"Sonstiges" wird abgeschafft Was das neue Facebook-Postfach kann und was nicht

Facebook reformiert sein Nachrichtensystem und macht es leichter, fremde Nutzer anzuschreiben. Dafür wird der "Sonstiges"-Ordner abgeschafft. Eine Garantie, dass die eigene Nachricht gelesen wird, gibt es aber nicht.

Nachricht von einem Fremden: Das "Sonstiges"-Postfach wird abgeschafft
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Nachricht von einem Fremden: Das "Sonstiges"-Postfach wird abgeschafft


Bessere Notifications, Gifs im Messenger, 360-Grad-Videos: Bei Facebook gibt es momentan wieder im Wochentakt neue Funktionen. Manche fallen im Alltag kaum auf, andere wie die neue Suchfunktion haben das Potenzial, die Nutzung des Netzwerks nachhaltig zu verändern.

Es gibt aber auch Innovationen, denen man gar nicht entgehen kann. Eine davon ist ein neues Nachrichtensystem, das Facebook am Dienstag vorgestellt hat und das jetzt nach und nach für alle Nutzer freigeschaltet wird. Das System namens Message Requests soll es leichter machen, fremde Nutzer zu kontaktieren.

"Vergesst Telefonnummern", schreibt Facebook-Manager David Marcus. "Wir wollen den Messenger wirklich zu einem Ort machen, wo du jeden, den du erreichen willst, finden und privat kontaktieren kannst."

Bye, bye "Sonstiges"

Bislang war es mitunter mühselig, die Aufmerksamkeit unbekannter Facebook-Nutzer zu bekommen. Nachrichten an Fremde landeten standardmäßig nicht in deren Hauptpostfach, sondern im sogenannten "Sonstiges"-Ordner. Manche Nutzer wissen vermutlich bis heute gar nicht, dass so ein Ordner überhaupt existiert - zumal er sich ausschließlich über Facebooks Webversion, nicht aber über die Apps aufrufen lässt.

Der "Sonstiges"-Ordner wird nun abgeschafft. Erhält man künftig Post von einem Unbekannten, wird das direkt im Facebook Messenger beziehungsweise prominenter als bislang im Nachrichtensystem angezeigt.

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Wie er mit den Nachrichten von Fremden umgeht, kann jeder Nutzer selbst entscheiden. So soll man die Nachrichten lesen oder löschen können, ohne dass die Sender das mitbekommen. Alternativ kann man Nachrichten auch ignorieren, ähnlich wie Freundschaftsanfragen. Durch das neue System ist man prinzipiell also leichter erreichbar als bisher, hat aber auch weniger Druck, auf unerwünschte Nachrichten zu antworten.

Melden sich Personen, mit denen man befreundet ist oder schon einmal Nachrichten ausgetauscht hat, landen deren Anfragen weiter im normalen Postfach. Dasselbe passiert, wenn jemand schreibt, dessen Telefonnummer man in seinem Handy gespeichert hat - zumindest, sofern Facebook Zugriff auf diese Kontakte hat.

mbö

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
e-cdg 28.10.2015
1. nun ja
Facebook braucht nicht reformiert zu werden. Die analoge Unterhaltung von Mensch zu Mensch hätte eine Reformation nötig!
orr_nee_ey 28.10.2015
2. Mängel anderer Funktionen
Facebook sollte es den Usern erlauben, selbst entscheiden zu können, ob Inhalte, wie Fotos, kommentiert werden dürfen oder eben nicht, um z.B. einen ganzen Rattenschwanz an Hasskommentaren wildfremder User zu verhindern. Dies zu unterbinden ist bisher nur möglich indem man keine Freunde bestätigt.
tambora 28.10.2015
3. @orr_nee_ey
Nein, Sie können die Zielgruppe ihrer Fotos und sonstigen Beiträge ganz gezielt bestimmen. Ich kenne meine Pappenheimer bei Facebook und weiß, wem ich was zumuten kann, ohne "Hasskommentare" oder sonstige unerwünschte Kommentare zu ernten.
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