Plattform für Online-Werbung: Facebook arbeitet angeblich an Nachrichten-App

Facebook-App: Die "beste personalisierte Zeitung der Welt"? Zur Großansicht
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Facebook-App: Die "beste personalisierte Zeitung der Welt"?

Auf der Suche nach einer weiteren Einnahmequelle könnte Facebook fündig geworden sein: Einem Medienbericht zufolge arbeitet das Unternehmen an einem Nachrichtenangebot für Mobilgeräte.

Glaubt man Insider-Berichten im "Wall Street Journal", arbeitet das weltweit größte soziale Netzwerk an einem neuen Nachrichtenangebot. Der intern als Reader bezeichnete Dienst soll seine Inhalte aus dem Nachrichtenstrom der Facebook-Nutzer beziehen und nicht etwa eine neue Variante zum Thema RSS-Reader sein.

Bereits seit über einem Jahr sollen Facebooks Entwickler an dem Projekt arbeiten. Das Ergebnis erinnere an Flipboard, eine App, die Nachrichten aus verschiedenen Quellen im Internet in ein einheitliches Format überträgt und zum Lesen auf Smartphones und Tablets aufbereitet. Kennzeichnend für Flipboard ist das animierte Blättern zwischen Artikeln, Bilderserien oder Kommentarspalten.

Dass Facebook ein eigenes Nachrichtenangebot vorbereitet, ist an sich wenig erstaunlich: Immer wieder sucht das Unternehmen nach Wegen, aus seiner enormen Mitgliederzahl Profit zu schlagen. Mehr als eine Milliarde Nutzer sind bei Facebook registriert. Ein optisch schön aufbereitetes und personalisiertes Nachrichtenangebot wäre eine gute Möglichkeit, diesem Publikum im großen Stil bezahlte Werbung zu präsentieren.

Für diese Vision spricht auch Zuckerbergs Rhetorik. Vor einigen Monaten sagte der Facebook-Gründer, dass sein Netzwerk "die beste personalisierte Zeitung der Welt" werden solle. Wo interessante Inhalte sind, so das Kalkül, da verweilen auch die Kunden - und öffnen ihre Wahrnehmung für passende und passend gemachte Werbung.

Noch allerdings ist das reine Spekulation. Facebook selbst hat sich zu den Gerüchten bislang nicht geäußert.

fkn

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  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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