Facebooks Sperrpolitik: Wer konkurriert, wird blockiert

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Newsfeed: So sieht das neue Facebook aus Fotos

Kein Anschluss für die Konkurrenz: Facebook sperrt seinen Nutzern bei vielen Onlinediensten den Zugriff auf ihre Kontakte. Grundlage ist eine neue Klausel in den Richtlinien für die eigene Plattform. Wer mit Facebook-Diensten konkurriert, wird blockiert.

Foto-Apps mit Retro-Filtern, Chat-Programme, eine soziale Suchmaschine, eine Video-App - derart unterschiedlichen Onlinediensten hat Facebook in den vergangenen Wochen den Zugang zu seinen Nutzern gesperrt. Jüngstes Opfer der Facebook-Sperre ist der Chatdienst "MessageMe". Nutzer der App können nicht mehr Facebook-Freunde als Kontakte in die Adressliste des Chat-Programms importieren.

Facebook begründet die Blockade laut TechCrunch mit derselben Klausel aus seinen Nutzungsbedingungen wie in anderen, ähnlich gelagerten Fällen. Facebook will sich dazu nicht äußern. Facebook hat die entsprechende Klausel Ende Januar in seine Richtlinien für die Facebook-Plattform geschrieben. Punkt I.10 verbietet Entwicklern seitdem Folgendes:

"Sie dürfen die Facebook-Plattform nicht ohne unsere Erlaubnis dazu nutzen, für Dienste oder Produkte zu werben, oder dorthin Nutzerdaten zu übertragen, wenn diese ein Kernprodukt von Facebook oder eines Facebook-Dienstes replizieren."

Die ältere Formulierung dieser Klausel hatte Konkurrenz für Facebook noch viel enger definiert. Bis Ende Januar war es Entwicklern nur verboten, Nutzerdaten in ein "konkurrierendes soziales Netzwerk" zu exportieren oder über Anwendungen auf Facebook Dienste in "konkurrierenden sozialen Netzwerken" zu fördern.

Facebook definiert nun sehr viel mehr Dienste im freien Web als Wettbewerb zum eigenen geschlossenen System. Facebook bietet immer mehr Dienste selbst an: Zu Facebooks Chat-Apps kam "Instagram" als eigene Fotoanwendung, zudem hat Facebook seine Suchfunktion ausgebaut. Deshalb können unter den neuen, sehr vage formulierten Konkurrenzausschluss alle möglichen Dienste fallen. Facebook könnte unter Berufung auf diese Klausel allen erdenklichen Foto-Apps, Chatprogrammen, E-Mail-Diensten und sogar Suchanbietern den Zugriff auf die Nutzerdaten verbieten.

Tatsächlich hat Facebook seit Ende Januar seinen Nutzern die Interaktion mit einer Reihe von Diensten blockiert. Außen vor bleiben Chatdienste wie "Voxer" und "MessageMe", Twitters Video-App "Vine" und die soziale Such-App "Wonder" des russischen Suchmaschinenanbieters Yandex. Andere theoretisch konkurrierende Facebook-Apps funktionieren dagegen weiterhin - aus der Smartphone-App von Flickr heraus beispielsweise kann man weiterhin Fotos auf Facebook posten.

Dennoch: Facebook nutzt seine enorme Marktmacht, um eigenen Diensten in einigen Fällen einen Vorteil zu verschaffen. Das Social Network ist in vielen Staaten de facto ein Infrastrukturanbieter. Die Firma hat die umfangreichsten und aktuellsten Daten dazu, wer zu wem in welcher Beziehung steht. Facebook kontrolliert den Zugriff auf diese Informationen nun strenger - zum eigenen Vorteil.

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insgesamt 39 Beiträge
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1. optional
gbk666 20.03.2013
Wenn ich einen Artikel schreibe, bzw ne Meldung mit nem Link zu einem Bild das ich malte und in meiner Galerie veröffentlichte sehen das oft nur an die 20 meiner 110 "Freunde" hat das damit zu tun?
2. nicht unbedingt
hinzkunz001 20.03.2013
Zitat von gbk666Wenn ich einen Artikel schreibe, bzw ne Meldung mit nem Link zu einem Bild das ich malte und in meiner Galerie veröffentlichte sehen das oft nur an die 20 meiner 110 "Freunde" hat das damit zu tun?
evtl haben die sie auch geblockt, oder bekommen Ihre posts nicht angezeigt.
3. Drollig...
JEngbers 20.03.2013
...aber selber ständig über ihre App das Adressbuch vom Handy auslesen wollen! Das ist schon ein eigenwilliger Verein.
4. optional
Marshmallowmann 20.03.2013
Mies, aber absolut verständlich.
5. und?
hinzkunz001 20.03.2013
Zitat von sysopKein Anschluss für die Konkurrenz: Facebook sperrt seinen Nutzern bei vielen Online-Diensten den Zugriff auf ihre Kontakte. Grundlage ist eine neue Klausel in den Richtlinien für die eigene Plattform. Wer mit Facebook-Diensten konkurriert, wird blockiert. Facebook schottet Nutzer von Konkurrenz-Apps ab - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-schottet-nutzer-von-konkurrenz-apps-ab-a-889922.html)
warum nun eine meldung, das ist eine Firma, die kann machen was Sie will, blockieren oder nicht. Waehre ja auch dumm wenn die noch die Konkurenz befoerdern. Ich hab im Spon auch noch keinen Link zu stern/Bild...etc gefunden..;-) Einige sollten sich vor Augen halten das FB eine Firma ist, die kan machen was Sie will, und wenn du nun beschliessen das keine Bilder von Bierflaschen mehr gepostet werden duerfen, dann ist das so.....
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