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Änderung im Profil: So zeigt Facebook wieder Ihre richtige Adresse

Facebook hat eigenmächtig die E-Mail-Adressen geändert, die Facebook-Kunden in ihren Profilen angegeben haben. Statt der privaten steht dort jetzt jeweils eine persönliche Facebook-Adresse. Wir zeigen, wie Sie in wenigen Schritten ihre alten Kontaktdaten wiederherstellen können.

Facebook auf dem Schirm: Die Nutzer müssen bei der Adressänderung ja nicht mitspielen Zur Großansicht
REUTERS

Facebook auf dem Schirm: Die Nutzer müssen bei der Adressänderung ja nicht mitspielen

Facebook ist auch ein E-Mail- und Nachrichtendienst. Um diese Botschaft zu bestärken, hat das soziale Netzwerk vor kurzer Zeit ungefragt die Profildaten der Nutzer geändert. Anstelle der - meist privaten - E-Mail-Adresse, die man dort hinterließ, zeigt Facebook neuerdings nur noch die hauseigene Facebook-Adresse an: zum Beispiel knoke@facebook.com statt felixknoke@gmail.com. Die alte Adresse ist zwar noch gespeichert, wird aber standardmäßig nicht mehr angezeigt.

Zwar erklärt Facebook diese Änderung mit einer Vereinheitlichung, "wie man zu Ihrem Profil findet". Entsprechende Ankündigungen habe es bereits im April gegeben. Doch mancher Facebook-Nutzer dürfte sie eher als Bevormundung empfinden. Denn die an Facebook gesendeten Nachrichten können gemeinhin nur über Facebook gelesen werden. E-Mails von Facebook-Freunden landen im ganz normalen Nachrichteneingang des sozialen Netzwerks. Mails von unbekannten Absendern speichert das soziale Netzwerk unter "sonstige" Nachrichten - und damit wohl für die meisten unerfahreneren Facebook-Nutzer im Verborgenen. Wer sein Facebook-Profil als öffentliche Visitenkarte benutzt, könnte wichtige Mails verpasst haben.

Warum greift Facebook derart ins Kundenprofil ein? Der Druck, der im Geschäft mit Kurznachrichten und E-Mails herrscht, scheint derzeit hoch zu sein: Apple will in den neuen Smartphone- und Desktop-Betriebssystemen Mountain Lion und iOS 6 den plattformübergreifenden Nachrichtendienst iMessage installieren, Google verwischt mit Google+ und Gmail die Grenzen zwischen Nachrichtendienst und sozialem Netzwerk und Microsofts Messenger verschmilzt schon seit Jahren mit dem MSN-Netzwerk samt Profilseiten und E-Mail-Dienst. Da liegt es nahe, dass Facebook das eigene Produkt stärken möchte, womöglich auf Kosten der Loyalität seiner Nutzer. Doch die müssen ja nicht mitspielen. Erfahren Sie hier, wie Sie die Einstellung bei Facebook rückgängig und Ihre einst selbst eingestellte E-Mail-Adresse wieder sichtbar machen können - wenn Sie denn wollen.

So stellen Sie ihre E-Mail-Adresse in Facebook wieder her:

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Anleitung: So stellen Sie Ihre E-Mail-Adresse in Facebook wieder her
So lesen Sie E-Mails, die an ihre Facebook-Adresse geschickt wurden:

E-Mails von Facebook-Freunden, deren E-Mail-Adresse bei Facebook hinterlegt ist, erscheinen ganz normal im Nachrichteneingang ihres Facebook-Profils. Je nachdem, ob Sie die entsprechende Einstellung gewählt haben, werden sie auch an Ihre Privatadresse weitergeleitet.

