Anzeigen für Kryptowährungen Facebook lockert Werbeverbot wieder

Viele Onlineanzeigen werben für Digitalwährungen wie Bitcoin. Aus Sorge vor Betrügern hatte Facebook einen Werbebann verhängt. Künftig soll es aber wieder weniger streng zugehen, teilte der Konzern nun mit.

Mann vor Bitcoin-Automat in Hongkong
DPA

Mann vor Bitcoin-Automat in Hongkong


Facebook will in einem eingeschränkten Maß wieder Werbung für Kryptowährungen zulassen. Das erklärte der für Produktmanagement zuständige Manager Rob Leathern am Dienstag in einem Blogbeitrag.

Allerdings bleiben bestimmte Anzeigen weiter verboten, zum Beispiel solche für sogenanntes Initial Coin Offering (ICO). Bei einem ICO sammeln Firmen durch die Ausgabe neuer virtueller Währungen Geld bei Investoren ein. Das Unternehmen werde außerdem vorher prüfen, ob die beworbenen Angebote rund um Kryptowährungen sicher und legal sind, heißt es in dem Beitrag.

Facebook hatte das Werbeverbot Anfang des Jahres eingeführt. In den Anzeigenrichtlinien des Unternehmens hieß es damals, man dürfe nicht für Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen werben, "die häufig mit irreführenden oder betrügerischen Werbepraktiken in Verbindung gebracht werden".

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Angst vor Betrügern

Das Unternehmen listete einige Beispiele für Anzeigensprüche auf, die es loswerden wollte. Darunter: "Klicken Sie hier, um mehr über unsere risikolose Kryptowährung zu erfahren, die sofortige Zahlungen an jedermann in der Welt ermöglicht" und "Neuer ICO! Kaufen Sie JETZT Tokens mit 15 Prozent Rabatt!". Das letzte Beispiel betrifft konkret Bitcoin: "Benutze deine Pensionskasse, um Bitcoin zu kaufen!"

Abgesehen vom großen Risiko, das die Investition in Kryptowährungen ohnehin mit sich bringt, müssen Nutzer sich auch vor Betrügern in Acht nehmen. Mitte Januar etwa hatten Hunderte Iota-Nutzer ihr gesamtes Guthaben verloren, weil sie auf eine betrügerische Website namens Iotaseed.io hereingefallen waren.

Auch Google und Twitter waren - ebenfalls aus Sorge über Betrug - dem Werbeverbot von Facebook im März gefolgt.

gru/Reuters



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