Neue Mediathek-Funktion Google macht seinen Play Store familienfreundlicher

Wer aus Googles Play Store einen Film oder ein Buch runterlädt, kann diese Inhalte künftig noch mit fünf weiteren Familienmitgliedern teilen. Das funktioniert nicht nur bei Android-Geräten.

Play Store (Archivbild)
AP / Google

Play Store (Archivbild)


Bisher konnten Nutzer von Googles Play Store erworbene Inhalte nur über Umwege mit anderen Nutzern teilen. Man musste einer Person zum Beispiel seine Account-Daten anvertrauen, damit sie sich damit einloggen kann. Ähnlich wie bei Apple soll es nun aber leichter werden, dass mehrere Familienmitglieder in den Genuss derselben Medien kommen, ohne jeweils selbst bezahlen zu müssen.

Google führt dafür eine Familienmediathek ein. Mit der Funktion können bis zu sechs Familienmitglieder auf bestimmte im Google Play Store gekaufte Medieninhalte zugreifen, teilt der Internetkonzern mit. Die entsprechenden Inhalte sind mit einem Hinweis gekennzeichnet, ob sie im Kontext der Familienmediathek funktionieren.

Die Familienmediathek-Inhalte wie Apps, Spiele, Bücher und Filme können nicht nur mit Android-Geräten, sondern auch im Browser oder auf iOS-Geräten genutzt werden - außer, es handelt sich um eine App oder ein Spiel.

Ein ähnliches Angebot für ebenfalls bis zu sechs Nutzer macht auch Apple seinen Kunden: mit der sogenannten Familienfreigabe, die sich in den iCloud-Einstellungen findet.

Bei jedem Kauf im Google Play Store kann der Nutzer jetzt entscheiden, ob er den Artikel individuell nutzen oder teilen möchte. Bei der Anmeldung muss eine Kreditkarte als Zahlungsmethode für die Familie ausgewählt werden.

Die Familienmitglieder können diese auch unabhängig voneinander zum Einkaufen im Play Store nutzen. Macht ein Angehöriger davon Gebrauch, wird der Familienadministrator per Quittung informiert. Bei Kindern zwischen 13 und 17 Jahren können Einkäufe vorab genehmigt werden.

Außerdem soll der Familienstream für Google Play Musik künftig auch im Web funktionieren. Dabei können die Familienmitglieder für rund 15 Euro monatlich Musik streamen. Bisher funktionierte dies nur auf Android-Geräten.

brt



insgesamt 3 Beiträge
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Badener1848 28.07.2016
1. Anonym
Ich hab weder für ein Google-Konto noch für das Apple-Konto richtige Angaben gemacht. Die Familienfunktion wird also so oder so nicht möglich sein, wenn man nicht seine Kreditkartendaten freigeben möchte. Warum geht das nicht mit (anonym gekauften) Guthaben per Gutscheinkarte?
Landkaertchen 28.07.2016
2. Wo sind eigentlich die Verbraucherverbände?
Meines Wissens ist nach deutschem Recht überhaupt nicht vorgesehen, dass innerhalb einer Familie die Güter getrennt werden. App-Käufe von Papa gehören auch Mama. Und selbstverständlich darf Sohnemann auch die Musik hören und die Bücher lesen, die Papa und Mama kaufen. Die Personenbindung ist absolut unrechtens. Auch gibt es große Probleme, wenn ein Familienmitglied stirbt. Daten von Mail und Faßebook, von der Microsoft Cloud, Apps, Musiksammlung vom verstorbenen Eltern... ??
mapcollect 29.07.2016
3. Schon mal an die App Entwickler gedacht ?
Nur ein winziger Bruchteil der Apps generiert überhaupt einen nennenswerten Gewinn. Die Preise sind in Keller. Eine App die mehr als 99ct kostet gilt schon als teuer und die Leute regen sich auf, wenn so was in der Familie 2 x gekauft werden muss.
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