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Facebook uneinholbar: Holtzbrinck erwägt StudiVZ-Verkauf

Der Holtzbrinck-Verlag ordnet nach einem Bericht der "FTD" sein Digitalgeschäft neu. Die VZ-Netzwerke, die in diesem Jahr trotz sinkender Mitgliederzahlen erstmals profitabel sein sollen, könnten verkauft werden.

StudiVZ für Erwachsene: Holtzbrinck sucht nach Kooperationen oder Käufern Zur Großansicht
picture-alliance/ dpa

StudiVZ für Erwachsene: Holtzbrinck sucht nach Kooperationen oder Käufern

Hamburg - Das als deutscher Facebook-Klon gestartete soziale Netzwerk StudiVZ könnte nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) den Besitzer wechseln. Seit 2007 gehört das Netzwerk dem Holtzbrinck-Verlag, der für das Berliner Start-up mehr als 80 Millionen Euro ausgegeben haben soll. Der Verlag ordnet derzeit seine Online-Geschäfte neu, mehrere Beteiligungen, etwa an der Shopping-Plattform Brands4Friends oder der Rabattseite Citydeal, wurden verkauft.

In den vergangenen Jahren konnte sich das Konkurrenzangebot Facebook mehr und mehr gegen die VZ-Netzwerke durchsetzen. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom sind bereits 47 Prozent der deutschen Internetnutzer Mitglied bei Facebook. Bei den VZ-Netzwerken seien hingegen nur 27 Prozent angemeldet. Die Zahl der aktiven Nutzer (42 Prozent bei Facebook, 19 Prozent bei den VZ-Netzwerken) ist allerdings geringer. Während Facebook weiter wächst, verliert StudiVZ Mitglieder.

Profitabel soll die VZ-Gruppe dieses Jahr trotzdem sein, kündigte Digital-Chef Markus Schunk gegenüber der "FTD" an. Laut Schunk ist die VZ-Gruppe gut aufgestellt, nun soll die Mitgliederzahl stabilisiert werden. Außerdem würden Kooperationen geprüft. Aber auch einen Verkauf des Netzwerks wollte der neue Digital-Chef nicht ausschließen.

Der erst Mitte Oktober berufene Manager der Beteiligungstochter, Johann Butting, betreut laut "FTD" seit Anfang Mai ein Entwicklungsprojekt in den USA.

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Soziale Netzwerke
Facebook
DPA
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
DPA
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
Spin.de
Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

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