Projekt "Aquila" Facebook präsentiert riesige Internet-Drohne

Facebooks neuestes Projekt hat die Flügelspanne einer Boeing 737, wiegt weniger als ein Auto und kann drei Monate in der Luft bleiben: Die Drohne "Aquila" soll einmal zehn Prozent der Menschheit Zugang zum Internet verschaffen.

Die Drohne "Aquila": Internet aus der Luft
REUTERS

Die Drohne "Aquila": Internet aus der Luft


Facebook hat eine erste solarbetriebene Drohne fertiggestellt, die zukünftig Menschen in abgelegenen Regionen Zugang zum Internet verschaffen soll. Das unbemannte Flugzeug hat eine Flügelspanne von 42 Metern, und ist damit genau so groß wie eine Boeing 737, wiegt dabei aber nur gut 400 Kilogramm - weniger als ein Kleinwagen.

Yael Maguire, Chefentwickler des Facebook Connectivity Lab, hat den Prototypen in Kalifornien vorgestellt. Sein Team hat die Drohne in den vergangenen 14 Monaten gebaut, noch in diesem Jahr sollen in den USA erste Testflüge starten.

Heliumballons sollen das Fluggerät in die Höhe ziehen. Anschließend kann die Drohne nach Angaben von Maguire 90 Tage am Stück in der Luft bleiben. Das Flugzeug soll dabei permanent in einem drei Kilometer großen Radius kreisen. Am Tag steigt die Drohne auf 30 Kilometer Höhe, nachts sinkt sie auf 20 Kilometer, um Energie zu sparen.

Das Facebook Connectivity Lab arbeitet derzeit noch an einem Lasersystem, das die Internetsignale Richtung den Boden sendet. Ziel sei es, einen Laser zu entwickeln, der so genau ist, dass er aus etwa 18 Kilometern Entfernung eine Münze trifft. "Es gibt viele bewegliche Teile, die synchron arbeiten müssen", sagte Maguire. Zehn Gigabit pro Sekunde will Facebook per Laser übertragen.

Facebooks Ziel ist es, mit dem "Aquila"-Programm den zehn Prozent der Menschheit Zugang zum Internet zu ermöglichen, die in Gegenden leben, in denen es zu teuer ist, die herkömmliche Infrastruktur aufzubauen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte, langfristig werde das Unternehmen davon profitieren, wenn mehr Menschen Internetzugang bekämen. Trotzdem sei das Programm nicht profitorientiert.

Google arbeitet an einem ähnlichen Projekt, bei dem Hightech-Ballons in großer Höhe fliegen und die Welt mit Internet versorgen sollen.

syd/dpa



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insgesamt 50 Beiträge
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spon-facebook-1399561476 31.07.2015
1. Ente?
radios? Boeing 737 oder 747? Bei so vielen offensichtlichen Fehlern steigt nicht das Vertrauen in die Seriosität des Artikels!?!
peter-k 31.07.2015
2. Keineswegs ist die Beglueckung der Menschen ohne Internet das Ziel
Eines Tages wird sich zeigen, dass die chinesische Strategie den Firmen Google, Facebook, Twitter, Flickr und anderen Einhalt zu gebieten genau die richtige war.
taheles 31.07.2015
3.
"Jede Drohne soll am Boden ein Gebiet mit 50 Quadratkilometer Durchmesser versorgen können. " :-) Sie meinen wohl eher Fläche...
daktari164 31.07.2015
4. Skynet raising
deja vue ... Skynet preparing for take over? neulich bei Schwarzenegger ...
Schnarsel 31.07.2015
5.
"Das Flugzeug soll dabei permanent in einem drei Kilometer großen radios kreisen." Die Drohne die ein Flugzeug ist und in einem "radios" kreist? Gebt dem Lektor doch mal einen Kaffee oder kauft dem Autor ein Exemplar von "Deutsch für Dummies". Da wird einem ja schon vor dem Frühstück ganz anders.
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