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Spendenaktion: Unterstützer sammeln 10.000 Dollar für Facebook-Hacker

Gehacktes Zuckerberg-Konto: Prämie für den Hacker Zur Großansicht

Gehacktes Zuckerberg-Konto: Prämie für den Hacker

Bei Facebook war er leer ausgegangen, doch seine spektakuläre Aktion zahlt sich nun doch aus: Web-User haben eine fünfstellige Summe für einen Programmierer gesammelt, der eine Facebook-Sicherheitslücke entdeckt hatte. Das soziale Netzwerk hatte ihm eine Belohnung verweigert.

Der Aktion, mit der der arbeitslose palästinensische Programmierer Khalil Shreateh auf eine Sicherheitslücke bei Facebook hingewiesen hatte, brachte ihm zwar Ruhm ein, doch zunächst kein Geld. Das hat sich nun sehr plötzlich geändert. Nur einen Tag nachdem Unterstützer des Hackers auf der Crowdfunding-Plattform Gofundme um Spenden gebeten hatten, sind bereits mehr als 10.000 Dollar für ihn gesammelt worden. Weit mehr, als er von Facebook zu erwarten hätte.

Der Mann hatte eine Sicherheitslücke entdeckt, die es ermöglichte, auf der Pinnwand beliebiger Facebook-Mitglieder Nachrichten zu hinterlassen. Das Sicherheitsteam des sozialen Netzwerks hatte ihn jedoch ziemlich schroff mit der Erklärung "Tut mir leid, das ist kein Bug." abgebügelt. Danach sah Shreateh keinen anderen Weg, als Netzwerk-Chef Mark Zuckerberg direkt auf das Problem hinzuweisen und hinterließ auf dessen Pinnwand einen entsprechenden Hinweis.

Die Folge: Shreatehs Facebook-Profil wurde umgehend gesperrt: Eine "Vorsichtsmaßnahme" sei das, soll ihm Facebooks Sicherheitsteam erklärt haben. Die eigentlich von Facebook ausgelobte Geldprämie für gefundene Fehler, wurde allerdings mit der Begründung verweigert, dass er gegen Facebooks Nutzungsbedingungen verstoßen habe, als er unerlaubt eine Nachricht auf der Pinnwand eines andere Facebook-Mitglieds postete.

Das ließ den IT-Sicherheitsexperten Marc Maiffret nicht ruhen und der Kalifornier eröffnete auf Gofundme die Geldsammelaktion für Shreateh. Binnen 24 Stunden beteiligten sich 150 Spender aus aller Welt daran, wie "Quartz" meldet.

Von der Aktion soll auch eine Nachricht an Sicherheitsforscher ausgehen: "Wir schätzen die Anstrengungen, die sie zum Nutzen aller anstellen", schreibt Spendensammler Maiffret.

meu

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insgesamt 7 Beiträge
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1. und wann
roflem 21.08.2013
löscht endlich SPON seinen Fratzenbuch Account???
2. Mit genau derselben Selbstherrlichkeit
musikimohr 21.08.2013
knippst facebook all denjenigen das Licht aus, die sich weigern ihren Klarnamen preis zu geben. Soll ja immer noch so'n paar Bauernschlaue geben, die meinen, sie könnten sich der facebook-Überwachung entziehen. Wohl dieselben die mit Hilfe des "Freundefinders" sämtliche Personen, die ihnen mal eine Email geschrieben haben, dem Zugriffs dieser Datenkrake aussetzen und damit zu Zwangsmitgliedern machen. Wir sind alle bei facebook. Manche freiwillig.
3. optional
jerzick 21.08.2013
ICH bin nicht bei Facebook. Und das Verhalten in dieser Sache ist ziemlich schäbig, denke ich.
4. Es gibt noch Gerechtigkeit
oneironaut 21.08.2013
nur nicht in der Marktwirtschaft! Da sieht man mal wieder, dass sich Gewitzt- und Frechheit doch auszahlen. Freut mich! Hätte ich nicht gedacht!
5. kein bug, feature
urizen 21.08.2013
So, oder so ähnlich hört sich FBs verhalten für mich an. Btw von wegen Klarnamen, 90% durften fiktive Namen benutzen und mehrere fakeaccounts betreiben.
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  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.


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