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Neue Strategie der britischen Armee: Für Königin und Vaterland auf Facebook

Britischer Soldat im Irak (Archivbild): Kriegsführung im Informationszeitalter Zur Großansicht
AFP

Britischer Soldat im Irak (Archivbild): Kriegsführung im Informationszeitalter

Das britische Militär hat ein neues Schlachtfeld identifiziert: das Internet. Eine neue Brigade mit 1500 Soldaten soll auf Facebook und Twitter die "Herzen und Köpfe der Menschen gewinnen".

London - Großbritanniens Armee baut eine neue Brigade auf. Die 1500 Soldaten, die ab April im südenglischen Hermitage stationiert sind, sollen nicht schießen, sondern twittern.

Die Aufgabe der 77. Brigade sei die Kriegsführung im Informationszeitalter, sagte Armeegeneral Nick Carter der BBC. Er wird die Truppe leiten, die aus regulären Soldaten und Reservisten bestehen soll. Seine Untergebenen sollen über Facebook, Twitter und andere soziale Medien dafür sorgen, dass die britische Armee in bestem Licht erscheint.

Doch nicht nur das: "Das Handeln der anderen auf dem modernen Schlachtfeld kann auch auf gewaltfreie Art beeinflusst werden", sagte ein Armeesprecher. "Wir ziehen dabei wichtige Schlüsse, unter anderem aus unseren Operationen in Afghanistan." Dort gelang es den Briten und ihren Nato-Verbündeten trotz militärischer Überlegenheit gegenüber den Taliban nicht, die Bevölkerung vom Nutzen der Militärpräsenz zu überzeugen. Künftig soll die Social-Media-Brigade dabei helfen, "die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen", wie es in der Militärsprache heißt.

Der Aufbau der Einheit ist aber auch eine Reaktion auf das russische Vorgehen in der Ukraine und den Vormarsch der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak. Prorussische Aktivisten verbreiten in sozialen Netzwerken und Kommentarspalten auf Nachrichtenseiten Moskaus Version des Konflikts, Tausende pro-IS-Accounts überschwemmen Facebook und Twitter mit Dschihad-Propaganda. Westliche Armeen haben dem bislang wenig entgegenzusetzen.

Doch es gibt eine Ausnahme: Das israelische Militär (IDF) ist bereits seit Jahren äußerst aktiv auf Twitter, Facebook, YouTube und Instagram. In sechs Sprachen verbreitet die IDF ihre Sicht auf den Nahostkonflikt. Während des jüngsten Gaza-Kriegs im Sommer 2014 lieferte sich die Armee auf Twitter einen regelrechten Online-Krieg mit der Hamas.

Die Bezeichnung der neuen britischen Einheit - 77. Brigade - soll an eine britische Guerillatruppe im Zweiten Weltkrieg erinnern. Unter Führung von Major General Orde Wingate kämpfte die 77. Infanteriebrigade, auch Chindits genannt, hinter feindlichen Linien gegen die Japaner. Obwohl zahlenmäßig weit unterlegen, fügten sie dem Feind schwere Verluste zu und zwangen ihn dazu, seine Strategie zu ändern.

Genau das sollen nun die britischen Social-Media-Krieger schaffen.

syd

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insgesamt 17 Beiträge
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    Seite 1    
1. Eine Invasion der Trolle ....
werimmer 31.01.2015
.... steht uns damit bevor.
2. Falsch!
denkdochmal 31.01.2015
Zitat von werimmer.... steht uns damit bevor.
Die Trolle sind IMMER die Nutzer, wenn sie nicht rechtzeitig ihren Geist einschalten.
3.
ramsess 31.01.2015
Propaganda Schreiber, na das kann ja heiter werden
4.
Verschwörungspraktiker 31.01.2015
Ein Grund mehr, diese ganzen Socialnetworkkramgedöns zu meiden...
5. Das Feld der Lüge
Jochen.Bold 31.01.2015
Die Geheimdienste der USA und Englands bekommen nun von den Internet-Medien einen Mengenrabatt. Das blöde Volk war schneller. Die nennen bereits diese Medien: "Lügenpresse".
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