Fehlfunktion: Google verliert fast 150.000 E-Mail-Konten

Und auf einmal sind sie weg: Google-Nutzer klagen über verschwundene E-Mails. Ihre Konten sind komplett leer - wenn sie sich überhaupt anmelden können. Google erklärt: Wir arbeiten an dem Problem.

Google-Firmenschild und Android-Maskottchen: Plötzlich waren E-Mails weg Zur Großansicht
dpa

Google-Firmenschild und Android-Maskottchen: Plötzlich waren E-Mails weg

Am Sonntag fiel es dem ersten Google-Kunden auf. Im Hilfeforum klagt ein Nutzer des E-Mail-Angebots: "Alle meine Nachrichten, Ordner und so weiter sind verschwunden. Wie kann das passieren? Wie kann ich alles wiederherstellen?"

Die schlechte Nachricht ist: Der Nutzer kann allein wohl gar nichts wiederherstellen, sofern er nicht ein Backup aller Nachrichten gezogen hat. Google erklärt auf der offiziellen Statusseite zum Mail-Dienst am Montagmorgen (2 Uhr deutscher Zeit), man arbeite an dem Problem, es seien weniger als 0,08 Prozent der Google-Mail-Nutzer von der Fehlfunktion betroffen.

Umgekehrt heißt das, wie Engadget auf Basis geschätzter Nutzer-Zahlen vermutet: Etwa 150.000 Nutzer dürften derzeit bei Google Mail in komplett geleerte Postfächer blicken. Vorausgesetzt, sie können sich überhaupt einloggen.

Wie man ein Backup anlegt? Man kann spezielle Software wie Gmail-Backup (PC, OSX, Linux) nutzen - allerdings muss man dabei dem Programm sein Google-Mail-Passwort anvertrauen, was nicht jeder ohne Bedenken tun wird. Alternativ kann man den E-Mail-Client Thunderbird installieren, Google Mail und Thunderbird für den Abruf von E-Mails über das Protokoll IMAP einrichten und dann in Thunderbird die Nachrichten-Ordner aus dem IMAP-Konto in den sogenannten "Lokalen Ordner" ziehen - fertig ist die Kopie.

lis

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 20 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Cloud
Robert Hut 28.02.2011
Ich weiss schon, warum ich den Dreck nicht nutze..
2.
stefanaugsburg 28.02.2011
herrlich, genau das ist die situation, vor der man immer wieder warnt, wenn es darum geht, seine ressourcen ins netz auszulagern bzw. dort speichern zu lassen. du packst alles rein, wichtigste dinge - und dann ist es weg - für immer. aber klar, ist ja alles sicher, kann nichts passieren, alles gut ! :-) schöne neue digitale welt .....
3. .
bananenbieg0r 28.02.2011
Zitat von Robert HutIch weiss schon, warum ich den Dreck nicht nutze..
weil du keine Ahnung hast wie es funktioniert?
4. Und Viren/ Festplattencrash....
lanas 28.02.2011
Zitat von stefanaugsburgherrlich, genau das ist die situation, vor der man immer wieder warnt, wenn es darum geht, seine ressourcen ins netz auszulagern bzw. dort speichern zu lassen. du packst alles rein, wichtigste dinge - und dann ist es weg - für immer. aber klar, ist ja alles sicher, kann nichts passieren, alles gut ! :-) schöne neue digitale welt .....
......die alle Daten im eigenen Netzwerk verseucht/zerstört haben, hat es nie gegeben? Die Sachen die ich ins Netz auslagere nicht zu sichern ist genauso fahrlässig wie die lokal gespeicherten Daten nicht zu sichern. Aber es gibt halt viele Vorteile bei im Netz gespeicherten Sachen auf die ich nicht verzichten möchte....z.B. problemloser Zugang von überall... Und das die Sachen für immer weg sind glaube ich nicht.....Google wird letztlich auch alles sichern. Nur temporär ist der Zugang halt nicht möglich weil das wiederherstellen von einzelnen Konten wohl aufwändig ist.
5. top
sverris 28.02.2011
Zitat von stefanaugsburgherrlich, genau das ist die situation, vor der man immer wieder warnt, wenn es darum geht, seine ressourcen ins netz auszulagern bzw. dort speichern zu lassen. du packst alles rein, wichtigste dinge - und dann ist es weg - für immer. aber klar, ist ja alles sicher, kann nichts passieren, alles gut ! :-) schöne neue digitale welt .....
eben. und hat diesmal auch nichts mit technischem unverständnis seitens des "users" zu tun, wenn er nichtmal dem großen GOO** vertrauen kann. naja, denen kann man sowieso nicht vertrauen. hoho, die supertechnologen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Web
RSS
alles zum Thema Fehlfunktion
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 20 Kommentare
Fotostrecke
Android-Handy-Neuvorstellungen: Verlangen und Optimismus

Welches Technikärgernis nervt Sie? Schreiben Sie uns!
SPIEGEL ONLINE
Versteckte Einschaltknöpfe, verwirrende Anleitungen, verrückte Automaten - in der Reihe "Fehlfunktion" stellen wir in Technikärgernisse vor, die Millionen nerven. Schicken Sie uns Ihre Anregungen mit einer kurzen Begründung. Am besten per E-Mail.

Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.A.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.