Screenshot: Hier landen E-Mails von unbekannten Facebook-Adressen Zur Großansicht

Screenshot: Hier landen E-Mails von unbekannten Facebook-Adressen

E-Mails von unbekannten Facebook-Adressen landen im etwas versteckten Ordner "Sonstiges" (siehe Bild). Typischerweise werden die Nachrichten aus diesem Ordner nicht an ihre private E-Mail-Adresse weitergeleitet.

fkn

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1. Was zahlt fb dafür?
McPomNormalo 25.06.2012
Zitat von sysopREUTERSFacebook hat eigenmächtig die E-Mail-Adressen geändert, die Facebook-Kunden in ihren Profilen angegeben haben. Statt der privaten steht dort jetzt jeweils eine persönliche Facebook-Adresse. Wir zeigen, wie Sie in wenigen Schritten ihre alten Kontaktdaten wiederherstellen können. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,840736,00.html
Ist es jetzt soweit, das fb-user hier einen kostenlosen Helpdesk bekommen? Kann mir jemand zum Ausgleich darlegen, wie ich diese ganze social-media-anschleimerei effizient abblocken kann? Gelingt mir nämlich nur zu einem guten Teil...
2. Zustimmung!
Spartacus 25.06.2012
Zitat von McPomNormaloIst es jetzt soweit, das fb-user hier einen kostenlosen Helpdesk bekommen? Kann mir jemand zum Ausgleich darlegen, wie ich diese ganze social-media-anschleimerei effizient abblocken kann? Gelingt mir nämlich nur zu einem guten Teil...
Ich schließe mich meinem Vorredner an. Wieso bekommen die 'Amerikaner' schon zwischen Überschrift und Text ein Werbefeld? Es ist schlichtweg unverschämt und unverständlich, dass dt. Medien und Firmen für dieses us-amerikan. Netzwerk so massiv Werbung machen, und unser dt. Pendant, die vz-Gruppe, außen vor lassen - welche dadurch dem Untergang nahesteht.
3. Asocial-Network
SirLurchi 25.06.2012
Zitat von sysopREUTERSFacebook hat eigenmächtig die E-Mail-Adressen geändert, die Facebook-Kunden in ihren Profilen angegeben haben. Statt der privaten steht dort jetzt jeweils eine persönliche Facebook-Adresse. Wir zeigen, wie Sie in wenigen Schritten ihre alten Kontaktdaten wiederherstellen können. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,840736,00.html
Das ist doch nur noch Stumpfsinn, den diese Firma absondert - und ihre Kunden lassen sich wie Herdenvieh vorführen. Wie soll sich denn bei solch einem Verhalten in Dtld. politisch etwas ändern, wenn dieses Herdenvieh sogar im eigenen Fressenbuch-Konto mit sich machen lässt, was FB will. Ich finde, darüber sollte mal ein kultiger Film gedreht werden: Ohne Hirn am eigenen PC.
4. Tipp
SirLurchi 25.06.2012
Zitat von McPomNormaloIst es jetzt soweit, das fb-user hier einen kostenlosen Helpdesk bekommen? Kann mir jemand zum Ausgleich darlegen, wie ich diese ganze social-media-anschleimerei effizient abblocken kann? Gelingt mir nämlich nur zu einem guten Teil...
Hier ein paar Tipps, wie man die Daten-Sammelwut in I-Net zumindest ein wenig eindämmen kann: 1. Firefox verwenden 2. dort dann "NoScript", "AdBlock +" und "Ghostery" installieren. Danach ist für die meisten das Surfen schon wesentlich entspannter. Gut, man muss sich zunächst mal an die Programme gewöhnen, aber es lohnt sich.
5. 2. Versuch
SirLurchi 25.06.2012
Zitat von SpartacusIch schließe mich meinem Vorredner an. Wieso bekommen die 'Amerikaner' schon zwischen Überschrift und Text ein Werbefeld? Es ist schlichtweg unverschämt und unverständlich, dass dt. Medien und Firmen für dieses us-amerikan. Netzwerk so massiv Werbung machen, und unser dt. Pendant, die vz-Gruppe, außen vor lassen - welche dadurch dem Untergang nahesteht.
1. Firefox nutzen 2. "NoScript", "AdBlock +" und "Ghostery" installieren Danach hat man einigermaßen Ruhe im Netz - man muss sich natürlich an die o. g. Addon's gewöhnen.
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Soziale Netzwerke
Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

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