Urteil Facebook-Nutzer müssen weiter Klarnamen angeben

Wer ein Konto bei Facebook eröffnet, muss vorerst weiter seinen wahren Namen angeben. Datenschützer sind in Hamburg mit einer Klage gegen diese Praxis gescheitert.


Bei Facebook gilt weiterhin die Pflicht zum Klarnamen. Wer beim Netzwerk ein Konto eröffnet, muss man das mit seinem wahren Namen tun. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg wies eine Beschwerde des Hamburger Datenschutzbeauftragten zurück, der das US-Unternehmen verpflichten wollte, auch Nutzer unter einem Pseudonym zuzulassen.

Wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag weiter mitteilte, hatte der Datenschützer die Anweisung der Facebook Ireland Limited erteilt. Diese Tochter des Konzerns ist für die Verarbeitung personenbezogener Daten in Europa zuständig.

Die in Hamburg ansässige Facebook Germany GmbH ist nach Angaben des Gerichts vor allem im Bereich Werbung tätig. Es sei aber offen, ob die EU-Datenschutzrichtlinie einer Behörde in einem EU-Land erlaube, gegen ein Unternehmen in einem anderen Unionsland vorzugehen.

Ähnlich hatte bereits in der Vorinstanz das Verwaltungsgericht Hamburg geurteilt. Facebook und Behörden in Europa streiten sich immer wieder über Fragen des Datenschutzes.

fab/dpa



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