Chatbots Diese Roboter organisieren Ihre Freizeit

Die perfekte Playlist, Informationen zur Fußball-EM und Empfehlungen für Netflix: Facebook-Bots geben Tipps für die Freizeitgestaltung. Einige funktionieren schon erstaunlich gut.

Roboter (Symbolbild)
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Fußball-Bots

Toni ist der beste Freund zur Fußball EM. Denn er bringt kurz und knapp die Fußballergebnisse aufs Smartphone. Wie mit allen Facebook Bots, kommuniziert man mit Toni über den Facebook Messenger. Dazu geht man einfach auf die Fanpage von "Toni, the Euro Bot 2016" und schickt ihm eine Nachricht.

Toni antwortet prompt. Allerdings versteht der Chatbot nur Englisch und spuckt auch alle Ergebnisse auf Englisch aus. Auf die Frage nach dem nächsten Deutschlandspiel antwortet der Bot mit allen bisherigen Gegnern und Ergebnissen sowie dem kommenden Match. Wer möchte, kann sich einen täglichen Ticker einrichten. Dann schickt Toni jeden Tag eine Zusammenfassung der Spielergebnisse zur laufenden Europameisterschaft.


Wer auch nach der EM über sein Lieblingsteam auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann sich den Soccerfanbot in den Messenger holen. Der kennt nicht nur die Ergebnisse und Spieltage der EM, sondern zum Beispiel auch der Bundesliga.

Der Spotify-Bot

Für alle die zu faul sind sich durch die schier endlose Musikbibliothek von Spotify zu hören, dem erstellt der "Lazyset" Bot die passende Playlist. In nur wenigen Schritten klärt man im Chat welche Künstler und Bands man mag.


Sobald man Lazyset dann die Freigabe erteilt auf das eigene Spotify-Konto zuzugreifen, legt der Bot in Sekundenschnelle eine Playlist bei Spotify an. Und die ist wirklich erstaunlich passgenau auf den eigenen Musikgeschmack zugeschnitten. Lazyset ist auch sehr praktisch, wenn man auf die Schnelle eine Partyplaylist erstellen will, deren Titel man nicht unbedingt in der eigenen Library hat. Damit ist Lazyset einer der aktuell besten und nützlichsten Entertainment Bots im Facebook Messenger.

Der Rezepte-Bot

Keine Ahnung, was heute Abend auf dem Teller landen soll? Der Bot "Dinner Ideas" schafft Abhilfe. Über den Chat trifft man die Vereinbarung, wie häufig der Bot sich mit Rezeptvorschlägen bemerkbar machen soll: täglich, wöchentlich oder nur auf Nachfrage. Die vorgeschlagenen Rezepte treffen nicht immer den eigenen Geschmack. Doch mit der Zeit lernt der Chabot seine Nutzer besser kennen und kann bessere Vorschläge machen. Für ein paar schnelle Ideen, ist "Dinner Ideas" Gold wert. Ein Schlagwort wie "Avocado" reicht und sofort liefert der Bot Rezeptideen.



Der Netflix-Bot

"Netflix and chill" ist der geflügelte Ausdruck für einen entspannten Abend. Genau da setzt der "And Chill"-Bot an: die Nutzer brauchen sich nicht durch die umfangreiche Netflix-Sammlung an Filmen und Serien kämpfen, denn das macht der Bot. Über den Messenger erfragt "And Chill" die Stimmung oder Filme, die man mag und schlägt dann Passendes vor. Einziges Problem: wer sich neu bei "And Chill" anmeldet, erlebt unter Umständen eine lange Wartezeit, bis der Bot sich meldet.

Aktuell überprüfen die Macher des Bots noch jede Antwort. Aufgrund des Nutzeransturms kommt es nun zum Stau. An einer Lösung wird gearbeitet. Und: Das Warten lohnt sich.



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
Bürger Icks 28.06.2016
1. Chatbots: Diese Roboter organisieren Ihre Freizeit
Wetten nicht? xD
cs01 28.06.2016
2.
Mit Leuten aus Fleisch und Blut von Angesicht zu Angesicht zu reden ist wohl out.
chewbakka 28.06.2016
3.
Für die Menschen, die diese Bevormundung als 'Erleichterung' des Lebens empfinden wäre es wahrscheinlich auch o.k., wenn sie sich ein direktes Interface ins Hirn einpflanzen lassen, über das dann alles, was diese Bots sie dann erleben lassen, direkt ins Hirn eingespielt wird - ganz ohne, daß sie sich dazu überhaupt noch bewegen oder selber denken müssten....
locke27 28.06.2016
4. der artikel
ist mindestens so überflüssig wie diese bots. oder menschen die solchen bots zur bevormundung brauchen. hauptsache den eigenen kopf nicht mehr beutzen. und immer und überall dabei: facebook. ein unternehmen dem es, sorry, scheiß egal ist wie bequem sie es zuhause haben, wie viele freunde sie haben oder ob sie vor einem monat, modernt vorm rechner zusammen geklappt sind. und unsere medien unterstützen das. warum? weil auch unsere medien mehr von einer nicht denkenden bevölkerung hat. merkt man ja an den artikel und der Berichterstattung in diesem land. kein mensch braucht Facebook! zumindest keine die ihren kopf benutzen
sucher533 28.06.2016
5. schleichender Prozess
Es ist mit den Bots wie mit vielen Dingen. Erst will man sie nicht haben und irgendwann ist es alltäglich. Bei Handys war und ist es ähnlich, wer wollte schon ständig erreichbar sein? Heute geht es mit den Smartphones weit über das Telefonieren hinaus und ist für die meisten Menschen kaum noch verzichtbar. Das gleiche gilt für Plastikgeld etc.
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