Facebooks AGB-Ärger: Wem Community-Daten wirklich gehören

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Facebook sichert sich per AGB-Änderung die Rechte an den Daten seiner Mitglieder für alle Ewigkeit. Begründung: Nur so könne ein soziales Netzwerk optimal funktionieren. Wie gehen deutsche Anbieter mit den Daten um? SPIEGEL ONLINE vergleicht die AGB von StudiVZ, Wer kennt Wen und Co.

Mit einer verschämten Änderung der Geschäftsbedingungen verschafft sich das soziale Netzwerk Facebook eine Endlos-Lizenz an den von Mitgliedern veröffentlichen Inhalten: Geht es nach der US-Firma, darf sie in Zukunft mit Bildern, Kommentaren, Foreneinträgen und allem anderen, was der Nutzer in der Community hinterlässt, für sich werben. Außerdem will Facebook dieses Material speichern, auch nachdem sich die Nutzer abgemeldet haben.

Facebook-Nutzer im Blick: Das soziale Netzwerk will Nutzerdaten ewig speichern
Getty Images

Facebook-Nutzer im Blick: Das soziale Netzwerk will Nutzerdaten ewig speichern

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verteidigt im Firmenblog die geänderten Geschäftsbedingungen, die Nutzer sind empört, Juristen bezweifeln, dass diese Bedingungen in Deutschland überhaupt rechtlich zulässig sind.

Ein Vergleich mit den Speicher-Praktiken und Datenschutzbestimmungen anderer sozialer Netzwerke zeigt: Es geht auch anders. Einige Anbieter löschen die Beiträge ihrer Mitglieder nach der Abmeldung komplett, andere anonymisieren alle öffentlichen Einträge. Und mit einer Ausnahme lässt sich keins der Unternehmen so umfangreiche Rechte per AGB übertragen wie Facebook derzeit.

Abmeldung, Rechteübertragung, Anonymisierung - SPIEGEL ONLINE vergleicht, wie viel Kontrolle über die Mitgliederdaten soziale Netzwerke sich verschaffen.

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Forum - Facebook - zu viel Kontrolle über Nutzerdaten?
insgesamt 32 Beiträge
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1.
Michael Giertz 17.02.2009
Zitat von sysopWerben, Horten, an Dritte lizenzieren - klammheimlich will sich Facebook per AGB-Änderung umfassende Rechte an den Fotos, Kommentaren und Nachrichten seiner Nutzer sichern. Datengrabscher Facebook - wie viel Kontrolle über Nutzerdaten darf ein soziales Netzwerk haben?
Ich wünschte, die Regeln, was "Urheberrechte" betreffen, würden nicht nur von den großen Labels, der Film- oder Spieleindustrie gelten, sondern auch für die Privatperson. Und das bedeutet, dass ALLE ins Netz hochgeladenen eigenen Dinge urheberrechtlich geschützt sind und dem eigentlichen Urheber gehören. Was Facebook sich da herausnimmt, ist einfach unverschämt, hier werden die Nutzer regelrecht enteignet. Aus einem "Kostenlosdienst" wird dann nämlich über die Hintertür ein durchaus kostenpflichtiger Dienst, der seine Profite durch die Verwendung der von Nutzern bereitgestellten Inhalte erwirtschaften könnte. Dem gehört ein Riegel vorgeschoben. Auch Nutzer haben Anspruch auf Schutz durch das Urheberrecht.
2. Ein Nutzer weniger
newright 17.02.2009
Na dann auf Wiedersehen Facebook. Viel Spaß bei der Nutzung der Daten. Facebook war eh kaum verbreitet. Ist eine relativ unwichtige Community in Deutschland. Gibt stärkere Community´s in Deutschland die das noch nicht haben.
3. Facebook wird weiter wachsen
markus_worbs 17.02.2009
Facebook wird langfristig zu dem Social Network in Deutschland aufsteigen. Im Vergleich zu SchülerVZ bietet es um einiges mehr an Innovation und Möglichkeiten. SchülerVZ ist, wenn die Betreiber nicht bald aufwachen langweilig geworden und wird Mitglieder verlieren. Der größte Vorteil von SchuelerVZ ist einfach die größere Basis, aber man hat das Gefühl, dass sich svz darauf ausruht. Facebook ist für mich die Zukunft.
4. Was soll da geändert haben?
BadTicket 17.02.2009
Also ganz ehrlich, ich verstehe die Aufregung nicht die da um Facebook gemacht wird. Alles was da jemand bisher hoch geladen hat wurde kontrolliert, was glauben denn die Nutzer in welcher (schein)heiligen Welt sie da leben. Dass Facebook um Ecken vom CIA finanziert wird kann man ja sogar in der Wikipedia lesen. Also, nichts neues, wer Facebook nutzt hat alles freigegeben. Und das weiss man auch!!!
5.
zerstörer 17.02.2009
Zitat von Michael GiertzIch wünschte, die Regeln, was "Urheberrechte" betreffen, würden nicht nur von den großen Labels, der Film- oder Spieleindustrie gelten, sondern auch für die Privatperson. Und das bedeutet, dass ALLE ins Netz hochgeladenen eigenen Dinge urheberrechtlich geschützt sind und dem eigentlichen Urheber gehören.
Sie offenbaren unfreiwllig den Grund warum die meisten Angebote im Netz heutzutage überhaupt funktionieren: Unkenntnis des Urheberrechts Das gilt nämlich uneingeschränkt für Privatpersonen, sofern die Inhalte die Schöpfungshöhe erreichen. Ferner gilt, dass eine Nichtangabe einer Lizenz keineswegs zu einer beliebigen Lizenz führt. Hier ticken diverse Zeitbomben und Klagen wie derzeit gegen die Bildersuche von Google wird es noch viele geben.
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