalmaus
jal1988 20.01.2016
Ein sehr angenehmes Gerät ist außerdem die Vertikalmaus, bei der die Hand nicht mit der Handfläche nach unten aufliegt, sondern mit der Handfläche nach innen die Maus greift. Ich habe keine Probleme mehr mit Schmerzen im Handgelenk, früher war das immer ein Riesenproblem. Hilft meiner Meinung nach auch viel mehr als eine Auflage.
3. Der oder die Verfasser des Artikels
managerbraut 20.01.2016
sollten ihre Ratschläge eines entspannten Gesundheit fördernden Arbeitsplatz allein den Konzern,- Firmenleitungen unterbreiten und weniger den Arbeitnehmern welche in der Ausstattung ihrer Arbeitsplätze, wie Entspannunsübungen in denen produktive Arbeit ruht einzig von den Arbeitgebern abhängig sind.
4. Höhenverstellbar
3-plus-1 20.01.2016
Wie kommt der Arikelschreiber auf das schmale Brett: "Idealerweise ist er in einem Bereich von 68 bis 76 cm höhenverstellbar."? Es arbeiten doch nicht nur Frauen am Schreibtisch! Also mein Schreibtisch ist auf 82cm eingestellt und das ist auch gut so bei 1,95cm Körpergröße. Der ideale Schreibtisch sieht aber noch anders aus und ist viel höher verstellbar, so dass sich abschnittweise im Stehen arbeiten lässt. Das ist dann gesund für den Rücken.
5. Wirbelsaeulenwidriger Arbeitsplatz
Ursprung 20.01.2016
Zum achtstuendigen Computerarbeitsplatz gehoert ein Isomattenplatz auf dem flachen Boden. Auf dem muss 2mal pro Tag eine bestimmte Rueckenuebungsabfolge (zum Selbermachen) von je 15 min. absolviert werden und schon ist zumindest die Wirbelsaeule noch gesuender als als bei jeder/jedem an einem Nichtcomputerarbeitsplatz. Die Uebungsfolge kann man sich bei Orthopaeden geben lassen, die sich nach den Methoden des Englaenders Cyriax (in D. nach Dr. Hirschfeld, Bremen) zusatzbildeten.
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