Instant Articles SPIEGEL-ONLINE-Texte kommen in die Facebook-App

Das soziale Netzwerk Facebook kooperiert mit einer Reihe internationaler Medienhäuser. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Facebook-Nutzern schnelleren Zugang zu einzelnen Artikeln zu geben. Auch SPIEGEL ONLINE ist mit an Bord.

Facebook-App auf dem Handy: SPIEGEL-ONLINE-Artikel direkt in der App
AFP

Facebook-App auf dem Handy: SPIEGEL-ONLINE-Artikel direkt in der App


Für Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook gibt es bald eine neue Möglichkeit, Artikel von SPIEGEL ONLINE zu lesen: Direkt in der Facebook-App für iOS. In den USA sind die "New York Times", der "National Geographic", "The Atlantic", NBC News und "BuzzFeed " an dem Projekt beteiligt, in Großbritannien die BBC und der "Guardian". In Deutschland ist neben SPIEGEL ONLINE auch "Bild" an dem Projekt namens "Instant Articles" beteiligt.

Florian Harms, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE: "Für uns ist diese Kooperation mit Facebook zunächst einmal ein Test. Wir hoffen, dabei einiges darüber zu lernen, wie sich unsere Inhalte in sozialen Netzwerken am besten darstellen und verbreiten lassen. Uns ist es wichtig, unsere Leser da zu erreichen, wo sie sind, und da spielt Facebook einfach eine wichtige Rolle. Unsere Berichterstattung über Facebook wird all das selbstverständlich nicht beeinflussen, sie bleibt unabhängig und kritisch." Die ersten SPIEGEL-ONLINE-Artikel werden voraussichtlich in den kommenden Wochen als "Instant Articles" bei Facebook zu finden sein.

Schnellere Ladezeiten für die Nutzer

Die teilnehmenden Medienhäuser bekommen eine Reihe von Werkzeugen an die Hand, mit denen sie die Inhalte aus ihren Redaktionen in der gewohnten Optik und Bedienbarkeit für Facebook anpassen können. Für die Nutzer liegt der Vorteil vor allem in reduzierten Ladezeiten innerhalb der Smartphone-App: Die Inhalte werden direkt von Facebook ausgeliefert.

Die teilnehmenden Medien können die geschaltete Werbung der direkt in dem Netzwerk abrufbaren Artikeln selbst vermarkten, ein Aspekt, den SPIEGEL-ONLINE-Geschäftsführerin Katharina Borchert besonders betont: "Wichtig ist dabei, dass wir nicht nur die Auswahl der Inhalte, sondern auch deren Vermarktung selbst in der Hand haben." Es gibt noch eine zweite Möglichkeit: Liefert Facebook selbst Anzeigenverkäufe aus dem eigenen Inventar zu, reicht der Konzern 70 Prozent der Erlöse an die Verlage weiter.

Das Angebot richtet sich vor allem an mobile Nutzer: Facebook-Manager Justin Osofsky sagte der dpa, bei der Entwicklung von "Instant Articles" habe das Erlebnis der Leser im Vordergrund gestanden. Wenn Facebook-Nutzer auf einen Medien-Link in der Mobil-App klicken, dauere es bislang oft mehrere Sekunden, bis die Inhalte auf dem Smartphone erscheinen.

cis

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